Archive for the ‘Jahreszeiten’ Category

Lustvoll: mit allen Sinnen genießen. Sommerreihe Teil 3: Augen-Blicke.

26. Juni 2017

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Augenscheinlich.

Es gibt so viel zu sehen: Schönes, Interessantes, Spannendes, Lustvolles, Komisches, Hässliches, Erstaunliches, Beklemmendes, Erfreuliches, … Vieles ist „schön für das Auge“, welches auch bei einer Mahlzeit mitisst, wir erfreuen uns an angenehmen Formen und Mustern. Das ist schon was für´s Auge!

Augen machen.

Was machen wir öfter: Fern-sehen oder weit-blicken? Suchen wir den Weitblick, wenn wir fern sehen? Was möchten wir gerne sehen, und was wollen wir dabei erkennen? Wie genau schauen wir? Wo schauen wir hin? Was sehen wir, wenn wir schauen? Für wen oder was haben wir Augen? Warum? Und umgekehrt: wie gut ist es, sich sichtbar zu machen, sich herzeigen zu können, oder auch sich zu verhüllen, wenn das notwendig ist?

Ins Auge fallen.

TränenWenn uns etwas zu viel wird, geht das Herz und gleichzeitig die Augen über: „Du hast ja Tränen in den Augen…!“ Tränen sind Zeichen von Emotionen: Freude oder Trauer, Hilflosigkeit, Überraschung, Erfolg, Ergriffenheit. Manche Menschen sind „nahe am Wasser gebaut“: sie weinen leichter, das ist aber kein Zeichen von größerer Berührbarkeit oder kleinerer Belastbarkeit, sondern eher von Gewohnheit oder Natur.

Augen auf.

Im Straßenverkehr. In der Natur. In der Kunst. Für die Schönheiten der Landschaft. Augen auf für die Situation der anderen: ihre Sichtweise, ihre Freuden, ihr Leid. Menschen wollen gesehen werden, wahrgenommen in ihrer ganz speziellen Situation: in ihrer Not, in ihrer Freude, ihrem Mut, ihrer Verzweiflung, ihrer Heldenhaftigkeit, ihrer Schönheit. Augen auf auch für einander: in die Augen schauen, einander wirklich sehen, wahr-nehmen, neugierig aufeinander sein. 

Augen zu.

person-864804_1280Wenn wir die Augen zu machen, schließt sich die äußere Welt für uns und die innere tut sich (leichter) auf. Das tun wir, um zu uns zu kommen, um einzuschlafen, um besser nachdenken zu können. Um nach innen zu gehen, um Innerlichkeit empfinden zu können, um die Stille besser wahrzunehmen, um zu lauschen, um intensiver zu spüren. Die meisten Menschen schließen die Augen, wenn sie küssen: manchmal sehen wir besser, wenn wir die Augen schließen. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, sagt der Kleine Prinz von Saint-Exupery.

Mit anderen Augen 

lade ich Sie ein, in dieser Woche umhergehen: schauen Sie, sehen Sie zu, achten Sie auf die Details, bewundern Sie Schönheit, wo immer Sie sie sehen. Haben Sie auch Augen für einander, schauen Sie jemandem tief in die Augen, mehr als nur einen Augenblick lang, versuchen Sie, zu erkennen, was man mit den Augen nicht sehen kann.

Himmelwärts

22. Mai 2017

birch-2300857_1280Am Donnerstag ist das Fest Christi Himmelfahrt. Die meisten von uns denken: einer der freien Donnerstage im Frühling. Gut, ein verlängertes Wochenende. Ich möchte es als Anlass verwenden, mit Ihnen über den „Himmel“ nachzudenken.

Glauben wir (noch) an einen Himmel?

Und wenn, ist der oben, unten, innen, außen?

Und was ist das, was wir für das Gegenteil davon halten? Viele werden antworten, die Hölle. Ja, das haben wir vielleicht einmal so gelernt. Auch eine gute Frage: 

Glauben wir (noch) an eine Hölle?

Und wenn, wo ist die: unten, oben, außen, innen?

Oder ist das Gegenteil davon Erde, irdisches Leben, Boden unter den Füßen, Realität? Das alles ist etwas leichter: wir müssen nicht an die Erde glauben, die erleben wir täglich. Dinge fallen hinunter, Richtung Erdmittelpunkt. Wir stehen auf dem Boden. Das irdische Leben ist unser Alltag. Die Realität ist das, womit wir klar kommen müssen.

