Posts Tagged ‘Beziehungs-ABC’

Beziehungs-ABC: D wie Du bist ja ganz anders!

29. Oktober 2018

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Du bist ja ganz anders!

Es gibt zwei Sprüche über Beziehungen, die einander scheinbar widersprechen: „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“. Also, was jetzt?

Ich bin der Meinung, dass es um die „magischen 20%“ geht: wir teilen mit fast allen Menschen in etwa 30% an Verhaltensweisen und Eigenschaften: wir fühlen uns wohl, wenn wir ausgeschlafen sind, wir mögen es, wenn wir gemocht werden, etc.

Weiters gibt es Menschen, mit denen wir auf etwa 50% kommen, diese nennen wir dann FreundInnen: mit ihnen teilen wir zusätzlich noch Vorlieben, Hobbys, Anschauungen, Einstellungen. Das sind unsere FreudInnen aus Vereinen, ArbeitskollegInnen, NachbarInnen, dazu gehören auch die meisten Familienmitglieder.

butterfly-3238048_640Und dann gibt es Menschen, mit denen wir auf rund 80% kommen, weil wir so viel gemeinsam haben, dass wir uns ihnen sehr nahe fühlen. Mit diesen Menschen können wir eine Liebesbeziehung haben. Das bedeutet, dass wir einander anziehen, weil wir einander so gut verstehen können, weil wir ähnliche Vorlieben, Ansichten, Freuden und Leiden haben. Es ist wunderschön, wenn wir uns so verstanden fühlen! In diesem Sinne: „gleich und gleich gesellt sich gern“.

arrow-2085195_640Umgekehrt bedeutet das auch, dass es ungefähr 20% gibt, die wir auch in der besten und innigsten Liebesbeziehung nicht miteinander teilen. Und das ist auch gut so! Denn auf der einen Seite sind es die Bereiche, in denen wir unterschiedlich sind und die uns daher auch Schwierigkeiten machen („du verstehst mich nicht“). Auf der anderen Seite aber handelt es sich hier um den Teil, in dem wir einander bereichern, inspirieren und ergänzen können. „Zeig mir deine Welt, erzähl mir Dinge, die ich noch nicht weiß, bring mir bei, wie man noch denken/fühlen/erleben kann!“ Wenn wir alles gleich hätten, wäre uns sehr bald langweilig! Hier gilt also: „Gegensätze ziehen sich an“.

 

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UnserE MärchenprinzEssin erträumen wir uns logischer Weise so, dass sie/er genau zu uns passt, also die vollen 100%. (Alles andere wäre komisch, ich stelle mir ja nicht eine WunschpartnerIn vor, die mir widerspricht …!). Die Aufgabe der ersten Wochen und Monate einer Beziehung ist unter anderem, herauszufinden, wo diese wichtigen 20% zu finden sind und wie wir damit umgehen können.

Wenn uns das gelingt, dann ist der Satz „Du bist ja ganz anders!“ kein Vorwurf mehr sondern eine Aufforderung, einander zu bereichern und zu neuen Ansichten einzuladen.

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Beziehungs-ABC: C wie Charisma macht alles einfacher

22. Oktober 2018

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C wie Charisma macht alles einfacher

Unter Charisma verstehe ich hier: Begeisterungsfähigkeit, Empathie, Freude an intensiven Gefühlen, Echtheit, Optimismus und positive Lebenseinstellung.

Denn wer so in eine Beziehung geht, ist nicht vor allem an den Fehlern interessiert, die geschehen, sondern an dem Gelingenden. Da geht es dann vor allem darum, das zu feiern, was schön ist in der Beziehung: Goldgräberei statt Mistkäferei.

nature-3188987_640Wir dürfen das zu Recht machen, weil uns immer viel mehr gelingt als schief geht, weil wir uns bemühen und so viel davon geht in Erfüllung!

Wer das bei sich selbst und auch bei der PartnerIn sieht und wertschätzt, hat viel mehr Freude am Leben. Statt nur das Versagen zu sehen, wird der Stolz auf das wachsen, was mir/dir/uns gelungen ist, was wir geschafft haben.

Charismatisch zu sein, bedeutet dabei nicht, das Negative „schön zu reden“ oder „positiv zu denken“ sondern bedeutet (nur), das Gute nicht aus den Augen zu verlieren, weil es einfach total ungerecht ist, wenn wir das tun. Denn alle Menschen bemühen sich in ihren Grenzen, meist gelingt ihnen auch viel von dem, was sie angestrebt haben. Das will gewürdigt werden und nicht durch das zerstört, was eben nicht so gut geschafft wurde.

