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Lustvoll: mit allen Sinnen genießen. Eine Einführung in die heurige Sommerreihe.

12. Juni 2017

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Heute beginnt meine Sommerreihe, und ich habe beschlossen, sie der Lust zu widmen. Viele denken dabei vielleicht vorrangig um Sex und Erotik, ja darum wird es auch gehen. (Am Ende, damit Sie am Ball bleiben ;), ein bisschen fies, aber was soll´s: Sex sells!)

Lust bedeutet, sinnlich zu genießen und wir werden uns mit den Sinnen beschäftigen, und wie wir diese Sinne zum Lustgewinn gebrauchen können (bzw. was wir alles tun, mit dem wir es manchmal verhindern).

Ich möchte mit der Frage beginnen, ob es überhaupt „erlaubt“ ist, Lust zu haben. Ein Witz sagt, alles, was Spaß macht, ist entweder eine Sünde oder es macht dick. Lust zu haben ist verboten, unmoralisch oder ungesund?

Wie geht es Ihnen, wenn Sie „lustvoll“ hören?

Wir alle werden aufmerksam – entweder wegen der Vorfreude oder wegen der Angst. Das ist nebenbei bemerkt auch der Grund, warum „Sex sells“: weil es zwar verboten ist, aber dennoch unsere Neugierde weckt.

Wieso bekomme ich nur Bilder von halbnackten Frauenkörpern, wenn ich Sinnlichkeit google? Was ist mit den Männern – leben die nicht sinnlich? Oder Kinder? Ich kenne kaum Erwachsene, die so lustvoll sinnlich sein können wie Kinder, die ihre Freude an der Körperlichkeit noch nicht verloren haben. Ein Kleinkind, das in die Luft geworfen und wieder aufgefangen wird, beim Schaukeln, ein schmatzender Säugling, ein Kind, das im Sand spielt, mit viel Wasser alles zu einem dicken Brei macht – all das ist Sinnlichkeit pur.

Lust ist ein Körpergefühl – dass es gut ist, diesen zu haben, und ihn zu spüren. Der Körper ist ein „Spielzeug“, das wir bekommen haben und das wir lernen müssen, richtig zu benutzen. Dann macht es sehr viel Freude. Aber wenn man ihn nicht mag und daher nicht gut behandelt, geht auch die Lust flöten.

Ich will Lust erleben, ich will mit allen Sinnen leben, ich will Freude am Leben haben!say-yes-to-the-live-2121044_1280

Können Sie das so für sich unterschreiben, oder was passiert mit Ihnen, wenn Sie so ein Bekenntnis zum lustvollen Leben hören? Gibt es (vielleicht eine alte) Scheu, ein altes Verbot? Wollen Sie um jeden Preis brav sein, moralisch leben, nicht dick werden? All das sind gute Vorsätze, gegen die gar nichts einzuwenden ist – aber UM JEDEN PREIS?

Was ist der Preis, den Sie für Ihr Brav-sein bezahlen?

Bei den meisten Menschen ist es die Lust, die man verliert. Keine Freude am Leben, innere Leere, Sinnlosigkeitsgefühle. Das ist schade, und gar nicht notwendig. Denn lustvoll zu leben ist nicht automatisch unmoralisch oder ungesund. Lustvoll zu leben ist nicht ein Leben „nach Lust und Laune“, mit keinem Gedanken an morgen. Lustvoll ist offen für alle Möglichkeiten, schließt erst einmal nichts aus und sagt eher „Warum nicht“ als „Geht nicht“.  Die Lust sagt zu etwas Unbekannten „aha, interessant“ und nicht „igitt, kenn ich nicht“.

Lassen Sie sich nicht von Angst leiten

sondern von Lust verführen!

 

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Beiträge gefallen und freue mich, wenn Sie öfter mal „vorbeischauen“ oder auch persönlich mit mir Kontakt aufnehmen!

 

Höllenqualen

29. Mai 2017

300px-TheGreatLastJudgementWeil wir letzte Woche über den Himmel nachgedacht haben, möchte ich heute die Hölle nachreichen. Auch das ist ein Thema, mit dem wir immer wieder konfrontiert werden.

Wie oder was ist diese Hölle?

