Posts Tagged ‘inneres Kind’

Time to say goodbye: Maria Theresia

18. Juni 2018

Die 6m hohe Statue am Maria-Theresien-Platz erinnert an die Kaiserin, die in Wien von 1740 bis 1780 regierte, Österreich

Maria Theresia hat in dem vergangenen Jahr hart an sich gearbeitet und ist sehr viel weiter gekommen: sie hat Kontakt mit ihrem inneren Kind aufgenommen, hat es getröstet und versorgt. Das hatte zur Folge, dass sie ihr ständig schlechtes Gewissen in Bezug auf ihre Kinder (wahrscheinlich aufgrund ihrer eigenen kindlichen Sehnsucht nach einem liebevollen Umgang, der auf ihre kindlichen Bedürfnisse Rücksicht nimmt) über weite Strecken aufgeben konnte.

family-1784371_640Daher kann sie jetzt mit ihrer Kindern gelassener und weniger aus der Not heraus umgehen, sondern mehr aus der Freude am Gemeinsamen. Die wenige Zeit, die sich miteinander verbringen, ist von hoher Qualität: jeden Abend sitzt sie am Bett ihrer Kinder und unterhält sich mit ihnen. Endlich hat sie keine Angst mehr, eine schlechte Mutter zu sein und die Kinder zu vernachlässigen.

Auch der Umgang mit ihrem Mann ist besser geworden, sie reden wieder mehr miteinander, gehen spazieren oder tanzen, sie kuscheln und sind zärtlicher. Auch hier: die Zeit, die sie gemeinsam haben, gestalten sie bewusst, und wenn sie einmal Streit haben, schaffen sie es leichter, danach wieder ins Gespräch zu kommen.

In der Arbeit ist sie selbstbewusster, aber hier ist noch einiges zu verbessern: sie lässt sich  nach wie vor recht schnell von ihren männlichen Kollegen verunsichern, wenn diese sehr laut und bestimmt reden. Manche Situationen, die sie an früher erinnern, machen ihr immer noch Angst, aber sie hat immerhin gelernt, ihnen nicht auszuweichen sondern sich mutig zu stellen.team-spirit-2447163_640

Insgesamt ist sie auf einem sehr guten Weg, sie ist freundlicher und liebevoller im Umgang mit sich, ihrer Familie und ihrer Umgebung. Die Therapie wird wohl noch eine Weile dauern, ich schätze einmal so ca. bis zum Ende des Jahres.

Denn eine Therapie muss nie bis zum Ende eines Weges dauern sondern nur so lange, bis sich die Richtung gezeigt hat, in die man in Zukunft gehen will und die ersten Schritte gelungen sind. Ab dann schafft es jedeR alleine. Wenn KlientInnen später wiederkommen, brauchen sie oft nur eine kleine „Auffrischung“ von einer oder zwei Sitzungen, dann geht es wieder ohne Therapie weiter. Es ist für mich immer eine Freude, diesen Richtungswechsel zu beobachten und zusehen zu dürfen, wie Menschen aufblühen und ein befreiteres Leben führen!

In diesem Sinne: alles Gute weiterhin, Maria Theresia!

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Maria Theresia

30. April 2018

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Das Treffen mit dem inneren Kind hat Maria Theresia sehr beschäftigt. (Nebenbei bemerkt: die Klientin, die sich in diesem Abschnitt wiedergefunden hat, hat sich darüber gefreut, es „in meinen Blog geschafft zu haben“).

„Es hat mir gut getan, dieser Kontakt mit dem inneren Kind. Und auch mit dem Löwen. Ich habe etwas zu Schutzwesen und Krafttieren gelesen, ist das das, was wir da gemacht haben?“

Naja, Krafttiere kommen, so weit ich weiß, aus dem Schamanismus, und damit kenne ich mich nicht so wirklich aus. Aber alles, was Ihnen gut tut, dürfen Sie für sich verwenden. Was spricht Sie denn daran an?

