Posts Tagged ‘Liebe’

Frank S.: I´ve got you under my skin!

13. November 2017

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Ich habe das Wochenende sehr genossen. Barbara war wirklich gut drauf, wir haben viel miteinander unternommen. Es war schwer, sie dann am Sonntag Abend in den Bus steigen zu sehen. Ich freue mich immer, wenn wir uns gut verstehen. Ich hatte noch nie eine Freundin, mit der ich mich so gut verstanden habe.

„Das freut mich sehr. Wenn ich fragen darf: was ist denn anders als mit den Freundinnen bisher?“

Sie ist lustiger, weniger launisch. Das macht es viel einfacher. Die anderen waren immer irgendwie schwierig, das ist sie nicht. Und wir können über alles reden. Sie ist sehr verständnisvoll, was meine Art angeht, sie beklagt sich nicht ständig. Keine komplizierte Frau eben. Ich hatte schon fast aufgehört, darauf zu hoffen.

„Und Sie – was machen SIE anders als bisher? Irgendwie nehmen wir uns ja immer selber mit in eine neue Beziehung. Wenn wir auf Dauer etwas anderes erleben wollen, müssen wir auch bewusst selbst anders sein.“

teds-1808323_1280Ja, ich versuche, meine Gefühle mehr zu zeigen. Mehr über mich zu sprechen. Das fällt mir nicht leicht, aber Barbara ist da eh sehr konsequent. Sie fragt mich immer wieder. Am Anfang hat mich das schon eher genervt, aber ich merke, dass ich da auch besser werde. Es fällt mir leichter, bei mir und bei meinen Gefühlen zu bleiben statt immer nur zu schauen, wie sie drauf ist. Dafür ist sie selbst verantwortlich. 

„Das klingt alles sehr gut, gratuliere!“

Ja, ich bin auch sehr froh, dass wir den Einstieg geschafft haben. Die ersten Monate sind doch die entscheidenden, meiner Erfahrung nach. Ich habe ein richtig gutes Gefühl bei Barbara und mir. Und auch der Sex funktioniert gut, das ist nicht immer bei den Frauen so. Oft geht es mir so, dass nach der ersten Begeisterung die Zahl der heißen Nächte auch abflaut, aber das ist bei uns bis jetzt nicht so. Wahrscheinlich, weil wir nicht immer zusammen sind. Das hält die Sehnsucht aufrecht.

Das kann gut sein. Wird das denn so bleiben – die Fernbeziehung? Haben Sie sich darüber schon Gedanken gemacht?

Barbara hat eine Fixstelle in ihrer Firma, die kann da schwer weg. Ob ich allerdings Graz verlassen will? Das scheint mir doch ein großer Schritt zu sein. Mir wäre lieber, Barbara käme zu mir. Dann wäre das Risiko nicht so groß.

„Für Sie jedenfalls.“

key-2114046_640Ja, natürlich. Da ist also sicher noch nicht bald eine Lösung in Sicht. Dazu kommt noch, dass wir da unterschiedlich denken: ich hätte sie schon gerne näher bei mir, aber ihr ist der Freiraum ganz recht. Sie freut sich immer, wenn sie Tage für sich hat. Das geht für mich auch, aber die Nächte sind schwer. Ich schlafe nicht gerne allein. Aber, wissen Sie was: ich gedulde mich da einfach. Ich habe von Ihnen gelernt, dass nicht alle Probleme auf einmal zu lösen sind, und versuche einfach, mich auf das zu konzentrieren, was im Moment dran ist.

„Danke, Frank, das freut mich.“

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Marilyn: Manche mögen´s nicht einsam.

18. September 2017

woman-466130_1280Marilyn kommt in die Sitzung, es ist die vierte, die Stunde beginnt daher etwas schleppend – auch Therapie zu machen will gelernt sein.  Aber nach einigen Minuten finden wir ein Thema, über das sie sprechen möchte: die Beziehung mit John F.K. Ich lade sie ein, einfach einmal damit anzufangen, was der aktuelle Stand ist.

„Am Freitag habe ich John F.K wieder einmal getroffen, das erste Mal seit einigen Wochen. Er war sehr hungrig auf mich, der Sex war daher echt großartig. Aber dann wollte ich noch mit ihm zusammen etwas trinken – dafür war dann wieder keine Zeit. Er wollte bald wieder weg, und so war es dann auch.“

„Wie war das für Sie?“


„Naja, es war irgendwie „business as usual“. Er ist dann immer sehr schnell wieder weg. Ich verstehe das ja auch, er hat viel zu tun, sein Beruf ist sehr stressig. Er hat unheimlich viel zu tun. Nächste Woche ist er schon wieder ein paar Tage irgendwo im Mittleren Osten, einen Vertrag abschließen.“

„Ja, aber wie war das für Sie?mural-1331783_1280

„Ich bin es gewöhnt. Und dann muss er ja auch gut aufpassen, dass Jackie, seine Frau, nichts mitbekommt. Die ist sehr eifersüchtig. Schrecklich. Alles kontrolliert sie. Ich würde nie einen Mann so sehr in die Zange nehmen wie sie.“

„Marilyn, ich frage gerne noch einmal: wie ist es Ihnen damit gegangen?