Viele von uns werden dabei durch Bilder wie diesem hier von Peter Paul Rubens geleitet, in denen (meist nackte) Menschen von Teufeln im Feuer gequält werden. Diese Bilder, die den Menschen früher wirklich Angst gemacht haben (und die wir häufig als erotisch betrachten) sind viel wirkungsvoller als uns bewusst ist.

Und an so etwas glauben wir heute wirklich nicht mehr! 

Dass es unwahrscheinlich ist, dass wir nach dem Tod noch einen Körper haben werden, ist der eine Einwand, der andere, dass wir nicht an eine Macht glauben wollen, die zu solcher Brutalität fähig ist.

Mit dem Tod öffnen sich nicht die Tore zur Hölle, sondern sie schließen sich!

Andererseits zweifelt niemand daran, dass es eine Hölle gibt!

Hölle ist eine qualvolle Realität von vielen Menschen, und meist sind die Verursacher dieser Höllen auch wieder Menschen! Die Hölle, das sind die anderen“, sagt Jean Paul Sartre, und das kennen wir: Krieg, Ausbeutung, Kapitalismus, Versklavung, Menschenhandel, Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Unterdrückung oder Psychoterror sind traurige Wirklichkeiten im Leben vieler Menschen.

Und auch wir selbst können uns das Leben zur Hölle machen.

Ich erlebe so viele Menschen, die sich selbst schlecht machen, die sich selbst hassen, kein gutes Haar an sich lassen, die sich ununterbrochen kritisieren und verurteilen. Die nichtheart-1377475_1280 aufhören, bis ihr Herz zerstört ist, bis sie jeden Glauben an sich und an alles Gute verloren haben. Denen es dann schwer fällt, sich lieben zu lassen und Menschen an sich heranzulassen.

Wir können wenig tun, damit andere Menschen aufhören, einander Hölle zu sein, aber wir können uns selbst ändern, unseren Umgang mit uns und mit unserer Umwelt.

Stoppen Sie die Hölle in sich, machen Sie sich nicht selbst das Leben zur Hölle.

Himmelwärts

22. Mai 2017

birch-2300857_1280Am Donnerstag ist das Fest Christi Himmelfahrt. Die meisten von uns denken: einer der freien Donnerstage im Frühling. Gut, ein verlängertes Wochenende. Ich möchte es als Anlass verwenden, mit Ihnen über den „Himmel“ nachzudenken.

Glauben wir (noch) an einen Himmel?

Und wenn, ist der oben, unten, innen, außen?

Und was ist das, was wir für das Gegenteil davon halten? Viele werden antworten, die Hölle. Ja, das haben wir vielleicht einmal so gelernt. Auch eine gute Frage: 

Glauben wir (noch) an eine Hölle?

Und wenn, wo ist die: unten, oben, außen, innen?

Oder ist das Gegenteil davon Erde, irdisches Leben, Boden unter den Füßen, Realität? Das alles ist etwas leichter: wir müssen nicht an die Erde glauben, die erleben wir täglich. Dinge fallen hinunter, Richtung Erdmittelpunkt. Wir stehen auf dem Boden. Das irdische Leben ist unser Alltag. Die Realität ist das, womit wir klar kommen müssen.

Himmel – was ist das für Sie?couple-2308244_1280

Wenn es den gibt, wo ist der? Wie erleben Sie ihn? Kommt er erst oder ist er schon da?
Immer? Immer wieder? Niemals in diesem
Leben?

Wer oder was bringt sie in den „siebten Himmel“?

(Und wer oder was in den 1. bis 6. Himmel?) Das kann viel sein, erlauben Sie sich, da ganz offen zu sein: ein Mensch, eine Situation, ein Fußballtor, gute Musik, eine gelungene Arbeit, eine Versöhnungsgeste, ein Geschenk, ein Tag am Wasser.

Wir können Himmel auf der Erde erleben, wir können uns den Himmel, falls es einen nach diesem Leben gibt, auch nur mit irdischen Vorstellungen ausmalen. Aber das macht nichts. Himmel kann jetzt sein, immer wieder, wenn auch immer nur stückweise.

Gönnen Sie sich immer wieder Augenblicke des Himmels – Sie haben ihn verdient!

