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Weihnachten 2019: einfach. richtig. schön. / 14. Dezember

14. Dezember 2019

14. Dezember: einfach gut essen.

Zum Advent und zu Weihnachten gehört auch häufig, zu viel zu essen und zu trinken. Das ist schade, denn danach fühlen wir uns voll, überfressen oder verkatert. Kekse und Glühwein, Weihnachtsgans und Sekt in Strömen – ist das unsere Art, ein Fest zu feiern? Hier geht es mir nicht um die richtige Ernährung (dafür bin ich nicht die Richtige), sondern um die Freude am Essen und Trinken, um den richtigen Genuss.

Ich habe im Laufe der Jahre von vielen verschiedenen Traditionen gehört, die „einfach zum Fest dazugehören“. Wichtig ist dabei oft, das richtige Essen zu haben – „weil das die Oma schon so gemacht“ hat. Denken wir daran: es geht hier um die Erinnerung (an die Oma, etc.), nicht um das Essen an sich. Denn jedes Essen weckt Gefühle, und wir essen gerade in solchen Situationen nicht, um den Hunger zu stillen, sondern um diese Gefühle zu haben. Mir scheint es wichtig, den Unterschied zu kennen: ich will das Gefühl (damals bei der Oma…), nicht unbedingt das konkrete Essen.

Wenn wir das erkannt haben, sind wir auch eher bereit, uns auf das einzulassen, was heute gut und angenehm für uns ist. Dann können wir das Essen und Trinken genießen, und nicht einfach alles in uns hineinfressen oder -trinken. Genuss ist das Entscheidende dafür, dass etwas gut schmeckt, und nicht die Menge! Ich habe von einer Dame gehört, die sich am meisten über ein Butterbrot gefreut hat, wenn sie eingeladen war: „Das war jetzt so gut, danke vielmals.“

Lernen wir, bewusst zu genießen, mit Freude und Genuss zu essen und zu trinken, dann sind wir vor Orgien geschützt (und vor der Pflicht-Diät am Jahresanfang). Essen Sie mit Freude, essen Sie einfach richtig gut!

Weihnachten: einfach. richtig. schön / 6. Dezember

6. Dezember 2019

6. Dezember: das richtige Maß.

Das Wochenende steht bevor, schon das zweite im Advent. Wie wollen Sie es gestalten? Geschenke kaufen, Kekse backen, basteln, mit Anderen gemütlich zusammen sein, vielleicht sogar in eine Kirche gehen oder im Stillen beten/meditieren/sich besinnen?

Alles davon ist gut, und an nichts gibt es etwas auszusetzen, solange wir das richtige Maß einhalten. Was aber ist dieses „richtige“ Maß? Wann ist es genug, wann zu viel, wann zu wenig?

Mir scheint es so, dass wir, wenn wir das richtige Maß gefunden haben, danach angenehm „satt“ sind: wir haben ein wohliges Gefühl, dass wir bekommen haben, was wir gebraucht oder uns gewünscht haben. Es fühlt sich richtig und stimmig an, wir sind zufrieden.

Wenn wir zu viel von etwas genommen haben, dann sind wir nicht zufrieden, sondern „überfressen“ – das ist kein angenehmes Gefühl. Wenn Kinder zu lange auf einer Party sind, sind sie danach überdreht, aufgekratzt, überreizt – und spätestens auf dem Heimweg brechen sie zusammen, weinen, streiten, schreien herum.

Das ist kein gutes Gefühl, sondern ein unangenehmes, und wir dürfen uns selbst ernst nehmen: das wollen wir so nicht. Hier kommt der Spruch meiner Oma zur Geltung: man soll aufhören, wenn es am schönsten ist! (Ich bin ja jetzt selbst auch Oma, ich kann anfangen, diese Sprüche selbst zu verwenden…!)

