Posts Tagged ‘Dankbarkeit’

Glück

13. März 2017

laughter-449781_1280Nicht die glücklichen Menschen sind zufrieden, sondern die zufriedenen Menschen sind glücklich.

Diesen Spruch habe ich letztens gelesen und er gefällt mir sehr gut: Glück ist nicht etwas, dem wir nachlaufen müssen, und Glück ist kein „Vogerl“. Glück ist planbar, machbar – auch für Sie!

Viele Menschen meinen, sie würden dann glücklich sein, wenn sie bestimmte Ziele erreicht haben: eine Beziehung, Kinder, einen Job, eine Gehaltsstufe, eine neue Wohnung, einen Traumurlaub, ein bestimmtes Gewicht, ein bestimmtes Alter, …

Die Zahl der Ziele ist unendlich, und völlig unbedeutend!

Ein Ziel ist gut, es spornt uns an, es gibt Vorfreude und Energie (wenn es erreichbar ist)! Ohne Ziele wären wir wohl leicht gelangweilt oder planlos.

Aber glücklich macht uns kein Ziel, das funktioniert leider nicht. Verstehen Sie mich richtig: es kann wirklich schön sein, wenn man etwas erreicht, wofür man gearbeitet hat, was Mühe bereitet hat oder worauf man gewartet hat. Das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl, es ist die Erfüllung eines Traums, einer Anstrengung, der Geduld, …

Glücklich macht es aber (leider) nicht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir wissen alle: das hält nicht sehr lange an. Daher auch der Spruch, dass das Glück ein Vogerl sei. Das Problem ist nämlich: ein Ziel ist nur so lange ein Ziel, als man es nicht erreicht hat. Dann ist es (nur noch) ein Punkt im Leben. Und weil es uns nicht (lange) glücklich macht, werden wir bald ein neues Ziel setzen, in der Hoffnung, dass das dann glücklich machen wird. Das ist eine nie endenden Geschichte, eine Endlosspirale auf der Suche nach dem Glück.

Glück ist: zu sehen, was ich habe.

Dankbar zu sein für die vielen Dinge, die mir geschenkt sind: in mir, um mich, in der Nähe und der Ferne. Mich über meinen Körper freuen, bei dem so vieles so anstandslos funktioniert. Meine Begabungen sehen, auch die kleinen, unbedeutenden. Meine UnterstützerInnen erkennen, in der Gegenwart und der Vergangenheit, von der Kindheit bis heute: Familie, FreundInnen, KollegInnen, NachbarInnen, PartnerInnen. Anerkennen, wie gut das System funktioniert, in dem wir leben: Sicherheit, Natur, Wasser, Luft, …

Glücklich ist, wer erkennt, wie gut es ihm/ihr geht.

Was nicht bedeutet, dass alles gut wäre, dass wir „positiv denken“ müssen, dass es keine Fehler bei mir oder meine Umgebung gäbe. Aber all diese Dinge machen die guten Sachen nicht unwahr!

 

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Das Ende …

17. Mai 2016

Eines Tages werden wir aus unseren Körpern gehen.

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Wie ist das für Sie, wenn Sie diesen Satz lesen? Was geht in Ihrem Kopf, Ihrem Herz, Ihrem Körper vor, wenn Sie darüber nachdenken?

Was glauben Sie, dass danach kommt? Macht es Ihnen Freude, Hoffnung, Sehnsucht nach einem Mehr, einer Einheit, einem weiteren Leben?

Oder erfüllt es Sie mit Sorge und möchten Sie das Thema lieber vermeiden. Wer denkt schon an einem schönen Maientag an das Ende? Wo alles blüht und sprießt!

Gerade angesichts des Lebens können wir den Mut haben, uns mit dieser Frage zu beschäftigen! Wir sind eine kleine Weile auf dieser Erde – und das macht diese Zeit so ungeheuer wertvoll!

Wir haben Zeit, aber immer nur endlich viel Zeit.

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Wenn wir jung sind, erscheint uns das Leben endlos lang. Ein Jahr dehnt sich, dauert beinahe eine gefühlte Ewigkeit.