„Dass ich nicht alleine sein muss. Das Kind in mir, das früher immer so einsam war, fühlt sich viel besser, wenn dieser große und starke Löwe bei ihr ist. Immer, wenn ich sie mir vorstelle, sehe ich, wie sie sich hinter diesem Tier versteckt. Und der alle anbrüllt, die ihr zu nahe kommen wollen.“

park-2967712_640Und Sie, als Erwachsene, können Sie sich dem Kind nähern? Erlaubt sie das, erlaubt das der Löwe?

„Interessante Frage. Ich kann es einmal probieren. (Sie schließt die Augen und imaginiert diese Situation). Ja, es ist für sie in Ordnung, wenn ich mich zu ihr setze. Aber angreifen lässt sie sich nicht. Das mag sie nicht. Da stellt sich der Löwe dazwischen.“

Das ist gut, mehr muss es auch nicht sein. Was auch immer die Kleine mag, ist gut. Sie hat so viele Jahre Misstrauenserfahrung, so oft ist sie alleine gewesen, dass wir nicht davon ausgehen können, dass sie so schnell auftaut. Geben Sie ihr einfach Zeit dafür.

„Ich habe so viel Mitleid mit diesem Kind, sie ist so arm, sie tut mir echt leid. Ist das nicht schlecht, Selbstmitleid zu haben?“

Nein, ich finde nicht. Es gibt das gute Selbstmitleid, das bedeutet, liebevoll mit sich selbst zu sein. Das schlechte ist die Opferrolle: wenn man aus diesem Mitleid nicht mehr herauskommt sondern immer die anderen zur Verantwortung ziehen will. Aber freundlich mit sich selbst zu sein, davon kann man nie genug bekommen. Nutzen Sie die nächste Zeit, um sich diesem Kind liebevoll und freundlich zu nähern.

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Maria Theresia: Vom guten Umgang mit (inneren) Kindern.

26. März 2018

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„Ich habe versucht, mit meinem „inneren Kind“ oder meinem jüngeren Ich in Kontakt zu kommen, aber es ist mir nicht so gut gelungen. Ich weiß nicht genau, wie das gehen soll.“

Wollen wir es jetzt gemeinsam einmal versuchen?

„Ja, das könnte eine gute Idee sein.“

Wo ist denn dieses Kind, wenn Sie an es denken? Ich welcher Situation wäre es, wenn Sie die Augen zumachen und sich auf die Suche danach machen würden?

„Es wäre in einer Art Besenkammerl, unter der Stiege. Wie bei Harry Potter. (Lächelt). Und da drinnen ist es dunkel. Es ist keine Einrichtung drinnen und es ist dunkel.“

Warum ist die da drinnen? Harry Potter musste dort leben, ist Ihr inneres Kind auch dazu gezwungen? Und wie hätte dieses Kind gerne, dass Sie sich, als Erwachsene, ihm nähern?

hands-1926414_640„Nein, sie ist dort, weil sie sich fürchtet. Dort drinnen ist sie sicher. Und sie will gerne, dass ich die Türe sehr langsam aufmache. Ich habe eine Kerze mit und setze mich ihr gegenüber auf den Fußboden. Ich würde sie gerne in die Arme nehmen, aber sie mag das nicht. Noch nicht jedenfalls.“

Gut. Wenn dieses Kind sich fürchtet, dann muss man sehr, sehr behutsam mit ihr sein. Schließlich ist die schon viele Jahre in dieser Kammer, da geht alles nur sehr langsam. Sie machen das sehr gut und vorsichtig. Vielleicht haben Sie irgendein Geschenk für die Kleine mit, das sie freuen könnte?

„Ja, ich habe tatsächlich etwas mit. Eine Katze. Eine große Katze. Eigentlich ist es ein Löwe. Ja, ein Löwe. Mit einer großen, kuscheligen Mähne. Er passt auf die Kleine auf, das ist schön. Jetzt  hat sie sogar den Mut, das Kammerl zu verlassen und in das Haus hinaus zu gehen. Sie spielt im Wohnzimmer und legt sich zum Kachelofen. Das ist gut.“

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Ich habe hier natürlich die Kurzfassung dieser Sitzung wiedergegeben, aber so hat sich die Situation am Ende der Stunde gezeigt: das Kind liegt auf der Ofenbank, der Löwe zum Schutz neben ihr, und die Erwachsene konnte sich zufrieden erst einmal wieder von den beiden verabschieden, immer im Wissen, dass sie jederzeit wieder zurückkommen kann.