Himmel – was ist das für Sie?couple-2308244_1280

Wenn es den gibt, wo ist der? Wie erleben Sie ihn? Kommt er erst oder ist er schon da?
Immer? Immer wieder? Niemals in diesem
Leben?

Wer oder was bringt sie in den „siebten Himmel“?

(Und wer oder was in den 1. bis 6. Himmel?) Das kann viel sein, erlauben Sie sich, da ganz offen zu sein: ein Mensch, eine Situation, ein Fußballtor, gute Musik, eine gelungene Arbeit, eine Versöhnungsgeste, ein Geschenk, ein Tag am Wasser.

Wir können Himmel auf der Erde erleben, wir können uns den Himmel, falls es einen nach diesem Leben gibt, auch nur mit irdischen Vorstellungen ausmalen. Aber das macht nichts. Himmel kann jetzt sein, immer wieder, wenn auch immer nur stückweise.

Gönnen Sie sich immer wieder Augenblicke des Himmels – Sie haben ihn verdient!

 

Auferstehung heute

17. April 2017

cross-1517092_1280Ostern, habe letzte Woche geschrieben, ist DAS zentrale Fest des Christentums. Denn da geht es um die Botschaft, die auch die Wichtigste für unsere abendländischen Werte ist:

das Leben ist größer als der Tod,

die Liebe ist stärker als die Angst,

das Lachen dauert länger als das Weinen.

Wir glauben an die Macht des Guten, wir wollen Freundlichkeit miteinander leben und erleben, wir wollen einander Gutes tun und Gutes erhalten. Das zeigt sich, indem wir einander beschenken: mit Eiern und Osterhasen, mit Geschenken und Besuchen, mit Zeit und mit Aufmerksamkeit, mit Freundschaft und Liebe.

Das ist Auferstehung heute:

einander dieses Gute zu tun, miteinander Freude zu erleben, die Freundlichkeit ausbreiten, respektvoll miteinander umgehen, sich und andere liebevoll behandeln.

Mehr ist es nicht. Aber weniger auch nicht.

Denn der Hass soll nicht in unserem Leben bleiben, die Angst nicht, das Misstrauen nicht und die Verzweiflung nicht. Nie müssen wir ganz die Hoffnung verlieren angesichts unseres Glaubens daran, dass alles gut ausgehen wird, dass die Dummheit nicht für alle tree-215970_640Zeit regiert, dass die Traurigkeit einer Hoffnung weichen wird, dass der Krieg mit einem Frieden endet und dass der Tod nicht das letzte ist, was von einem Menschen bleibt.

Ich lade Sie zu dieser Auferstehung ein – heute und alle Tage! In diesem Sinn: frohe Ostern, und glauben Sie an die Auferstehung, leben Sie sie!

Christliche Werte – was bedeutet das?

10. April 2017

IMG_0412In dieser Woche feiern wir die Karwoche – was wissen wir darüber?

Viel wird in den letzten Jahren über die sogenannten „christlichen Werte“ gesprochen, die in Gefahr sind. Vermeintlich durch die „islamische Invasion“. Aber ist das so?

Ist nicht das Verschwinden der christlichen Werte eher der Tatsache geschuldet, dass wir uns einfach nicht mehr dafür interessieren, was das Christentum ausmacht, was genau der Hintergrund unserer Kultur ist, worum es bei unserer Religion eigentlich geht?

Was wissen Sie über das Geschehen zu Ostern?

Ostern ist das zentrale Ereignis des Christentums, und da geht es nicht um Hasen und Ostereier, sondern um den Triumph der Liebe. Da geht es auch nicht darum, dass irgendein grausamer Gott ein Opfer braucht und deshalb sein Sohn auf brutale Weise sterben muss sondern darum, dass Liebe auf Dauer gewinnt.

Liebe ist stärker als der Tod.

Die Botschaft von Ostern ist, dass ein Mensch – egal, ob er der Sohn Gottes war oder nicht – sich nicht von der Idee, dass das Gute in der Welt siegen wird, hat abbringen lassen. Er war zutiefst davon überzeugt, dass Gott die Liebe ist, und dass diese Liebe am Schluss gewinnen wird. Er hat vom „Reich Gottes“ gesprochen und das auch gelebt: Liebe in all ihren Ausformungen: zum Nächsten, aber auch zu sich selbst, zu Freunden und Feinden, zu denen, die Gutes tun und zu denen, die darin versagen.

pencils-806604_1280Liebe ist stärker als die Angst.