Wenn wir älter werden, sehen wir, dass Zeit ein kostbares Gut ist, mit dem wir immer sparsamer umgehen möchten. Zeit ist teurer als Geld, Zeit kann man nirgends ausborgen oder kaufen.

Ich finde es gut, dass wir diese  Zeit haben. HEUTE ist wichtig, heute ist der einzig wichtige Tag. Das Leben ist HEUTE, immer nur heute. Jetzt, in diesem Augenblick. Diesen Tag habe ich, alles andere ist ungewiss.

Genießen Sie den heutigen Tag – er kommt nie wieder!

Aus den Träumen des Frühlings …

5. Oktober 2015

jam-428094_1280“Aus den Träumen des Frühlings wird im Herbst Marmelade gemacht”, habe ich einmal gelesen. Es ist Herbst, die Zeit der Ernte, und das ist gut. Wir planen, säen, pflanzen, düngen und wässern das, was uns wichtig ist – Projekte: Beziehungen, Kinder, Arbeit, Fortbildung, Karriere, Gesundheit, … Das ist oft viel Arbeit und mit viel Mühen verbunden.

Zeit der Ernte

Und dann, mitunter ganz unerwartet, ist Erntezeit: ein Projekt geht auf, eine Beziehung kommt zustande, ein Kind macht einen Entwicklungsschritt, eine Arbeit gelingt,… Es ist schön, dass es diese Zeiten auch gibt, und es tut gut, sie uns bewusst zu machen. “Ich habe es erreicht / geschafft / erledigt / gelernt / gut gelöst!” Wir können in diese Zeiten Dankbarkeit  und Zufriedenheit erleben.

Orangen statt Äpfeln

Spannend ist auch, dass das Leben so viel komplexer ist als wir denken können: manchmal, wenn wir Äpfel gepflanzt haben, gibt uns das Leben Orangen! Wir können nur geradlinig denken: ich mache dieses, und daher wird dieses herauskommen. Aber das Leben ist weitschichtiger und bunter, und es hat viel mehr Phantasie als wir. Alles ist vernetzt, und daher kommen auch immer wieder Überraschungen vor, mit denen wir nie gerechnet hätten. So verblüfft uns das immer wieder macht, auch das ist ein Grund zur Dankbarkeit!

Ernte-Dank

ich finde, wir können sehr häufig dankbar sein: für das, was wir haben, was uns geschenkt wird (vom Leben, von anderen Menschen, vom Schicksal,..). Es tut jedem Menschen gut, immer wieder die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was gut und gelungen ist im Leben. Damit wir nicht vor lauter Zielen und Plänen, Sehnsüchten und manchmal auch Begierden das übersehen, was wir haben.

Wenn Sie gerne darüber reden wollen, sind Sie herzlich eingeladen, das  mit mir zu tun. Es gibt Menschen, die sich schwer tun, das zu erleben, die oft viel haben, und trotzdem unglücklich sind. Wenn das der Fall ist, lassen Sie sich helfen. Depressionen oder psychische Erkrankungen sind weder ein Charakterfehler noch eine Schwäche, für die man sich schämen muss. Reden wir drüber: reden hilft! Termine entweder online oder Sie rufen mich an oder mailen mir. Ich freue mich darauf, mit Ihnen arbeiten zu können!

Pfingsten – sich be-Geistern (lassen)

26. Mai 2015

Be-Geisterung Wir feiern diese Woche Pfingsten, ein Fest, mit dem wir nicht mehr viel anfangen können. Dabei geht es darum, dass es Hilfe gibt für das Leben hier auf der Welt:


Be-Geisterung.

Wofür können Sie sich begeistern? Was lockt Sie aus der Reserve?

der Mai, der Frühling, eine Verliebtheit

ein Mensch

eine Tätigkeit

die Natur

ein Buch, einen Film, ein Thema, Musik ….. ?

Es tut so gut, sich immer wieder von verschiedenen Dingen ansprechen zu lassen. Nicht immer scheint es das Leben gut mit uns zu meinen, aber dann hat es doch wieder so viel zu bieten. Darauf allerdings muss ich mich einlassen: ich muss es kosten, ausprobieren, mich inspirieren, mich beflügeln lassen: einen Baum umarmen, den Regen auf dem Gesicht spüren, mich von der Bewegung tragen lassen, ein Liebesgedicht aufsagen. Für mich ganz konkret: mein Cello umarmen, musizieren, Töne finden und eine Melodie daraus machen.

