Archive for März 2015

Leben vor dem Tod!

31. März 2015

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Sabine hat eine wirklich schwere Geschichte: in der Kindheit erlebte sie körperliche und seelische Gewalt, sie wurde emotional vernachlässigt und auch sexuell missbraucht von einem Nachbarn. Sie wurde in der Lehrzeit ausgenutzt und als sie der Enge und Gewalt des Elternhauses entfliehen wollte, kam sie in eine Ehe, in der die Gewalt weiterging. Nach vielen Jahren der Unterdrückung und Demütigung trennte sie sich von ihrem Mann, lebte in einer kleinen Wohnung, hatte Angstzustände und verübte schließlich einen Selbsttötungsversuch. Sie wurde gefunden und ins LSF gebracht, wo sie einige Wochen stationär behandelt wurde. In der Psychotherapie dort war es ihr erstmals möglich, über ihre Erlebnisse zu sprechen, und ihr Therapeut empfahl ihr, eine Traumatherapie zu machen.

So kam sie zu mir.

Sie hatte neben einer schweren Posttraumatischen Belastungsstörung und einer Depression auch noch diverse psychosomatische Probleme: sie hatte häufig Kopfweh, Schmerzen im Bewegungsapparat, Magengeschwüre und Schlafstörungen. Sie war immer in Spannung, weil sie ständig versuchte, das Alte hinter sich zu lassen. Jemandem zu vertrauen fiel ihr schwer, was aus ihrer Geschichte mehr als verständlich war.

In der Therapie arbeiteten wir zuerst daran, Stabilität in ihr Leben zu bekommen. Sabine lernte, zu erkennen, wann sie so sehr unter Druck geriet, dass sie sich etwas antun wollte, und sie lernte Methoden, sich zu beruhigen. Besonders hilfreich waren für sie Atemübungen sowie Entspannungs-CDs. In der Zeit der Therapie war sie zwei Mal stationär im Krankenhaus, weil sie sonst keinen Ausweg mehr fand. Sabine fand Arbeit in einer Betreuungseinheit für Menschen mit psychischen Problemen, sie ging dreimal pro Woche hin und begann vorsichtig, Kontakte zu knüpfen. Wir übten in den Sitzungen, wie sie Menschen ansprechen, wie sie sich aber auch wieder aus einem Gespräch zurückziehen konnte. Mit ihren körperlichen Symptomen lernte sie, besser vertraut zu werden, sie bemerkte früher, wann es für sie zu viel war, wann sie Pausen einlegen musste bzw. wann sie sich Hilfe holen durfte. Sie begann, regelmäßig spazieren zu gehen und Rad zu fahren, sie ernährte sich gesünder, kochte auch regelmäßiger. Sie grenzte sich gegen ihre Mutter und ihre Schwester, die beide sehr fordernd waren, ab und lernte, Nein zu sagen, wenn sie etwas nicht wollte. Sie tat wieder mehr Dinge, die ihr gut taten, nahm Kontakt zu ihrer Nachbarin auf, und gegen Ende der Therapie traf sie sich gelegentlich mit einem Mann, den sie kennengelernt hatte.

Im Laufe der Therapie war ein wichtiger Bestandteil, dass Sabine sich ihrem inneren, verletzten Kind zuwandte, dafür sorgte, dass es alles hatte, was es brauchte und später auch über seine Erfahrungen erzählen konnte. Wir konnten über die Ereignisse sprechen, und dabei waren wir immer darauf bedacht, dass die Gefühle von damals nicht mehr aufkamen sondern das innere Kind gut versorgt “aus der Ferne” zuschauen konnte. Danach nahm Sabine das Kind in ihr Heute mit, “zeigte” ihr ihre momentane Situation, damit das Kind sehen konnte, dass sie jetzt in Sicherheit war, dass also alles gut ausgegangen war. Sabine war etwas über 2,5 Jahre bei mir, mit Pausen, in denen sie im Krankenhaus war. Es geht ihr jetzt viel besser, sie hat keine Depressionen oder Suizid-gedanken mehr, sie hat mehr Kontakt zu Freunden, übt ihre Hobbies gerne aus und hat wieder Freude am Leben.

Leben auch Sie VOR dem Tod!

Hier finden Sie weitere Themen, mit denen Sie zu mir kommen können.

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Blühen Sie auf!