Und dieser Mensch war bereit, alles für diese Überzeugung zu tun, sogar unter der Bedrohung seines Lebens. Er hat sich gefürchtet, er hat gehofft und gebetet, dass er sein Leben nicht dafür geben muss, dass es anders ausgeht als mit seinem Tod, aber er hat sich auch angesichts des Todes nicht von diesem Glauben an die Liebe, an das freundliche Miteinander, an das Gute in allen Menschen, abbringen lassen.

Und ist dafür sogar gestorben.

(Dass es dabei nicht geblieben ist, dass die Liebe sich letztendlich durchgesetzt hat und dass sie das immer wieder tut, ist die Botschaft von Ostern, und darüber möchte ich dann nächste Woche schreiben.)

Glaube an dich, glaube an deine Überzeugung,

sei bereit, dich dafür einzusetzen! Setz dich für die Liebe, für die Freundlichkeit, für ein gutes Miteinander ein – das sind die Werte, die es zu beschützen gilt. Und zwar nicht vor den „Anderen“, sondern vor uns selbst!

Tag- und Nachtgleiche

20. März 2017

 

day-1552119_1280Heute haben der Tag und die Nacht die gleiche Länge: gleich lange ist es hell wie dunkel. 

Ich habe ja den Eindruck, dass das fast programmatisch für das Leben ist: (mindestens) gleich oft ist es dunkel wie hell, gleich oft leicht wie schwer. 

Ich höre oft, dass viele Menschen meinen, dass es mehr Schlechtes als Gutes auf der Welt gibt, dass die Welt „früher besser“ war als heute, dass alles „den Bach hinuntergeht mit unserer Zeit und Kultur“. Ich sehe das nicht so. Wenn das so wäre, dann müsste die Welt schon längst untergegangen sein, denn Aussagen wie diese finden wir schon bei den alten Römern (“ o tempora, o mores“ – Welche Zeiten, welche Sitten!)

Im Gegenteil: die meisten von uns bemühen sich, das Gute zu tun, richtig zu handeln, gutepeople-1209916_1280 Dinge für sich und ihre Lieben zu bewirken. Und viel mehr Dinge im Alltag gelingen als scheitern. Wir dürfen dabei die vielen kleinen Situationen im Blick behalten: dass wir erfolgreich aufgestanden sind, uns gewaschen haben und etwas zum Anziehen gefunden haben. Und das geht den ganzen Tag so weiter: wir kommen in die Arbeit, erledigen unsere Aufgaben, ganz besonders die kleinen, unauffälligen, sind in Kontakt mit den KollegInnen, finden Lösungen, essen ohne alles zu verschütten, kommen heim, sind in Beziehungen, bei denen wir die meiste Zeit nicht in Konflikt sind, etc. 

Ich weiß, das sind keine HeldInnentaten. Aber das müssen sie auch nicht sein. Sie sind uns
gelungen, um das geht es. Denn die kleinen Misserfolge bewerten wir ja auch, und werten sie meist sehr viel stärker. Wenn wir zB einen Fleck auf die Kleidung machen, finden wir das schlimmer als die Tatsache, dass wir das an anderen Tagen nicht haben. Wenn wir bei einer Aufgabe scheitern erklären wir uns zu VersagerInnen, nicht aber zu SiegerInnen, wenn wir eine gut gelöst haben.

Erlauben Sie sich also, die hellen Seiten Ihres Lebens zu sehen, glauben Sie an das Gute in Ihnen, in Ihren Handlungen. Ich habe letztens den schönen Satz von Macrina Wiederkehr  gelesen: 

Hilf mir, die Wahrheit über mich selbst zu glauben,
egal, wie schön sie ist.
Das wünsche ich Ihnen: glauben Sie an das Schöne.
In sich, in Ihrer Umgebung, in der Welt, im Leben.

 

Valentinstag

13. Februar 2017

IMG_0279Wie zeige ich meine Liebe? Wie drücke ich gut aus, was ich für die andere Person empfinde? Was ist eine gute Liebeserklärung, die auch als solche ankommt?

„Was wünscht du dir als Zeichen meiner Liebe? Was kann ich tun, um dich glücklich zu machen?“

Was braucht meine PartnerIn, um sich geliebt zu fühlen?  Man kann nie von sich auf die/den Anderen schließen: was mich glücklich macht, ist nicht automatisch das, was die andere genauso freut. Das braucht eine Portion Demut, selbst wenn wir einander schon lange kennen, kann ich nachfragen.

Vielleicht ist das schönste Geschenk zum Valentinstag heuer nicht das, was du willst sondern das, was deine PartnerIn sich wünscht? Blumen, Essen, Geschenke sind Dinge, die gerne verschenkt werden – nicht so gerne ist, die Garage aufzuräumen, das Bild aufzuhängen, die Klospülung zu reparieren oder einmal ganz anderen Sex zu haben.

