Archive for Oktober 2015

Sommer ade, scheiden tut weh …

13. Oktober 2015

park-558001_1280Der Abschied vom Sommer ist für die meisten Menschen schwer. Sommer ist Wärme und Licht, ist draußen sein, oft auch frei haben, ungezwungen sein, mit drei Kleidungsstücken auskommen.

Herbst und Winter ist zuerst einmal der Wegfall von all dem Angenehmen, was wir mit dem Sommer verbinden. Dazu kommt, dass das “Arbeitsjahr” im Herbst anfängt: die Schule, die Universität, viele Projekte. Nach der Sommerpause geht es wieder los.

Das führt oft zu Niedergeschlagenheit und Depression

Unsere innere Uhr aber geht eher in Richtung Winterschlaf und Rückzug, was zum Wetter passt: kalt und dunkel, da bleiben wir lieber zuhause, Kerze, Duftlampe und Tee statt Sommerspritzer und Sitzen auf dem Balkon. Für viele Menschen ist es aber mehr als nur das, es macht sie niedergeschlagen und depressiv. Sie fühlen sich müde, wertlos und traurig, alles kommt ihnen mühsam und sinnlos vor.

Was tun?

Fangen Sie damit an, sich genug Ruhe und Rückzug zu gönnen, sich nicht zu überfordern, Dinge gelassen anzugehen und sich auch einmal Zeit für sich zu nehmen.

Gehen Sie trotz des Wetters raus! Auch an bewölkten Tagen ist es noch 1000 mal heller als mit den besten Tageslichtlampen. Und die Bewegung tut Ihnen vermutlich zusätzlich gut. Ziehen Sie sich warm an und überwinden Sie sich. Wenn Sie heimkommen, gönnen Sie sich eine warme Dusche, einen Kakao oder einen duftenden Tee!

Nehmen Sie genug Vitamine zu sich, essen Sie gesund. Schlafen Sie genug, nehmen Sie ein Bad, verwöhnen Sie sich. Treffen Sie Freunde, unternehmen Sie etwas. Auch hier gilt: die Überwindung zahlt sich meistens aus.

Professionelle Hilfe annehmen

Wenn Sie aber das Gefühl haben, mehr als “normal”, also als andere zu leiden, sich so gar nciht aufraffen können, in der Früh aufzustehen und den Tag zu beginnen, wenn Ihnen alles wirklich mühsam erscheint, wenn Ihnen die oben genannten Tipps nicht helfen, dann ist es vielleicht gut, sich Hilfe zu holen.

Sie können in der Apotheke nach leichten Mitteln fragen, Johanniskrautöl kann gut wirken, und verschiedene Tees scheinen auch für manche Menschen hilfreich zu sein.

Probieren Sie auch alles Alternativmedizinische aus, was Ihnen hilfreich erscheint, und vergessen Sie aber auch nicht, dass auch die Schulmedizin sehr hilfreiche Mittel zur Verfügung hat. “Ich mag keine Medikamente nehmen”, höre ich oft, und ich sage darauf immer: “Das ist gut so! Wenn Sie gerne Medizin schlucken würden, müssten wir uns ganz andere Gedanken machen!” Trotzdem: wenn das Leiden sehr schlimm wird, dann kann ein Antidepressivum, durch die Hausärztin oder den Psychiater verschrieben, sehr hilfreich sein. Alle Ihre Sorgen in Bezug auf Abhängigkeit können Sie mit ihm/ihr besprechen, die sind meistens unbegründet.

Reden hilft!

Und Sie sollten sich auch überlegen, eine Gesprächstherapie zu machen. Reden hilft, das haben schon viele Menschen erfahren. Ich lade Sie ein, sich mit mir in Verbindung zu setzen, machen Sie online einen Termin aus oder kontaktieren Sie mich über Telefon oder Email, ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme und bin gerne bereit, Ihnen dabei zu helfen, besser durch den Herbst zu kommen.

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Einladung zur Gruppentherapie

12. Oktober 2015

sport-204547_1920Sie wollen aus einer verfahrenen Situation herauskommen?