 

Achtsamkeit – sich selbst gegenüber

15. Mai 2017

i-am-954818_1280Wir haben in den letzten Wochen viel Achtsamkeit geübt: dem Klang der Welt lauschen, Menschen zuschauen, sich Gründe für sie ausdenken, die eigene Bewertung und Sichtweise relativieren.

Wenn Sie das alles geübt haben, lade ich Sie zu einem weiteren Schritt ein:

Sich selbst gegenüber achtsam zu sein.

Beobachten Sie Ihre Gedanken und Gefühle, wie Sie das schon von den anderen Schritten kennen: ohne vorschnelle Wertung, vor allem ohne Verurteilung. Bleiben Sie dabei, diese Gedanken oder Emotionen wahrzunehmen, was auch immer es ist. Sie können Ihnen noch so lustig, banal, kompliziert, übertrieben erscheinen – lassen Sie sich einfach so, wie Sie sind.

Auch diese Übung können Sie überall und jederzeit machen!

Ob Sie unterwegs sind oder zuhause, ob Sie arbeiten oder Freizeit haben, ob Sie alleine sind oder unter Menschen, ob Sie sich anstrengen oder kurz vor dem Einschlafen sind – überall, jederzeit. Die Frage, die Sie sich stellen können ist: wie sind meine Gedanken, was fühle ich gerade – im Körper oder in der Seele?

nothing-1820481_1280Alles ist gleich gut, alles ist erlaubt, alles ist in Ordnung!

Gehen Sie davon aus, dass auch Sie gute Gründe dafür haben, was Sie denken oder empfinden. Schimpfen Sie nicht mit sich, wenn Sie etwas gemacht haben, was nicht so zielführend war wie Sie es gerne gehabt hätten. Beobachten Sie, nehmen Sie wahr und lassen Sie es (für den Moment) einfach sein.

Diese Übung hat enorme Auswirkungen – ich schlage vor, Sie üben das einmal und wir kommen später wieder darauf zu sprechen. Viel Freude mit dieser Übung!

Tag- und Nachtgleiche

20. März 2017

 

day-1552119_1280Heute haben der Tag und die Nacht die gleiche Länge: gleich lange ist es hell wie dunkel. 

Ich habe ja den Eindruck, dass das fast programmatisch für das Leben ist: (mindestens) gleich oft ist es dunkel wie hell, gleich oft leicht wie schwer. 

Ich höre oft, dass viele Menschen meinen, dass es mehr Schlechtes als Gutes auf der Welt gibt, dass die Welt „früher besser“ war als heute, dass alles „den Bach hinuntergeht mit unserer Zeit und Kultur“. Ich sehe das nicht so. Wenn das so wäre, dann müsste die Welt schon längst untergegangen sein, denn Aussagen wie diese finden wir schon bei den alten Römern (“ o tempora, o mores“ – Welche Zeiten, welche Sitten!)

Im Gegenteil: die meisten von uns bemühen sich, das Gute zu tun, richtig zu handeln, gutepeople-1209916_1280 Dinge für sich und ihre Lieben zu bewirken. Und viel mehr Dinge im Alltag gelingen als scheitern. Wir dürfen dabei die vielen kleinen Situationen im Blick behalten: dass wir erfolgreich aufgestanden sind, uns gewaschen haben und etwas zum Anziehen gefunden haben. Und das geht den ganzen Tag so weiter: wir kommen in die Arbeit, erledigen unsere Aufgaben, ganz besonders die kleinen, unauffälligen, sind in Kontakt mit den KollegInnen, finden Lösungen, essen ohne alles zu verschütten, kommen heim, sind in Beziehungen, bei denen wir die meiste Zeit nicht in Konflikt sind, etc. 

Ich weiß, das sind keine HeldInnentaten. Aber das müssen sie auch nicht sein. Sie sind uns
gelungen, um das geht es. Denn die kleinen Misserfolge bewerten wir ja auch, und werten sie meist sehr viel stärker. Wenn wir zB einen Fleck auf die Kleidung machen, finden wir das schlimmer als die Tatsache, dass wir das an anderen Tagen nicht haben. Wenn wir bei einer Aufgabe scheitern erklären wir uns zu VersagerInnen, nicht aber zu SiegerInnen, wenn wir eine gut gelöst haben.