Nur deine Frau / dein Mann kann sagen, wann er/sie sich geliebt fühlt. Mach heuer eine Liebeserklärung, die überraschend anders ist! Und lass dich überraschen von dem, was dann möglich ist. Echte Liebe macht immer mehr möglich als wir denken. 

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Hilflosigkeit

30. Januar 2017

hobo-315961_1280Welchen Menschen in deinem Leben gegenüber fühlst du dich hilflos oder ohnmächtig? Was tun diese Menschen, wie sind sie, dass du dich so fühlst? Gibt es etwas, was dich auf jeden Fall einschüchtert?

Wo hast du deine Macht über dein Leben noch nicht bewusst übernommen?

Wie fühlt es sich an, hilflos, mutlos, ein Opfer zu sein? Oder zu bleiben? Was ist der Vorteil davon, in der Hilflosigkeit stehen zu bleiben?

Wie fühlt sich für dich der folgende Gedanke an: Ich bin machtvoll, ich kann Dinge verändern. Denk daran, alle großen Bewegungen der Menschheit haben mit einem Menschen angefangen, der/die eine  Idee hatte!

Ohnmacht ist manchmal kurzfristig bequem, weil dann „die anderen“ die Schuld tragen: der/die PartnerIn, die Kinder, „die da oben“, das politische Establishment, die Kapitalisten, der Chef, die Vorgesetzte, …

Triff eine Entscheidung: ich habe die Macht, mein Leben zu gestalten!

Wenn Sie mit mir darüber reden möchten, freue ich mich, das zu tun. Machen Sie einen Termin online aus oder kontaktieren Sie mich. Ich spreche gerne mit Ihnen über diese oder auch andere Probleme.

Raunächte, Nachspiel: 6. Jänner: Dreikönigstag

6. Januar 2017

 

salige-frauenDie „Drei Bethen“ oder die drei „saligen Frauen“

Die „3 Bethen“ Ambeth, Wilbeth und Borbeth haben keltische Wurzeln und stehen in engem Zusammenhang mit Frau Percht. Man kann sie auch als Schicksalsgöttinnen un somit als Teile der Urmuttersymbolik bezeichnen.

Die drei Bethen galten als gütige Frauen, die durch das Land zogen, Gaben verschenkten und gute Ratschläge erteilten. So wie die Nornen waren sie für das Schicksal der Menschen zuständig. Die Bethen sind auch als „Salige Frauen“ bekannt. Das Wort „salig“ ist keltisch und bedeutet „heilig“.

Die Heil bringenden drei Damen waren sozusagen die Vorgängerinnen der Heiligen Drei Könige und ebenso am 6. Jänner für die Haussegnung zuständig. Sie hinterließen ihre Kreidezeichen an Stall- und Haustüren in Form der Runen Kenaz, Berkana und Ehwaz – so wie die heutigen Könige mit C+M+B.

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Mit der Zeit ging das Brauchtum der drei Bethen auf die Anbetung der „Heiligen Drei Madln“ Catharina, Margaretha und Barbara über, und diese dann wieder in die Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar.

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Ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr alles Gute und viel Segen.

Begleiten Sie mich weiter auf meinem Blog, der „reguläre Betrieb“ geht wieder am 9. Jänner weiter, mit Beiträgen einmal in der Woche, meistens am Montag. Sie verpassen keinen Eintrag, wenn Sie den Button „diesem Blog folgen“ auf der Startseite anklicken und Ihre Emailadresse angeben.

Wenn Sie mich treffen und über eines der vergangenen Themen, oder auch ein anderes, das für Sie ein Problem darstellt, reden wollen, dann freue ich mich, wenn Sie mich kontaktieren oder gleich online einen Termin ausmachen.

 

 

Raunächte 12: 5. Dezember: die Perath-Nacht, Hexe Befana.

5. Januar 2017

2-tiroler-schiach-perchten-und-1-schon-perchten-maske-20-jhdtDen Abschluss der Raunächte bildet die Perath-Nacht von 5. auf den 6. Jänner. Diese Nacht wird auch als „Nacht der Wunder“ bezeichnet oder als „Kinderbringende Nacht“.

Der Wind um Mitternacht soll besonders heilig sein, deshalb soll man um Mitternacht Fenster und Türen weit öffnen und den heiligen Wind in das Heim lassen.