In Ihrem Leben soll es endlich wieder aufwärts gehen?

Wunderbar!

Wir laden Sie herzlich in unsere psychotherapeutische Gruppe ein! In einer vertrauensvollen Atmosphäre wagen wir uns an die Themen heran, die Ihnen Schwierigkeiten bereiten. Mit den Methoden des Psychodramas erkunden Sie Ihre Möglichkeiten. Die Gruppe wird es sein, die für Vielfalt und Inspiration sorgt. Die Blickwinkel der anderen werden Sie oft bereichern. Ihr Handlungsspielraum wird größer werden.

Wer kann teilnehmen?

Männer und Frauen jeden Alters, die „anstehen“, nicht weiter wissen, aber weiter wollen.  Maximal 8 TeilnehmerInnen. Bitte kontaktieren Sie eine von uns für ein Vorgespräch.

Wann und wo?

Wir beginnen am Mittwoch, 28. Oktober um 19 Uhr in der Praxis am Schillerplatz. Wir treffen uns alle 2 Wochen von 19.00 bis 21.30, insgesamt 10 Mal.

Was kostet es?

Jeder Abend kostet € 40,-, ein Teil kann von der Krankenkasse rückerstattet werden.

Wo melde ich mich an?

Katharina Sereinig oder Maria Kubin

Aus den Träumen des Frühlings …

5. Oktober 2015

jam-428094_1280“Aus den Träumen des Frühlings wird im Herbst Marmelade gemacht”, habe ich einmal gelesen. Es ist Herbst, die Zeit der Ernte, und das ist gut. Wir planen, säen, pflanzen, düngen und wässern das, was uns wichtig ist – Projekte: Beziehungen, Kinder, Arbeit, Fortbildung, Karriere, Gesundheit, … Das ist oft viel Arbeit und mit viel Mühen verbunden.

Zeit der Ernte

Und dann, mitunter ganz unerwartet, ist Erntezeit: ein Projekt geht auf, eine Beziehung kommt zustande, ein Kind macht einen Entwicklungsschritt, eine Arbeit gelingt,… Es ist schön, dass es diese Zeiten auch gibt, und es tut gut, sie uns bewusst zu machen. “Ich habe es erreicht / geschafft / erledigt / gelernt / gut gelöst!” Wir können in diese Zeiten Dankbarkeit  und Zufriedenheit erleben.

Orangen statt Äpfeln

Spannend ist auch, dass das Leben so viel komplexer ist als wir denken können: manchmal, wenn wir Äpfel gepflanzt haben, gibt uns das Leben Orangen! Wir können nur geradlinig denken: ich mache dieses, und daher wird dieses herauskommen. Aber das Leben ist weitschichtiger und bunter, und es hat viel mehr Phantasie als wir. Alles ist vernetzt, und daher kommen auch immer wieder Überraschungen vor, mit denen wir nie gerechnet hätten. So verblüfft uns das immer wieder macht, auch das ist ein Grund zur Dankbarkeit!

Ernte-Dank

ich finde, wir können sehr häufig dankbar sein: für das, was wir haben, was uns geschenkt wird (vom Leben, von anderen Menschen, vom Schicksal,..). Es tut jedem Menschen gut, immer wieder die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was gut und gelungen ist im Leben. Damit wir nicht vor lauter Zielen und Plänen, Sehnsüchten und manchmal auch Begierden das übersehen, was wir haben.

Wenn Sie gerne darüber reden wollen, sind Sie herzlich eingeladen, das  mit mir zu tun. Es gibt Menschen, die sich schwer tun, das zu erleben, die oft viel haben, und trotzdem unglücklich sind. Wenn das der Fall ist, lassen Sie sich helfen. Depressionen oder psychische Erkrankungen sind weder ein Charakterfehler noch eine Schwäche, für die man sich schämen muss. Reden wir drüber: reden hilft! Termine entweder online oder Sie rufen mich an oder mailen mir. Ich freue mich darauf, mit Ihnen arbeiten zu können!