In diesem Sinne: halten Sie Maß, gönnen Sie sich das, was Sie gerne haben, in einer Dosierung, die Ihnen gut tut, sodass Sie mit sich selbst zufrieden sind, wenn Sie nach dem Wochenende auf dieses zurückschauen!

Genießen – Kastanien und Sturm

17. Oktober 2016

Wie viele Genussmomente hast du in den letzten Tagen erlebt? Wie viel von den doch vorhandenen sonnigen Herbsttagen hast du bewusst genossen? Hast die kühle Luft geatmet, die tiefstehenden Sonnenstrahlen gespürt, die direkt das Herz wärmen, hast dich draußen ein bisschen bewegt? Hast vielleicht Maroni gegessen, deine Finger an ihnen gewärmt, dazu Saft, Mineralwasser oder Sturm getrunken? Bist am Feuer gestanden und hast verträumt in die Glut geschaut?

Kannst du wirklich genießen?

Darfst du genießen, auch, wenn es anderen Menschen auf dieser Welt nicht so gut geht wie dir oder wenn sie viel Leid erfahren? Fühlst du dich wohl, wenn es dir gut geht? Ich weiß, das klingt nach einer sonderbaren Frage, aber sie ist erstaunlich oft angebracht. 

Darf es dir gut gehen?

Manche Menschen haben ein komisches Gefühl, wenn ihnen nichts fehlt, wenn sie zum Leben sagen könnten: „Es ist gerade gut“. Als ob sie damit etwas Schlechtes heraufbeschwören würden, als ob sie damit den „bösen Blick“ auf sich ziehen könnten, als ob es dann schwerer wäre, das Unangenehme, das sicher wieder einmal kommen wird, auszuhalten.

Glaubst du, es würde jemandem nutzen, wenn du auf Lebensgenuss verzichtest?

Manche von uns haben eine (verkorkste und falsch verstandene) christliche, oder eher pseudo-christliche Erziehung gehabt, in der Genuss entweder eine Sünde war oder dick gemacht hat. („Am Anfang hat es mir der Pfarrer verboten, jetzt verbietet es mir der Doktor!“).

Schade. Denn Lebensfreude kann niemals eine Sünde oder Verbot sein, weder ist es unmoralisch noch ungesund. Es kommt auf das Maß an, aber Gutes wird ja bekanntlich nicht besser, wenn wir mehr davon nehmen.

Gönn dir Genuss, freu dich an den guten Dingen des Lebens!

Das Leben bietet sich dir in seiner Fülle dar, achte gut darauf, verschwende nichts, schade niemandem, aber sei auch nicht unnötig bescheiden.

Den Sommer genießen

27. Juni 2016

Sommer, endlich Sommer! Es ist meistens warm, wir können mit den leichten Gewändern und Sandalen gehen, wir freuen uns auf Urlaub oder Ferien. Kirschen essen, Sommerfeste feiern, draußen sitzen, baden, Radfahrer, wandern, in der Sonne liegen, …

Der Sommer bietet das Leben in Fülle.

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Wir genießen den Sommer meist ganz anders als den Winter. Die meisten freuen sich über die Freizeit und die Möglichkeit, mehr draußen sein zu können. Wenn es auch gelegentlich fast schon zu heiß ist und das Schlafen schwer fällt, so empfinden doch viele Menschen die Wärme angenehmer als die Kälte.

Und das Leben feiert sich selbst im Sommer: überall blüht und gedeiht es, die Sonne bringt alles hervor, was grünen und sprießen kann. Die Natur überbietet sich selbst an Fülle.

Es ist genug für alle da!

fruits-82524_1280Genug für uns, genug für den Rest der Welt. Von allem gibt es genug, was wichtig ist im Leben: Freude, Lachen, Gefühle, Liebe, Freizeit. Kreativität, Ideen, Geschichten. Freunde, KameradInnen, NachbarInnen. Das sind die Ressourcen, die niemals ausgehen, die sich ständig vermehren, wenn wir sie teilen.

 

Feiern Sie die Fülle des Lebens!