24. März 2015

Blühen Sie auf!Der Frühling ist da, endlich. Rund um uns beginnt alles in der Natur, aufzubrechen und zu blühen. Wo es noch vor ein paar Wochen kahl und grau war wird es grün und bunt. Lassen Sie sich davon inspirieren! Lauschen Sie Ihren inneren Trieben, lassen Sie sie an die Oberfläche kommen! Wagen Sie Neues, verlassen Sie dafür ein Stück Ihre Komfortzone!

“Wenn du etwas erleben willst, was du noch nie erlebt hast, dann musst du etwas tun, was du noch nie getan hast.”

Graben Sie nach alten Wünschen und Träumen, machen Sie einmal etwas Ungewöhnliches! Probieren Sie etwas aus, rufen Sie jemand an, treffen Sie sich wieder einmal mit jemand, den/die Sie schon lange nicht mehr gesehen haben! Und: kein Stress: nicht aus allem, was Sie probieren, muss ein neues Hobby werden, nicht aus jeder (aufgefrischten) Bekanntschaft eine Freundschaft. Aber probieren, das könnten Sie schon, oder? No risk, no fun! Und nehmen Sie sich ein bisschen Zeit für sich selbst:

am Freitag, 24. April, zwischen 16 und 19 Uhr

werden wir in der Praxis ein paar Stunden Achtsamkeit üben, ganz im Augenblick sein, dem Leben auf den Puls fühlen. Freuen Sie sich auf ein paar Stunden mit dem lebendigen Sein!

Online-Anmeldung zum Meditationsnachmittag: Blühen Sie auf!

Ich rede mit mir!

19. März 2015

CIMG9955JedeR spricht irgendwie mit sich selbst, laut oder leise, manchmal einfach nur so, in Gedanken. Wir sagen Dinge wie “das hast du gut/schlecht gemacht”, “was bin ich doch für einE IdiotIn”, “ich muss jetzt wirklich einmal weitermachen”, …

Selbstgespräche dieser Art sind kein Zeichen, dass wir verrückt werden oder sind, sie sind ein ganz normaler Vorgang. Die Frage ist immer, wie man ihn gestaltet.

Wie gehe ich mit mir um?

Wie rede ich mit mir?

Viele haben keinen sehr netten Umgang mit sich selbst, sie beschimpfen sich, wenn sie etwas nicht gut (genug) gemacht haben, nennen sich alles mögliche – und wundern sich dann, dass sie kein gutes Selbstbewusstsein haben. Wie soll man auch, wenn man ständig beschimpft wird?

Die Frage ist ja nie, wie man mit sich umgeht, wenn man etwas gut gemacht hat. Obwohl das die meisten für so selbstverständlich halten, dass sie das gar nicht wertschätzen…

Aber so richtig spannend wird es dort, wo ich Fehler gemacht habe, mit meinen Schattenseiten konfrontiert bin. Erlaube ich mir, nicht perfekt zu sein? (Gegenfrage: ginge es überhaupt anders?)

Es ist klar, dass wir uns mit uns wohler fühlen würden, wenn wir alles gut machen würden. Wir alle wären froh, wenn wir erfolgreicher, netter, gelassener, fitter, gesünder, … wären. Aber das ist nicht das, was ich heute bin.

Ich darf mich heute so annehmen, wie ich heute bin. Erst dann wird es mir überhaupt erst möglich, morgen anders zu sein.

Reden Sie mit sich wie mit einer Freundin/ einem Freund. Ihr Selbstbewusstsein wird es Ihnen danken!

Wollen Sie besser mit sich umgehen? Machen Sie sich einen Termin für ein Gespräch aus! Am besten gleich online.

Ich darf Nein sagen!

11. März 2015

IMG_7347Monika hat eine Freundin, die sie sehr häufig sehen will, was Monika nicht so recht ist, da sie sich auch noch anderen Freundinnen widmen will. Aber sie traut sich nicht, ihr das zu sagen. Sie behilft sich damit, immer wieder Ausreden zu finden, was auf die Dauer mühsam, und auch langsam wenig glaubwürdig ist.

In der Therapie arbeiten wir zuerst daran, dass Monika ihre Wünsche wahrnimmt und dazu stehen lernt. Sie hat Mühe, sich so sehr wert zu schätzen, dass sie sich auch traut, Nein zu sagen. Im Laufe der Zeit wird das für Monika leichter, sie erkennt, dass sie es sich wert sein darf.

“Ich habe ein Recht, Wünsche zu haben. Ich darf mir Raum nehmen.”