Diese Einstellung ist es, die uns dann auch ermöglicht, über das weniger gut Gelungene großherzig hinwegzusehen und es in Relation zu dem zu stellen, was gut gegangen ist.

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Beziehungs-ABC: B wie Beziehungs(un)fähigkeit

15. Oktober 2018

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B wie Beziehungs(un)fähigkeit

Mit einer Beziehung ist es wie mit einem Ofen. Wenn man sich vor ihn setzt und sagt: „Sobald du mir Wärme gibst, gebe ich dir Holz“, wird man nicht weit kommen. Es ist daher notwendig, selbst anzufangen, wenn man es warm haben will. Man muss dem Ofen Holz geben, und zwar nicht deshalb, weil der Ofen es für sich braucht oder es verdient hat, sondern weil man selbst es warm haben möchte.

bank-2662347_640Das bedeutet für die Beziehung: wenn man sich geliebt fühlen will, dann soll man selbst damit anfangen, liebevoll zu sein. Lieben ist ein Tun-Wort und nicht eine Sache, die einem in den Schoß fällt und dann einfach bleibt oder wieder verschwindet. Es liegt in unserer Hand, wie wir mit unserer PartnerIn umgehen, und wenn wir uns zu wenig geliebt fühlen, dann sind wir meist auch selbst nicht liebevoll genug gewesen. Und zur Erinnerung: man macht das zuerst nicht unbedingt, weil es die Partnerin braucht oder verdient hat, sondern weil man selbst geliebt werden möchte!

flame-580342_640Um dieses Beispiel noch etwas weiter zu treiben: man muss den Ofen auch mit dem füttern, was der Ofen an Brennmaterial braucht und nicht das, was einem selbst richtig erscheint oder was man selbst zum Brennen braucht. Einem Holzofen muss man Holz geben, einen Ölofen Öl und einem Gasofen Gas. Selbst wenn man selbst auf ein anderes Material steht. Da macht es keinen Sinn, dem Ofen zu erklären, warum das Material, das er braucht, nicht vorhanden, teuer oder wenig sinnvoll ist. Versuchen Sie nicht, den Ofen zu bekehren, dann werden Sie lange frieren!

hands-699486_640Finden Sie also heraus, was das ist, was Ihre PartnerIn unter liebevoller Zuwendung versteht: sind es Zärtlichkeiten, Gespräche oder Geschenke, Unterstützung, vielleicht auch: Lob, Zeit, gemeinsame Unternehmungen, …? Das ist wahrscheinlich nicht unbedingt immer auch das, was Sie gerade bevorzugen, aber diskutieren Sie nicht darüber, was sie/er braucht sondern: wenn Sie es warm haben wollen, wenn Sie sich geliebt fühlen möchten, geben Sie Ihrer PartnerIn genau das. Umgekehrt werden Sie dann auch bald das bekommen, was Sie wollen (vorausgesetzt, Sie haben das Ihrer PartnerIn auch mitgeteilt!)

In diesem Sinne: eine warme Woche!

Beziehungs-ABC

1. Oktober 2018

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Ich habe angekündigt, ab Herbst mit dem Beziehungs-ABC zu starten, und das beginnt also heute mit der Vorstellung der Themen. Zur Adventszeit wird es eine Pause geben – da wird es um Spiritualität gehen – aber ab dem kommenden Jahr geht es dann wieder mit dem Durchbuchstabieren des Beziehungs-ABCs weiter. Lassen Sie sich überraschen!

A wie Aller Anfang ist leicht

B wie Beziehungs(un)fähigkeit

C wie Charisma macht alles einfacher

D wie Du bist ja ganz anders

E wie Erotik und Sexualität

F wie Fröhlich bin ich Frau

G wie Gewohnheiten – Segen oder Fluch?

H wie Hoch-Zeiten versus Alltagstrott

I wie Ich liebe dich

J wie Jagdverein und sonstige Hobbys

K wie Kinder und andere kreative Projekte

L wie Liebe, Lust und Leidenschaft

M wie Männer mag man eben

N wie Nähe und Distanz

O wie Organisation ist alles

P wie Patchwork oder wie geht das mit uns allen?

Q wie Querschläger, Fehltritte und Ausreißer

R wie Richtig oder falsch?

S wie Schwiegerfamilien sind (nicht immer) ganz einfach

T wie Tiefzeiten nach den Hoch-Zeiten

U wie Unbesprochenes, Unbeirrtes und Unbestrittenes

V wie Vergangenheit begleitet uns

W wie Wir schaffen das

XX oder XY wie Diese Sache mit den Chromosomen

Z wie Zukunft für uns beide!