Archive for Mai 2016

Schwach sein dürfen

30. Mai 2016

Schwäche zu fühlen oder gar zu zeigen ist für viele Menschen sehr bedrohlich. Sie haben dann den Eindruck, verletzbarer zu sein als sonst. Ist das so?

Sind wir tatsächlich verletzbarer, wenn wir Schwäche zulassen?

Wir alle sind immer wieder erschöpft, müde und kraftlos. Was gerechargeable-battery-145215_1280schieht, wenn wir das nicht zulassen, uns das nicht erlauben? Sind wir deshalb stark? Werden wir stark, wenn wir nicht zeigen, dass wir erschöpft sind? Ich nicht. Ich bin dann zwar – noch eine Weile lang – aktiv und funktionstüchtig, aber innerlich werde ich immer kraftloser. Und irgendwann geht es dann gar nicht mehr – ich werde krank oder depressiv, je nach Verfassung.

Und egal, ob in der Phase, in der ich noch dagegen ankämpfe oder danach, wenn ich krank bin – verletzbarer als sonst bin ich in beiden Phasen. Weil ich keine Ressourcen habe, um mich zu wehren.

hammer-682767_1280Eine Verletzung tut weh, wie auch nicht?

Verletzungen können wir nicht vermeiden, aber sie wollen versorgt werden. Dazu brauche ich Kraft. Meine Kraft. Bei körperlichen Verletzungen muss ich die Wunde reinigen, vielleicht nähen lassen, pflegen und mich schonen. Bei seelischen Verletzungen ist das ebenso, sie wollen betrachtet, behandelt und betrauert werden. Dazu brauche ich – vor allem meine eigene – Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Die eigene Zuwendung heilt am besten!

Wenn Sie sich also einmal schwach fühlen, dann wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit sich selbst zu. Nehmen Sie sich einen Tag oder ein paar Stunden Zeit, um nachzudenken, was Ihnen helfen könnte und das auch zu tun.

Wenn Sie gerne mit mir darüber reden möchten, freue ich mich. Ich kann Ihnen dabei helfen, sich leichter anzunehmen, sich wichtig zu nehmen und nett zu sich zu sein. Rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin für ein Erstgespräch mit mir aus.

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Mutter und Vater haben

23. Mai 2016

Unsere Eltern – ein Kapitel, das für alle Menschen anders ist, wo wir einander gut verstehen oder gar nicht. JedeR hat Eltern, das gilt für alle. Aber da hören sich die Gemeinsamkeiten oft schon wieder auf.

Wie sind deine Eltern (gewesen)?

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Woran kannst du dich erinnern? Woran erinnerst du dich gerne? Was habt ihr gemeinsam gemacht, was ist das, woran du gerne denkst? (Es gibt immer etwas, was die Eltern gut gemacht haben, schließlich bist du am Leben und nicht verhungert oder verwahrlost.) Manchen Menschen fällt diese Übung nicht leicht, aber sie gehört auch dazu.

Womit bist du im Unfrieden? Was war nicht so gut, was hat dich verletzt oder gekränkt? Was konntest du ihnen bis jetzt noch nicht vergeben? Was hindert dich daran? Welche Gefühle kommen dir, wenn du an die dunklen Seiten deiner Kindheit denkst?

Bring es zur Sprache!

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Schreibe einen Brief, in dem du dir erlaubst, alle diese Gefühle und Erinnerungen auszudrücken. Lass das Kind, das du einmal warst, zu Wort kommen, drücke all deinen Ärger, deine Enttäuschungen, deine Ohnmacht aus, aber auch deinen Dank, deine Erfolge, deine Hoffnungen. Du musst diesen Brief nie abschicken, es ist gut, wenn du ihn für dich formulieren kannst. Verteidige dich, rechtfertige dich, nimm dich in den Arm.

Und wenn es dir wichtig ist, dann sprich mit deinen Eltern über das, was gut war und das, was dich / euch verletzt hat. Auch sie sind Kinder gewesen, die Eltern hatten. Es heißt nicht umsonst: „Die Krankheit eines Menschen beginnt bei der Geburt seiner Großeltern!“

Finde deinen Frieden, es wird euch allen gut tun.