Wir sind reich, wir sind frei, wir können uns dem Leben in die Arme werfen. Immer wieder, heute, jetzt. Das Leben ist da – es wartet auf Sie!

  Gerne unterhalte ich mich mit Ihnen darüber, wie Sie das Leben auskosten können, entwickle mit Ihnen Möglichkeiten, das Leben mehr zu genießen und Begeisterung zu leben. Rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin aus. Das Leben ist reich – genießen wir es!

Leben vor dem Tod 3 oder Tiefe Dankbarkeit

17. April 2015

IMG_6468Ich hatte ja nicht vor, einen Eintrag zu „Leben vor dem Tod 3“ zu machen. Aber das Leben hat mich dazu gebracht:

Ich war im März für 10 Tage in der Südtürkei, wo ich mit syrischen Flüchtlingen gearbeitet habe. Das sind Menschen, die von zuhause geflüchtet sind, weil sie unter dem Krieg, dem Bombardement und dem Geheimdienst gelitten haben. Viele von ihnen haben Familienangehörige oder Freunde verloren, alle ihre Heimat und das Leben vor dem Krieg. Sie sind von zuhause weggegangen, alle nicht freiwillig, und dort, wo sie jetzt sind, sind sie nicht willkommen. Auch hier erleben sie wieder Gewalt und Angst, Unterdrückung und Ausbeutung: sie haben keine Arbeit oder werden nicht/kaum dafür bezahlt, sie sind BürgerInnen zweiter Klasse, bei Auffälligkeiten werden sie abgeschoben.

Und sie reagieren darauf so, wie das Menschen machen, die in so einer Situation sind: sie rücken ein Stück näher zusammen, versuchen sich, durch Tradition und/oder Religion in ihrer Identität zu stärken. Was die Integration schwer macht, von beiden Seiten.

Ich war nicht dort, um bei der Integration zu helfen, aber das ist mir aufgefallen. Ich weiß keine Lösung, aber sie muss von beiden Seiten kommen.

Ich war dort, um Menschen auszubilden, die als TraumaberaterInnen arbeiten können. Mit einer Kollegin haben wir zum Teil theoretisch ausgebildet, zum Teil in Einzelarbeit mit den Menschen gesprochen. Die Geschichten, die ich gehört habe, haben mich sehr betroffen gemacht. Und sehr dankbar für die Situation, in der wir uns hier in Österreich befinden:

  • wir können leben ohne Angst vor einer Bombe oder einem Scharfschützen haben zu müssen
  • wir können auf der Strasse gehen ohne von Gewalt bedroht zu werden
  • wir sind reich, selbst wenn wir keine Arbeit finden, bekommen wir genug Geld, um davon leben zu können
  • wir sind reich: wir haben so viel Platz, wir müssen uns nicht zu zehnt eine Zweizimmerwohnung teilen
  • wir haben eine Polizei und ein Rechtssystem, das ziemlich gut funktioniert, auf das wir uns mehr oder weniger verlassen können
  • wir dürfen uns unsere Religion und Weltanschauung aussuchen
  • wir müssen als Frauen kein Kopftuch tragen oder auf die Erlaubnis von einem Mann warten, wenn wir Entscheidungen treffen wollen
  • wir haben so viele Wahlmöglichkeiten!

Ich habe viel aus dieser Arbeit mitgenommen, aber vor allem diese Dankbarkeit! Es geht uns so gut, und wir vergessen oft einfach darauf. Das bedeutet nicht, dass wir nicht weiter unter dem leiden dürfen, was uns fehlt oder weh tut, es bedeutet nur, dass wir manchmal auch an das denken dürfen, was wir für selbstverständlich annehmen, es aber nicht ist. in vielen Teilen der Welt nicht selbstverständlich ist. Und es ist nicht unser Verdienst, dass wir ausgerechnet hier geboren wurden, in diesem guten Teil der Welt!

Danke, Leben!

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