Erlauben Sie sich also, die hellen Seiten Ihres Lebens zu sehen, glauben Sie an das Gute in Ihnen, in Ihren Handlungen. Ich habe letztens den schönen Satz von Macrina Wiederkehr  gelesen: 

Hilf mir, die Wahrheit über mich selbst zu glauben,
egal, wie schön sie ist.
Das wünsche ich Ihnen: glauben Sie an das Schöne.
In sich, in Ihrer Umgebung, in der Welt, im Leben.

 

Bedauern und Verzeihen

20. Februar 2017

face-1190352_1280Was bereust du oder bedauerst du heute, in deinem Leben gemacht oder gerade nicht gemacht zu haben? Was tut dir leid? Wo hast du zu früh umgedreht, wo bist du zu spät draufgekommen, dass du auf einem schlechten Weg bist?

Welche Beziehung hättest du eingehen, welche (früher) beenden sollen? Wo bist du dir selbst nicht treu geblieben, wo deineR PartnerIn nicht?

Was hast du bei deiner Familie nicht gemacht, oder was hast du gemacht, was sich als nicht hilfreich herausgestellt hat? Wo bist du dir und deiner Familie etwas schuldig geblieben?

Und wo hast du dich selbst verletzt, bist dir selbst etwas schuldig geblieben? Wo hast du vergessen, wie gut du bist, wie schön du bist, wie wertvoll du bist? Hast dein Licht „unter den Scheffel“ gestellt, hast dir nicht genommen, was dir zugestanden wäre?

Welche Fehler hast du begangen? Welche waren vielleicht gar keine sondern eine wertvolle Erfahrung auf deinem Weg? Und die, die echte Fehler waren – kannst du sie dir verzeihen? Was hast du daraus gelernt? (Es ist ja keine Tragödie, Fehler zu machen, richtig dumm ist nur, nichts daraus gelernt zu haben!)

map-2038769_1280Stell dich vor einen Spiegel und sei ehrlich zu dir. Es macht nichts mit deinem Wert als Mensch, wenn du einen Fehler zugibst, im Gegenteil: echte Menschen stehen zu ihren Fehlern.

Alle Menschen machen Dinge schlecht, das gehört (leider) zu unserem Leben dazu. Andererseits: aus Fehlern lernen wir. So haben wir gehen gelernt, reden, schreiben, lieben.

Habe den Mut, Fehler zu machen und daraus zu lernen! Liebe dich (trotzdem). Nicht wer keine Fehler macht, ist liebenswert sondern wer ehrlich ist und bemüht, diese in Zukunft zu vermeiden.

Liebe dich – du bist es wert!

 

 

Partnersuche

9. Januar 2017

online-dating-570216_1280Suchst du oder wünscht du dir eine Partner/einen Partner? Was ist dein Motiv? Was wünscht du dir von ihm/ihr? Was soll er oder sie dir geben, was du jetzt nicht hast? Welche Bedingungen und Erwartungen hast du an ihn oder sie?

Oft entstehen Schwierigkeiten in Partnerschaften dadurch, dass wir uns vom Anderen wünschen, dass er/sie unsere Probleme löst, unsere Wünsche befriedigt, unsere Träume erfüllt.

Aber das ist unsere eigene Aufgabe!

Niemals kann der Partner / die Partnerin unsere Sehnsucht nach Glück (alleine) stillen. Der/die Andere kann Bedingungen schaffen, die es uns erleichtern oder erschweren, glücklich zu sein, aber glücklich MACHEN kann uns niemand. Das ist unsere eigene Aufgabe: ich muss mich mit mir aussöhnen, ich muss mich lieben, mich (mein Leben lang) begleiten, zu mir stehen. Wenn ich diese Aufgabe an jemanden anderen abgebe, klingt das zwar zuerst verlockend, aber es ist auch gefährlich, denn es macht abhängig.

Sind wir nicht immer abhängig von einer PartnerIn?

Ja, insofern, als es uns nicht egal ist, ob wir geliebt werden oder nicht. Als es immer schön und fein ist, gemocht zu werden, in meiner Würde und Schönheit gesehen zu werden. Ich winnie-pandey-1798809_1280will nicht verlassen werden, ich will geliebt werden – von dem Menschen, der meinE
PartnerIn ist. Aber fundamental wichtig ist immer die Beziehung, die ich zu mir selbst habe: wenn ich mich selbst mag, kann ich mich um mich selbst kümmern, dann muss diese Aufgabe nicht jemand anderer für mich erledigen.

