Archive for April 2015

Spieglein, Spieglein an der Wand…

21. April 2015

Selbsterfahrungs-Tage für Frauen

3. bis 7. Juni 2015, Haus der Frauen in St. Johann bei Herberstein (Anmeldung)

Mögest du liebevoll verzeihend auf das schauen, was misslungen ist, wo du gescheitert bist, wo du versagt, dich und andere verletzt, wo du deine Fähigkeiten nicht genutzt, deine Stärke verleugnet und deine Schönheit vergessen hast.

Mögest du stolz und dankbar erkennen, was dir gelungen ist und was dir geschenkt wurde.

(Doris Gabriel)

Ich lade ein zu einer Selbstreflexion ohne Bewertung. Das, was Sie sind, was Sie ausmacht, was Ihre Stärken und Schwächen sind, was Ihre Geschichte und Ihre Träume sind, das darf sein. Es ist in Ordnung, die zu sein, die Sie sind! Schauen Sie in den Spiegel und erkennen Sie Ihre ganz eigene Schönheit!

Tagesablauf:

  • Morgenimpuls
  • Danach den ganzen Tag frei zum Nachdenken
  • Kreatives Gestalten
  • Tägliches Einzelgespräch mit der Leiterin
  • Abendrunde in der Gruppe

Details:

  • max. 8 Frauen
  • Seminargebühr: € 350,-
  • Kosten für Unterbringung sind mit dem Haus der Frauen selbst abzurechnen, die Anmeldung dort (Einzelzimmer) geschieht automatisch durch mich.
  • Ankunft am Mittwoch, 3. Juni 17 Uhr, Abschluss Sonntag, 7. Juni 14 Uhr
  • Anmeldung am Besten gleich hier über den PsyOnline Veranstaltungskalender!

Ich freue mich schon auf intensive Tage mit Ihnen / Euch, auf viel Zeit zum Ernstsein, aber auch zum Entspannen, Lachen und Plaudern.

Frauen, die in den Vorjahren mitgemacht haben, sagen, dass sie diese Tage sehr intensiv erlebt, sie die viele freie Zeit genossen und sie besonders geschätzt haben, sich ganz auf sich konzentrieren zu können. Der Morgenimpuls war interessant und hat Fragen aufgeworfen, mit denen sie sich tagsüber beschäftigen konnten, die Einzelgespräche waren dabei hilfreich. Die Abendrunde war spannend, weil sie erfahren haben, wie die anderen Frauen mit denselben Fragestellungen umgegangen sind und sie für sich gelöst haben.

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Wer bin ich?

Was sehe ich, wenn ich in den Spiegel sehe?

Was sind meine Stärken, wo liegen meine Schwächen?

Was macht mich aus?

Was mag ich, was gefällt mir gar nicht?

Spieglein, Spieglein an der Wand –

wer ist die Frau da in diesem Gewand?

Anmeldung über Mail, Telefon oder den BestNET Veranstaltungskalender

Leben vor dem Tod 3 oder Tiefe Dankbarkeit

17. April 2015

IMG_6468Ich hatte ja nicht vor, einen Eintrag zu „Leben vor dem Tod 3“ zu machen. Aber das Leben hat mich dazu gebracht:

Ich war im März für 10 Tage in der Südtürkei, wo ich mit syrischen Flüchtlingen gearbeitet habe. Das sind Menschen, die von zuhause geflüchtet sind, weil sie unter dem Krieg, dem Bombardement und dem Geheimdienst gelitten haben. Viele von ihnen haben Familienangehörige oder Freunde verloren, alle ihre Heimat und das Leben vor dem Krieg. Sie sind von zuhause weggegangen, alle nicht freiwillig, und dort, wo sie jetzt sind, sind sie nicht willkommen. Auch hier erleben sie wieder Gewalt und Angst, Unterdrückung und Ausbeutung: sie haben keine Arbeit oder werden nicht/kaum dafür bezahlt, sie sind BürgerInnen zweiter Klasse, bei Auffälligkeiten werden sie abgeschoben.

