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Ein gutes Jahr: Transformation 2021

6. April 2021

Diese Woche kommt mein Blogeintrag etwas später – Ostern wollte von mir gefeiert werden, und ich habe diesem Wunsch gerne entsprochen. Aber heute geht es wieder mit der Arbeit weiter, daher: ein gutes Jahr!

Verwandlung kann geschehen, das ist (auch) eine Botschaft von Ostern. Nichts ist je ganz zu Ende, immer geht es irgendwie weiter, wenn auch der Weg für uns oft nicht vorhersehbar ist.

Von Corona haben wir gelernt, wie Ansteckung geht, wie Veränderung geht, wie „leicht“ es ist, Altbekanntes neu zu gestalten. Wir waren uns so sicher, dass unser Leben in gewohnten Bahnen gehen wird, lediglich ein paar Unbekannte schien es zu geben – und dann DAS! Eine Fledermaus, die irgendwo in China in einer Suppe landet – und schon ist die Welt völlig verändert!

Wir sind verwundert, aber nicht wirklich überrascht. Aufmerksame BeobachterInnen der Welt haben schon lange vorhergesehen, dass es so mit der Welt und der Gesellschaft nicht weitergehen konnte.

Wir alle – und niemand darf sich da heraushalten aus der Verantwortung! – wir alle waren mehr an unserem eigenen Wohl als am Wohl der Weltgemeinschaft interessiert. Wir haben die Werte des Marktes so tief in uns aufgesogen, dass wir alle Bereiche danach ausgerichtet haben.

Auch Bereiche, in denen so eine Bewertung nichts verloren hat – und das sind die meisten menschlichen Bereiche! – waren (und sind immer noch) in dieses Denken einbezogen: wie viel leistet wer? Wie viel bringt es mir, mit diesem Menschen in Kontakt zu sein? Was habe ich von dieser Beziehung? Womit soll ich mich in der Freizeit sinnvoll und erfolgreich beschäftigen?

Ich bin keine Gegnerin des Marktes, dazu kenne ich mich viel zu wenig damit – oder mit den Alternativen – aus. Aber ich bin eine Gegnerin dessen, ALLES nach diesen Strategien auszurichten. Menschen, Ideen, Hobbys, Freude, Liebe, Einsatz für ein Projekt – all das sind Bereiche, in denen andere Maßstäbe zählen.

Und wir wissen das, denn wir spüren genau, wenn wir für etwas ge-, oder vielmehr missbraucht werden, für eine Statistik, für den Erfolg eines Menschen, für die Optimierung eines Projektes. Wir mögen das nicht, denn dann fühlen wir uns als Menschen nicht geschätzt. Das macht traurig, depressiv, ausgebrannt.

Die Alternative dazu ist, Dinge zu tun, die keinem Zweck dienen: die Natur beobachten, Katzenvideos im Internet anschauen, handarbeiten, malen, miteinander Freude und Spaß haben, lachen, singen, spazieren gehen oder wandern (ohne die Kalorien zu zählen), einander zuhören, Kindern beim Spielen zuschauen, …

Das sind Dinge, die „für nichts“ sind, aber deswegen nicht umsonst, denn sie verändern uns und unser Leben. Auf einmal bemerken wir, wie schön es sein kann, dieses Leben. Wie viel Freude es macht, wenn man nicht zählt, rechnet, wertet, sondern einfach IST.

Dann wird ein Lächeln zuerst uns selbst verändern, und sich dann über unser Umfeld ausbreiten, über den Ort, in dem wir wohnen, und letzten Endes über die ganze Welt.

Alle großen Bewegungen sind von einem einzigen Menschen ausgegangen, dessen Idee ansteckend war, und zwar so sehr, dass sie sich in weiten Kreisen ausgebreitet hat.

Sei dieser ansteckende Mensch, sei ein „Super-Spreader“ der Lebensfreude!

Sei positiv, im besten Sinn des Wortes!

Lebe so, dass Du davon verändert wirst, und unterschätze dabei niemals Deine Wirkung auf andere!