Sommerreihe 2018: nach Lust und Laune 8: B wie Begeisterung

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B wie Begeisterung

Letzte Woche war ein unangenehmes Gefühl dran, diesmal nehmen wir ein angenehmes: Begeisterung, Freude, Glück. Wie jedes andere starke Gefühl vergeht (leider, in diesem Fall) auch dieses ziemlich bald wieder: oft sind wir von etwas begeistert, aber in den „Mühen der Ebene“ vergeht die Freude an der Sache dann wieder.
Wenn wir uns die Begeisterung für eine Sache oder einen Menschen erhalten wollen, dann müssen wir „den Dino füttern“. Sie wissen inzwischen, wie das geht: am besten mit Sätzen wie „du bist immer so lieb zu mir“ oder „diese Sache ist mir einfach nie zu viel, weil sie mir immer so viel Freude macht“. Weil wir diese Gefühle schätzen, müssen wir sie umsorgen wie wir ein Haustier versorgen würden: regelmäßig füttern, gelegentlich den Mist wegräumen, und wenn es ihm nicht gut geht, mal auch professionelle Hilfe holen, damit es wieder gesund wird. Auf diese Weise bleiben auch die schönen Gefühle wie Begeisterung länger bei uns.
Es wird sich natürlich nicht ganz umgehen lassen, dass die auch die guten Gefühle einmal Pause machen, aber dann gilt auch wieder dasselbe wie für jede unserer Launen: in Verhandlungen treten. Wenn man keine Lust hat, sich für eine Sache einzusetzen, die einem im Grunde Freude macht, dann gilt es, Deals auszumachen: „ich mache das nur für eine Viertelstunde, dann mache ich eine Pause und setze ich mich  danach noch einmal eine Zeitlang hin“ oder „gut, im Moment ist die Begeisterung für diesen Menschen nicht so besonders, weil es etwas mühsam zwischen uns ist, aber ich weiß, dass es sich auszahlt, weil ich den Menschen im Grunde sehr mag, nur jetzt ist gerade eine Durststrecke.“
Wenn wir den Dino lang genug füttern, kommt er wieder zurück. Wenn wir in eine Sache Zeit und Aufwand investieren, wird sich das lohnen. Denn auch die guten Gefühle verschwinden, wenn wir nichts für sie tun, und das ist dann oft schade.
Und nicht notwendig.
Sie wissen, was Sie tun können.
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Experiment 7:
die Begeisterung versorgen
 
Ich lade Sie ein, sich hinzusetzen und zu überlegen, wofür Ihr Herz brennt oder gebrannt hat.
Falls es das noch immer tut: ausgesprochen fein.
Falls es aber eher im Abglühen ist: fachen Sie es noch einmal an! Machen Sie kleine Schritte bei den Dingen, die Sie begeistert haben, setzen Sie kleine Aktionen, die Sie nicht überfordern, aber dennoch die Sache weiterbringen: eine Viertelstunde das Buch schreiben, das Sie immer schon schreiben wollten, ein Spaziergang mit dem Menschen, den Sie so schätzen, eine Freundlichkeit hier, ein Einsatz dort.
Und freuen Sie sich daran, wie Ihr Haustier, das Sie schon fast für verendet gehalten haben, langsam wieder zum Leben erwacht!
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