Und sie reagieren darauf so, wie das Menschen machen, die in so einer Situation sind: sie rücken ein Stück näher zusammen, versuchen sich, durch Tradition und/oder Religion in ihrer Identität zu stärken. Was die Integration schwer macht, von beiden Seiten.

Ich war nicht dort, um bei der Integration zu helfen, aber das ist mir aufgefallen. Ich weiß keine Lösung, aber sie muss von beiden Seiten kommen.

Ich war dort, um Menschen auszubilden, die als TraumaberaterInnen arbeiten können. Mit einer Kollegin haben wir zum Teil theoretisch ausgebildet, zum Teil in Einzelarbeit mit den Menschen gesprochen. Die Geschichten, die ich gehört habe, haben mich sehr betroffen gemacht. Und sehr dankbar für die Situation, in der wir uns hier in Österreich befinden:

  • wir können leben ohne Angst vor einer Bombe oder einem Scharfschützen haben zu müssen
  • wir können auf der Strasse gehen ohne von Gewalt bedroht zu werden
  • wir sind reich, selbst wenn wir keine Arbeit finden, bekommen wir genug Geld, um davon leben zu können
  • wir sind reich: wir haben so viel Platz, wir müssen uns nicht zu zehnt eine Zweizimmerwohnung teilen
  • wir haben eine Polizei und ein Rechtssystem, das ziemlich gut funktioniert, auf das wir uns mehr oder weniger verlassen können
  • wir dürfen uns unsere Religion und Weltanschauung aussuchen
  • wir müssen als Frauen kein Kopftuch tragen oder auf die Erlaubnis von einem Mann warten, wenn wir Entscheidungen treffen wollen
  • wir haben so viele Wahlmöglichkeiten!

Ich habe viel aus dieser Arbeit mitgenommen, aber vor allem diese Dankbarkeit! Es geht uns so gut, und wir vergessen oft einfach darauf. Das bedeutet nicht, dass wir nicht weiter unter dem leiden dürfen, was uns fehlt oder weh tut, es bedeutet nur, dass wir manchmal auch an das denken dürfen, was wir für selbstverständlich annehmen, es aber nicht ist. in vielen Teilen der Welt nicht selbstverständlich ist. Und es ist nicht unser Verdienst, dass wir ausgerechnet hier geboren wurden, in diesem guten Teil der Welt!

Danke, Leben!

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Auferstehung – Leben vor dem Tod (2)

7. April 2015

sweet-350668_1280Auf dieser Welt ist alles Auferstehung; die Raupen leben als Schmetterlinge wieder auf, ein Kern, den man in die Erde legt, als Baum. Alle Tiere, die in der Erde vergraben werden, erstehen als Kräuter, als Pflanzen wieder, sind Nahrung für andere Tiere und werden bald Bestandteile von diesen. Alle Teilchen, aus denen sich die Körper zusammensetzten, werden in andere Wesen umgewandelt. (Voltaire)

Ostern – die Bedeutung davon ist vielen von uns abhanden gekommen. Da war etwas mit Tod Jesu und Auferstehung, aber brauchen wir das? Wenige Menschen heute glauben noch an die Auferstehung, an ein Leben nach dem Tod, vielleicht gar in einem Himmel. Was die ersten Christen gemeint haben, war wohl, dass Jesus, den sie tot gesehen haben, in einer veränderten Form weitergelebt hat. Und das ist etwas, was wir täglich erleben können:

  • jeden Tag in der Früh: begrüßen Sie den Tag offen, es ist ein neues Erleben möglich!
  • bei jedem Blick in den Spiegel: sehen Sie in sich das Gute!
  • bei Gespräch mit PartnerIn, Kindern, KollegInnen: kleben Sie nicht an alten Mustern fest, probieren Sie etwas Neues!

 Wir können immer wieder neu anfangen, wir können Erlösung spüren und das Gute immer wieder finden. Es gibt schließlich im Leben nichts Schlechtes, was nicht auch irgendwo etwas Gutes hat. Das können wir meist nicht gleich sehen, aber im Laufe der Zeit, wenn wir die Augen dafür offen halten, erkennen wir es.  Es gibt ein Leben vor dem Tod – fangen Sie es an!