Sommerreihe 2018: nach Lust und Laune 7: A wie Angst

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A wie Angst

 

Wenden wir uns nun im 2. Teil einigen speziellen Launen zu, und beginnen wir bei der Angst. Angst ist sicherlich ein sehr unangenehmes Gefühl, aber es ist auch dasjenige, das uns am Leben und gesund erhält. Stellen Sie sich nur einmal vor, wir hätten keine Angst vor den gefährlichen Dingen – das wäre wirklich lebensgefährlich!
Allerdings übertreibt die Angst auch gelegentlich: nicht alles, wovor man sich fürchtet, ist auch wirklich bedrohlich! Um nun das Gefährliche vom Ungefährlichen zu unterscheiden brauchen wir unsere Vernunft, das kann der Gefühlsteil des Gehirns nicht leisten. Wir dürfen herausfinden, was die Vernunft zu einer Situation sagt (Risikoabschätzung, Gefahrenbeurteilung), das ist wichtig für eine ordentliche und sinnvolle Verhandlung, wie ich Sie Ihnen letzte Woche vorgestellt habe.
Dann machen Sie es so, wie Sie es schon geübt haben: erst einmal atmen und warten (und dabei den Angst-Dino nicht füttern), indem Sie sich sagen: Ich habe gerade jetzt vor dieser speziellen Sache Angst. Atmen und warten Sie, bis das Gefühl der Bedrohung kleiner geworden ist. Und dann gehen Sie in Verhandlungen: „Es fühlt sich gefährlich an, UND meine Vernunft teilt mir mit, dass es durchaus Menschen gibt, die so eine Situation schon unbeschadet überlebt haben.“
Wenn es Ihnen gelingt, ist es immer eine gute Ideen, das mit einer Prise Humor zu spicken, in der Sie den „Dino“ mit einem Augenzwinkern zulächeln. (Wenn ich zB alleine in einem See schwimme, ist mir manchmal unheimlich, wenn die Fische springen, dann beruhige ich mich mit der Tatsache, dass mir wenig Angriffe von Kampf- oder Killerkarpfen in österreichischen Seen bekannt sind.)
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Experiment 7: die Angst beruhigen
Gehen Sie mit Ihren Ängsten freundlich um, die wollen Ihnen nur Ihr Leben oder Ihre Gesundheit sichern, aber erlauben Sie ihnen trotzdem nicht, die „Weltherrschaft zu erlangen“. Die Angst will nämlich gerne JEDES Risiko ausschließen, aber  das kann nicht gelingen, denn Leben ist schon einmal lebensgefährlich. Das Ziel kann nur sein, ein vertretbares Risiko einzugehen und nicht JEDES zu vermeiden.
Alle Menschen sterben erst an ihrem letzten Tag und keinen Tag früher! Das bedeutet: die meisten Tage unseres Lebens beenden wir durchaus lebendig. Nehmen Sie sich also freundlich in den Arm, wenn Sie sich das nächste Mal fürchten und geben Sie der Angst einen Platz, aber nicht mehr, als ihr hier und heute zusteht!
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