Perchtenumzüge

Es gibt heute vielerorts eindrucksvolle Perchtenumzüge: Schön- und Schiarchperchten. Beide Seiten erwachsen ursprünglich aus derselben Figur: es geht um Licht und Dunkel, Gut und Böse, das Schöne und das Hässliche. Frau Percht ist ganzheitlich, sie trägt die Aspekte des Lebens und des Sterbens in sich. Die schönen und hässlichen Masken der Perchtenumzüge machen das heute noch sichtbar. Von den Perchten wird nur Frau Percht ins Haus gelassen, mit ihrem Besen kehrt sie das Unglück hinaus, begleite von dem Spruch:

„Glück hinein,

Unglück hinaus,

die Percht kommt ins Haus.“

perchtensprungDer Perchtensprung

Am Abend des 5. Jänner treffen sich Frauen zum Perchtensprung, bei dem sie über ein offenes Feuer springen. Damit verbrennen sie sinnbildlich mit dem Perchtenfeuer alles Alte und Verbrauchte und drücken mit dem Sprung die Bereitschaft für Veränderung und Neues aus. So bringen sie symbolisch neue Energie in ihr Leben. Frau Percht soll Kraft geben für das neue Jahr.

Die Perchtmilch

Vielerorts wird in der Perathnacht die „Perchtmilch“ bereitgestellt. Am nächsten Tag, also am 6. Jänner, sollen die BewohnerInnen und auch die Tiere des Hofes von dieser Milch trinken. Das soll Segen und Fruchtbarkeit für das neue Jahr bringen. Heute wird diese Milch auch als „Dreikönigsmilch“ bezeichnet. 

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Im italienischen Volksglauben ist die Hexe Befana in der Nacht auf ihrem Besen unterwegs, um das Christkind zu suchen. Dabei bringt sie Geschenke mit. Dieser Brauch geht darauf zurück, dass „Epiphanie“, das Dreikönigsfest, älter ist das das Weihnachtsfest am 24. Dezember. Der Sage nach soll die Hexe Befana von den Hirten die frohe Botschaft der Geburt Jesu gehört haben, und wie diese sich auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben. Der Stern sollte sie leiten, aber da sie zu spät aufbrach, verpasste sie ihn und machte sich auf die mühsame Suche nach dem Christkind.

Raunächte 11: 4. Jänner: die Nornen

4. Januar 2017

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Vorherbestimmung oder Selbstverantwortung?

Der Glaube an ein vorherbestimmtes Leben war bei den Germanen weit verbreitet und es gab die Vorstellung, dass während der Raunächte die Schicksalsfäden der Menschen von den Nornen neu gesponnen würden. Sie wurden auch als Schicksalsweberinnen bezeichnet, die mit ihren unsichtbaren Fäden das Schicksal der Menschen bestimmen. (Das war auch der Grund, warum alle anderen Spinnräder still stehen sollten – damit die Nornen nicht gestört werden).

virginia-live-oak-440351_1280Das Los eines Menschen setzt sich aus den Fäden vergangener, gegenwärtige und zukünftiger Tagten zusammen. Urd, die Norne der Vergangenheit,  Verdani, die Norne der Gegenwart und Skuld, die Norne der Zukunft sitzen am Fuß des Weltenraumes Yggdrasil und weben an der Bestimmung der Menschheit. Yggdrasil ist in der nordischen Mythologie der Name des Weltenraumes, der sinnbildlich für das ganze Universum steht.

Besuch bei den „inneren Nornen“

Ich glaube auch, dass die Taten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft für unser glückendes Leben entscheidend sind. Wie wir diese Taten tun und wie wir sie verweben – das liegt zum Glück in unserer Hand. Besuchen Sie Ihre „inneren Nornen“ und sehen Sie zu, wie das, was Sie getan und erlebt haben, Ihre Gegenwart bestimmt. Wenn Sie damit einverstanden sind, nicken Sie den „Nornen“ freundlich zu und gehen Sie weiter.

Wenn Sie nicht zufrieden sind, dann achten Sie darauf, was Sie ab jetzt denken, reden und handeln, damit Sie bei Ihrem nächsten Besuch bei den Nornen ein anderes Ergebnis haben. Es ist in Ihrer Hand, wie Sie Ihr Leben gestalten. Auf alle Ereignisse – die Sie natürlich oft nicht beeinflussen können – ist Ihre Reaktion, die Konsequenzen, die es für Sie hat immer in Ihrer Entscheidung: Sie sind der/die SchmiedIn Ihres Lebens!

Heute in einem Jahr soll Ihnen nicht leid tun, dass Sie heute nicht begonnen haben!