(Sie wird nachdenklich, schaut eine Weile in ihren Schoß und seufzt dann.) „Ich habe mich leer gefühlt, wie so oft. Ich habe ihm dann etwa 10 Nachrichten geschickt, die ersten drei hat er noch gelesen und geantwortet, dass er in einer Besprechung ist. Die restlichen hat er nicht mehr einmal mehr angeschaut. Ich bin die ganze Nacht wach gelegen und habe gehofft, er liest sie doch und antwortet, aber das hat er dann erst am Montag gemacht. Am Montag – drei Tage später! Aber ich weiß schon: oberste Regel: das Wochenende gehört der Familie. So ist das, wenn man die Nebenfrau ist.“

„Klingt bitter.“

„Ist es auch. Gerade am Wochenende bin ich dann oft einsam. Unter der Woche telefonieren wir manchmal, schreiben uns, aber Samstag, Sonntag – Funkstille. Ich hab zum Glück an beiden Tagen gearbeitet, da war ich wenigstens abgelenkt. Aber die Abende sind manchmal echt lang. Ich bin dann mit einer Freundin fort gegangen, aber die ist gerade frisch verliebt und erzählt mir ständig, wie gut es ihr geht, wie toll und superlieb ihr neuer Lover ist – das halte ich nicht so gut aus.“

„Ich bin froh, dass es Ihnen gelungen ist, die Frage nach sich selbst doch zu beantworten. Das scheint Ihnen schwer zu fallen: ich musste drei Mal nachfragen, bis sie über sich selbst gesprochen haben. Die erste Antwort war über John F.K, dann über Jackie, und erst beim dritten Mal habe Sie über Sie selbst gesprochen. Ist Ihnen das aufgefallen?“

Vorragn„Nein, aber Sie haben Recht: ich komme immer am Schluss in dieser Geschichte. Immer kommen erst die beiden und ihre ach so tolle Ehe, die auf keinen Fall scheitern darf wegen der Kinder. Und dann, wenn noch Zeit ist, kommt er zu mir.“

„Ja, sicher, das ist schwer, wenn man die „Affäre“ ist. Aber jetzt gerade war es nicht er, der Sie nicht beachtet hat, sondern Sie selbst. Kennen Sie das sonst auch in Ihrem Leben, dass Sie sich nicht wichtig genug nehmen, dass Sie sich sogar manchmal selbst vergessen?“

Marilyn nickt und wir reden eine Weile darüber, wie es ihr besser gelingen kann, sich selbst mit ihren Gefühlen wahr zu nehmen. Wir überlegen, wie sie sich immer wieder daran erinnern kann und sie nimmt sich vor, sich in der nächsten Zeit irgendwie zu belohnen, wenn es ihr gelingt, ihre eigenen Gefühle ernst zu nehmen. Dann vereinbaren  wir einen neuen Termin und verabschieden uns von einander.

In der nächsten Folge „Manche mögen´s heiß“  in ein paar Wochen werden wir erfahren,   wie gut es Marilyn gelungen ist, sich wichtiger zu nehmen und welches Belohnungssystem sie sich ausgedacht hat. Halten wir ihr die Daumen, dass sie es immer wieder schafft!

 

Auferstehung heute

17. April 2017

cross-1517092_1280Ostern, habe letzte Woche geschrieben, ist DAS zentrale Fest des Christentums. Denn da geht es um die Botschaft, die auch die Wichtigste für unsere abendländischen Werte ist:

das Leben ist größer als der Tod,

die Liebe ist stärker als die Angst,

das Lachen dauert länger als das Weinen.

Wir glauben an die Macht des Guten, wir wollen Freundlichkeit miteinander leben und erleben, wir wollen einander Gutes tun und Gutes erhalten. Das zeigt sich, indem wir einander beschenken: mit Eiern und Osterhasen, mit Geschenken und Besuchen, mit Zeit und mit Aufmerksamkeit, mit Freundschaft und Liebe.

Das ist Auferstehung heute:

einander dieses Gute zu tun, miteinander Freude zu erleben, die Freundlichkeit ausbreiten, respektvoll miteinander umgehen, sich und andere liebevoll behandeln.

Mehr ist es nicht. Aber weniger auch nicht.

Denn der Hass soll nicht in unserem Leben bleiben, die Angst nicht, das Misstrauen nicht und die Verzweiflung nicht. Nie müssen wir ganz die Hoffnung verlieren angesichts unseres Glaubens daran, dass alles gut ausgehen wird, dass die Dummheit nicht für alle tree-215970_640Zeit regiert, dass die Traurigkeit einer Hoffnung weichen wird, dass der Krieg mit einem Frieden endet und dass der Tod nicht das letzte ist, was von einem Menschen bleibt.