Liebe dich selbst – dann ist dein Partner/ deine Partnerin von dieser Aufgabe befreit.

Dann könnt ihr einander frei begegnen, dann ist nicht immer die Frage da, ob du genug bekommst, ob du mehr gibst als du bekommst. Denn dann bist du schon reich, geliebt und geschätzt. Und du kannst deiner PartnerIn auch in Freiheit begegnen, wenn sie/er dich nicht immer mit Vorwürfen bombardiert, weil du seine /ihre Wünsche nicht erfüllt hast.


Eine Beziehung ist keine gegenseitige Verpflichtung zur Versorgung unerfüllter Wünsche,

love-1013708_1280keine Versicherung, keine Wunscherfüllungsmaschine zur Nachbesserung kindlicher Bedürfnisse. Eine Beziehung ist dafür da, den anderen in seiner/ihrer Freiheit, Schönheit und Würde in Liebe zu begleiten, nur dann ist sie frei. Und so eine Form der Beziehung sprengt alle Erwartungs-Rahmen, in die wir einander zu zwängen versuchen, die lässt frei zur gegenseitigen Freude aneinander.

 

Wenn Sie zu diesem oder einem anderen Thema mit mir reden möchten, freue ich mich, Sie kennenzulernen. Bitte rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin aus, und sprechen wir über die Dinge, die Sie beschäftigen. Ich bin überzeugt: reden hilft!

 

 

Kritik von anderen

14. November 2016

index-315754_1280Fühlst du dich verletzt, wenn andere etwas an dir auszusetzen haben, wenn du kritisiert wirst?

Es gibt Kritik, die hilfreich ist: wenn sie nicht zerstörend sondern unterstützend gebracht wird: „Schau, das könntest du noch besser machen, für dieses Problem muss es andere Lösungsmöglichkeiten geben, deine ist nicht hilfreich …“

Diese Kritik ist wichtig, sie hilft dir, dich weiter zu entwickeln und zu lernen!

Dann gibt es natürlich noch die, die einfach nur verletzend ist, die zerstörend ist, die wir, selbst wenn sie inhaltlich angebracht ist, nicht verwerten können: „Du bist dumm, du kannst gar nichts, du wirst es nie zu etwas bringen!“ Diese Art der Kritik ist meist allgemein, wenig konkret und zielt mehr auf deine Person als auf dein Verhalten.

Diese negative Kritik hören wir am besten gar nicht, oder nehmen sie als Ausdruck des Charakters der Person, die sie gesagt hat.

Aber die Art, wie du Kritik wahrnimmst, kann auch ein Spiegel deiner geringen Selbstliebe oder deiner Unsicherheit sein.

unsure-315080_1280Solange du dich nicht selbst liebst und mit allem annimmst – gut und schlecht – , wird dich jede Kritik treffen, auch wenn sie aufbauend und positiv gemeint ist.  Du machst Dinge ungeschickt oder sogar manchmal falsch, daran kann man nichts ändern. Wir sollen versuchen, sie gering zu halten und an uns zu arbeiten, aber:

Fehler sind die Regel und nicht die Ausnahme.

(So wie es nie gelingen wird, dass bei einer Wahl, an der 100.000 Wahlhelfer beteiligt sind, alle 100% perfekt arbeiten, in keinem Land der Welt!)

Lerne, dich mit deinen Fehlern liebevoll zu akzeptieren und auszuhalten, dass du – wie alle anderen auch – nicht perfekt bist.

Genau so, wie ich bin, bin ich das Beste, was dem Leben zum Thema Mensch eingefallen ist!

(Und alle anderen auch!. Das Leben hat eine witzige Fantasie :))! )

Wenn Sie zu diesem oder einem anderen Thema mit mir reden möchten, freue ich mich, wenn Sie das tun. Rufen Sie mich an, mailen Sie mir oder machen Sie online einen Termin mit mir aus, ich versuche immer, möglichst zeitnah einen Termin für ein Erstgespräch zu finden. 