(Das ist, nebenbei bemerkt, die Art von Hypnotherapie, die ich am häufigsten mache: einfach im Gespräch mit den Bildern arbeiten, die sich anbieten, ohne große Einleitung oder Drumherum. Meiner Erfahrung nach ist das am Leichtesten, weil wir sowieso gerne in Bildern und Metaphern denken.)

Der Sichere Ort

10. August 2015

castle-391435_1280Wir haben uns über das innere Kind Gedanken gemacht, wie Sie es kennenlernen und sich um es sorgen können. Das hat ihm sicher gut getan.

Was Sie jetzt noch machen können, ist, diesem Kind einen Ort zu geben, der absolut sicher ist. (Das ist etwas, was nicht nur Ihr inneres Kind brauchen kann sondern wahrscheinlich auch Sie als ErwachseneR).

Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem Sie 100% sicher sind. Sie können sich alles ausdenken, was Sie nur wollen: manche Menschen suchen sich eine Höhle, andere einen einsamen Strand, eine Insel, einen Hochsicherheitsraum, einen eigenen Stern, einen Garten mit Mauern herum – lassen Sie Ihre Phantasie spielen, was Sie brauchen könnten, was Ihnen ganz sicher erscheint.

Die Sicherheitsvorkehrungen:

Malen Sie sich diesen Ort gut aus: betrachten Sie, das, was ihn so sicher macht. Das können räumliche Dinge sein (Mauern, Abgelegenheit, Schutzwall,…) oder auch Sicherheitsmassnahmen (Stacheldraht, Wächter, scharfe Hunde, Krokodile,…).

Wie fühlt es sich an, so ganz und gar sicher zu sein? Niemand kann zu Ihnen kommen, den oder die Sie nicht extra eingeladen haben. Nur Sie ganz alleine bestimmen, wer das sein kann. Keine faulen Kompromisse sind notwendig, Sie sind die BeherrscherIn dieser Welt.

Genießen Sie es, sich ganz und gar geborgen zu fühlen, tun Sie, was Sie nur dann tun können, wenn ganz sicher ist, dass Sie ungestört und ungefährdet sind.

immer wieder zurückkommen können …

Wenn es Zeit ist, diesen Ort wieder zu verlassen, dann machen Sie sich bewusst, dass Sie in Ihrer Phantasie jederzeit wieder dorthin zurückkommen können: dieser Ort ist in Ihnen gespeichert, er kann Ihnen niemals genommen werden.

Und tun Sie das auch: kehren Sie immer wieder dorthin zurück, je öfter Sie das üben, desto sicherer werden Sie sich dort fühlen.

für das Innere Kind:

alligator-157146_1280Überprüfen Sie auch, ob das innere Kind denselben Ort braucht wie Sie. Es könnte sein, dass es mehr Krokodile braucht als Sie 😉 – gönnen Sie sie ihm. Oder vielleicht will es einen eigenen Ort, könnte gut sein. Schauen Sie, was Sie brauchen und fragen Sie Ihr Kind, was dieses gerne hätte. Alles ist möglich, es ist Ihre Phantasie!

Wenn Sie Hilfe dabei brauchen, sich einen guten und sicheren Ort vorzustellen, wenn Sie Probleme haben, sich zu entspannen oder mit dem Inneren Kind in Kontakt zu kommen, helfe ich Ihnen gerne dabei. Kommen Sie zu einem Erstgespräch und klären Sie mit mir, was Ihnen helfen könnte. Rufen Sie mich an, schreiben Sie mir oder machen Sie online einen Termin aus. Ich freue mich darauf, mit Ihnen einen sicheren Ort zu finden.