Das sind Gedanken, die für Monika mehr und mehr Realität werden. Gleichzeitig erkennt sie, dass sie sich ja auch unbewusst wehrt, wenn sie doch einmal Ja sagt: sie ist ungeduldig ihrer Freundin gegenüber, oft abgelenkt und vergesslich. So lebt sie ihre unbewusste Abwehr, was die Beziehung zur Freundin erschwert.

Als sie sich in der Lage fühlt, mit der Freundin ein klärendes Gespräch zu führen, probieren wir das erst in der Sitzung aus. Ich übernehme den Part der Freundin und überlege mir alle Einwände, die diese haben könnte. Monika kontert gelassen, manchmal besprechen wir auch, was eine günstige Möglichkeit wäre.

Dann findet das Gespräch tatsächlich statt, und es läuft sehr gut. Die Freundin versteht Monikas Wünsche und Anliegen, und traut sich nun ihrerseits, ebenfalls zu sagen, wie sie sich die Beziehung in Zukunft vorstellen könnte. Es ergibt sich ein konstruktives Gespräch, und die Freundschaft der beiden ändert sich, sehr zum Guten.

Monika hat ihr Ziel erreicht, sie hat dafür 11 Sitzungen gebraucht.

Lernen Sie mich kennen!

4. März 2015

Ich habe ein paar Fragen zusammengestellt und beantwortet, damit Sie mich ein wenig kennenlernen. Schließlich ist es wichtig, zu wissen, mit wem Sie es zu tun bekommen, wenn Sie mit mir arbeiten. Und ich lade Sie ein, selbst Fragen zu stellen, ich beantworte sie gerne…

Welche KlientInnen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben?

Ich arbeite besonders gerne mit Menschen, die wirklich etwas an sich oder ihrem Verhalten verändern wollen. Da macht mir die Arbeit richtig Spaß. Auch Menschen, die mehr über sich selbst erfahren wollen, die sich besser verstehen und ausdrücken wollen sind herzlich willkommen. Menschen, die in schweren Situationen feststecken und da irgendwie nicht mehr herausfinden, versuche ich zu helfen, wieder einen Weg zu finden, der sie zu mehr Lebendigkeit bringt.

Welche KlientInnen sollten eher NICHT zu Ihnen in Psychotherapie kommen?

Alle, die gerne ihren Partner oder ihre Umgebung geändert bekommen möchten – so sehr ich das mitunter verstehen kann! – aber nicht bereit sind, an sich selbst zu arbeiten, werden es bei mir schwer haben. Die sollten vielleicht nicht unbedingt NICHT kommen, weil ich glaube, dass wir einen Weg miteinander finden können. Aber da ich leider nicht zaubern kann, kann ich auch die Umgebung nicht verändern – schade!

Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Ich möchte einfach weiter so arbeiten wie bisher und hoffe, möglichst vielen Menschen in Schwierigkeiten helfen zu können. Ich würde mir wünsche, dass die Krankenkasse mehr Therapien zahlt, und wenn ich dazu etwas beitragen kann, dann werde ich das tun.

Was bedeutet für Sie Glück?

Glück ist ein Zustand, den wir viel leichter erreichen können als wir immer meinen. Viele Menschen sind auf der Suche nach Glück und übersehen dabei, was sie alles haben und welch große Geschenke ihnen die Menschen ihrer Umgebung machen: Freundschaft, Partnerschaft, Gespräche, Begleitung, ein Zuhause,… Ich versuche, mir dessen immer mehr bewußt zu werden und zufrieden zu sein mit dem, was IST statt ständig um etwas zu kämpfen oder gegen irgendwas zu sein. Aber es ist nicht leicht und wir alle verfallen immer wieder in diese Schema, dass wir und denken, wenn wir dieses oder jenes hätten, dann wären wir endlich glücklich. Daran glaube ich nicht. Ich glaube, dass das Glück jetzt und hier möglich ist!

Wenn Sie die berühmte „Gute Fee“ nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

Ich habe drei private Wünsche, die mit meiner Familie zusammenhängen, und irgendwie passt die Zahl drei auch zur Zahl meiner Kinder. Aber abgesehen davon würde ich mir wünschen, dass Menschen ehrlicher miteinander wäre, dass sie weniger Angst voreinander hätten und dass wir alle unser Leben ein bisschen relaxter angehen könnten!

Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein richtig gutes Buch, eine Bach-CD und eine feine Hängematte!

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Haben Sie weitere Fragen an mich? Über mich gibt Ihnen einen Einblick in meinen Lebenslauf, machen Sie sich mit meinem Motto vertraut, oder kontaktieren Sie mich!