 

Schamgefühle

10. Oktober 2016

little-boy-1635065_1280Im Laufe unseres Lebens erleben wir viel, und nicht auf alles schauen wir später auch zufrieden zurück: manches ist uns peinlich, und wir sind beschämt. Das kann etwas sein, was wir selbst getan haben oder was mit uns geschehen ist.

Was ist diese peinlichen oder unangenehmen Dinge, an die du dich immer noch erinnerst?

Was genau war damals peinlich, wofür hast du dich geschämt? Und wie denkst du heute darüber, welche Bedeutung hat es jetzt noch? Manche Dinge, die uns einmal peinlich waren, sind heute einfach lustige Anekdoten, die wir in geselliger Runde erzählen und über die wir lachen können.

 Aber manches Peinliche hält lange Zeit an und quält uns heute noch.

Das muss nicht so sein, denn: ES IST VORBEI!

Was auch immer es war, heute ist es nicht mehr, und es hat keine Macht mehr über dich, es sei denn, du hältst daran fest.

  • Wenn du in deiner Kindheit gehänselt worden bist – heute bist du erwachsen: es ist vorbei.
  • Wenn dir schlimme Dinge geschehen sind – heute lebst du in Sicherheit: es ist vorbei.
  • Wenn du (Jugend)Dummheiten begangen hast – heute bist du hoffentlich klüger: es ist vorbei.
  • Wenn du wenig Selbstwertgefühl hattest – das kannst du heute ändern: es ist vorbei.
  • Was es auch ist, das dich immer noch beschämt – es ist vorbei.

Deine Feigenblätter, hinter denen du diese Erlebnisse aufhebst – räum sie weg!

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Geh noch einmal in Gedanken zu diesen Erlebnissen, alleine oder in einem Gespräch mit mir oder jemand anderem, der/die dein Vertrauen hat. Schau freundlich auf das Kind oder den Menschen, der du damals warst und sprich freundlich mit dir: was du damals gefühlt hast und  wie du es heute siehst. Wie schön es ist, dass alles gut ausgegangen ist, denn es ist jetzt vorbei und du bist erwachsen geworden. Verwandle deine Gefühle der Scham, Minderwertigkeit oder Kleinheit durch liebevolle Zuwendung in Quellen deiner Erfahrung.

Du bist heute der Mensch, der du bist, weil alles, was du erlebt hast, dich zu genau diesem Menschen gemacht hat! 

Sei stolz auf dich: du hast so viel gelernt, so viel überlebt, so viel gemeistert! Sonst wärest du jetzt  nicht, wer du heute bist.

Du bist genau richtig, so, wie du bist!

 

 

„Leidige Pflichten“

19. September 2016

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Wie viel Zeit am Tag verbringst du mit den so genannten „leidigen Pflichten“ die getan werden müssen, wie etwa Autofahren, Warten, Aufräumen, Einkaufen, Saubermachen etc.?

Wie gern macht du diese Tätigkeiten und wie bewusst, achtsam und freudvoll bist du bei diesen Dingen?

Eine Stunde Meditation ist nicht wertvoller als eine Stunde Hausarbeit!

Das erscheint uns immer erstaunlich, denn es scheint wichtige und unwichtige Dinge zu geben, wertvollere Beschäftigungen und weniger wertvolle. Aber es ist nicht so, dass die eine Arbeit, die eine Handlung an sich wertvoller wäre als eine andere. Sie kann besser bezahlt sein, mehr Belastung darstellen, aber keine Stunde deines Lebens ist weniger wert als eine andere.

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Schritt – Atemzug – Besenstrich

In „Momo“, einem Buch von Michael Ende, erzählt er von Beppo Strassenkehrer: Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter: Schritt – Atemzug -Besenstrich.

Du bist genau da, wo du sein sollst!

So wird jede Aufgabe wertvoll, jeder Besenstrich bekommt eine Bedeutung, denn es ist genau das, was du gerade jetzt machst und machen sollst. Achtsamkeit bedeutet, genau hier zu sein, genau das zu machen, was man gerade macht: einen Schritt, einen Atemzug, einen Besenstrich. Nichts ist wertvoller als der momentane Augenblick, nichts ist wichtiger als Heute.