Nicht immer ist es dafür notwendig, mit den Eltern direkt in Kontakt zu treten. Manchmal sind die Gräber (noch) zu tief, manchmal ist die Entfernung zu groß, und irgendwann einmal sind sie von uns gegangen. Das alles muss uns nicht daran hindern, mit den Eltern Frieden zu machen. Es ist eine Sache, die du mit dir ausmachen kannst.

Wenn du dabei Hilfe brauchst, wende dich an mich. Ruf an oder mach online ein Gespräch mit mir aus. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

 

Das Ende …

17. Mai 2016

Eines Tages werden wir aus unseren Körpern gehen.

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Wie ist das für Sie, wenn Sie diesen Satz lesen? Was geht in Ihrem Kopf, Ihrem Herz, Ihrem Körper vor, wenn Sie darüber nachdenken?

Was glauben Sie, dass danach kommt? Macht es Ihnen Freude, Hoffnung, Sehnsucht nach einem Mehr, einer Einheit, einem weiteren Leben?

Oder erfüllt es Sie mit Sorge und möchten Sie das Thema lieber vermeiden. Wer denkt schon an einem schönen Maientag an das Ende? Wo alles blüht und sprießt!

Gerade angesichts des Lebens können wir den Mut haben, uns mit dieser Frage zu beschäftigen! Wir sind eine kleine Weile auf dieser Erde – und das macht diese Zeit so ungeheuer wertvoll!

Wir haben Zeit, aber immer nur endlich viel Zeit.

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Wenn wir jung sind, erscheint uns das Leben endlos lang. Ein Jahr dehnt sich, dauert beinahe eine gefühlte Ewigkeit.

Wenn wir älter werden, sehen wir, dass Zeit ein kostbares Gut ist, mit dem wir immer sparsamer umgehen möchten. Zeit ist teurer als Geld, Zeit kann man nirgends ausborgen oder kaufen.

Ich finde es gut, dass wir diese  Zeit haben. HEUTE ist wichtig, heute ist der einzig wichtige Tag. Das Leben ist HEUTE, immer nur heute. Jetzt, in diesem Augenblick. Diesen Tag habe ich, alles andere ist ungewiss.

Genießen Sie den heutigen Tag – er kommt nie wieder!

… für immer und ewig …

9. Mai 2016

Mein Sohn wird in ein paar Tagen heiraten. Das macht mich stolz und glücklich, ich freue mich auf dieses Fest mit ihm, seiner Braut und allen Freunden und Familienangehörigen.

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Aber darf man sich angesichts der Scheidungszahlen noch darüber freuen? Müsste ich die beiden nicht warnen, sie davon abhalten?

Wie kann das gelingen – (möglichst) ein Leben lang zusammen zu bleiben? Wie wird man gemeinsam glücklich? Ist das überhaupt möglich? Worauf können wir hoffen? Was können wir von einander erwarten? Und warum scheitern so viele Ehen und Partnerschaften?

Wie kann Beziehung gelingen?

Meine Erfahrung ist, dass es wichtig ist, von der PartnerIn nicht die Rettung zu erwarten. JedeR ist für sein/ihr Glück selbst verantwortlich, und unsere Aufgabe in der Partnerschaft ist es, die/den anderen dabei zu unterstützen. Bei ihm/ihr zu sein, wenn sie/er es schwer hat, die Hand zu halten und den Rücken zu stärken, miteinander zu reden, über alles im Gespräch zu bleiben.

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Aber die eigenen Probleme sind immer die eigenen, und nur man selbst kann sie lösen. Das scheint unangenehm zu sein – „mach mich glücklich!“ ist so viel leichter. Aber das Problem ist: es funktioniert nicht. Nur man selbst kann die eigenen Probleme lösen – wenn der Partner/die Partnerin in mir etwas auslöst, muss ich selbst damit fertig werden. Nicht „Du musst dich ändern“ sondern „aha, ich hab da ein Problem, das muss ich jetzt lösen“.

Ich arbeite oft und gerne mit Paaren, sowohl denen, die einfach nur möchten, dass ihre Kommunikation besser wird oder die bereits in echten Schwierigkeiten stecken. Falls Sie dazu gehören, scheuen Sie sich nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen, telefonisch oder direkt online. Ich rede gerne mit Ihnen darüber.

… und jetzt gehe ich mich für die Hochzeit umziehen …!