Ich lade Sie zu dieser Auferstehung ein – heute und alle Tage! In diesem Sinn: frohe Ostern, und glauben Sie an die Auferstehung, leben Sie sie!

Valentinstag

13. Februar 2017

IMG_0279Wie zeige ich meine Liebe? Wie drücke ich gut aus, was ich für die andere Person empfinde? Was ist eine gute Liebeserklärung, die auch als solche ankommt?

„Was wünscht du dir als Zeichen meiner Liebe? Was kann ich tun, um dich glücklich zu machen?“

Was braucht meine PartnerIn, um sich geliebt zu fühlen?  Man kann nie von sich auf die/den Anderen schließen: was mich glücklich macht, ist nicht automatisch das, was die andere genauso freut. Das braucht eine Portion Demut, selbst wenn wir einander schon lange kennen, kann ich nachfragen.

Vielleicht ist das schönste Geschenk zum Valentinstag heuer nicht das, was du willst sondern das, was deine PartnerIn sich wünscht? Blumen, Essen, Geschenke sind Dinge, die gerne verschenkt werden – nicht so gerne ist, die Garage aufzuräumen, das Bild aufzuhängen, die Klospülung zu reparieren oder einmal ganz anderen Sex zu haben.

Nur deine Frau / dein Mann kann sagen, wann er/sie sich geliebt fühlt. Mach heuer eine Liebeserklärung, die überraschend anders ist! Und lass dich überraschen von dem, was dann möglich ist. Echte Liebe macht immer mehr möglich als wir denken. 

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Partnerschaft

16. Januar 2017

Wenn du einen Partner oder eine Partnerin hast, welche Gefühle genau empfindest du für ihn oder sie heute? Würdest du dich heute wieder für diese Partnerschaft entscheiden? Aus welchen Gründen würdest du dich dafür oder dagegen entscheiden? Wenn sich deine Meinung geändert hat, wann ist das geschehen und warum ist das so?

Liegt es in deiner Möglichkeit, das zu ändern?

tavern-398712_1280Viele Menschen leben Beziehungen so, als ob sie vor einem Ofen säßen und sagen: Wenn du mir Wärme gibst, gebe ich dir Holz!

Bei diesem Beispiel sehen wir, dass das nicht funktionieren wird. Wir müssen anfangen damit, wir sind aufgerufen, den ersten Schritt zu tun. Und zwar nicht deshalb, weil ich finde, dass der Ofen das Holz verdient hat sondern weil ICH es warm haben will. Meine erste Handlung ist in Beziehungen so wichtig wie in der Physik!

Übernimm Verantwortung für deinen Anteil an diesem gemeinsamen Leben. Wenn du möchtest, dass deine Beziehung gut ist, liegt es (auch) an dir, das zu tun.

Lieben ist ein „Tun-Wort“!

Wenn du etwas tust, wodurch sich deine PartnerIn geliebt fühlt, wird das auf dich fireplace-620427_1280zurückkommen. Direkt oder indirekt, über deine geänderte Sicht. (Das funktioniert aber nur, wenn du tatsächlich einen Schritt tust, nicht, wenn du das aus Berechnung machst!)

Wenn du es aber schaffst, diesen Schritt zu machen, wenn du liebevoll mit deinem Partner / deiner Partnerin umgehst, dann wirst du die Wärme spüren, die sich daraufhin ausbreitet. Du wirst Liebe erfahren, deine eigene und die von anderen. Nicht nur in deiner Partnerschaft sondern im Umgang mit allen Menschen.

 

Partnersuche

9. Januar 2017

online-dating-570216_1280Suchst du oder wünscht du dir eine Partner/einen Partner? Was ist dein Motiv? Was wünscht du dir von ihm/ihr? Was soll er oder sie dir geben, was du jetzt nicht hast? Welche Bedingungen und Erwartungen hast du an ihn oder sie?

Oft entstehen Schwierigkeiten in Partnerschaften dadurch, dass wir uns vom Anderen wünschen, dass er/sie unsere Probleme löst, unsere Wünsche befriedigt, unsere Träume erfüllt.

Aber das ist unsere eigene Aufgabe!

Niemals kann der Partner / die Partnerin unsere Sehnsucht nach Glück (alleine) stillen. Der/die Andere kann Bedingungen schaffen, die es uns erleichtern oder erschweren, glücklich zu sein, aber glücklich MACHEN kann uns niemand. Das ist unsere eigene Aufgabe: ich muss mich mit mir aussöhnen, ich muss mich lieben, mich (mein Leben lang) begleiten, zu mir stehen. Wenn ich diese Aufgabe an jemanden anderen abgebe, klingt das zwar zuerst verlockend, aber es ist auch gefährlich, denn es macht abhängig.

Sind wir nicht immer abhängig von einer PartnerIn?

Ja, insofern, als es uns nicht egal ist, ob wir geliebt werden oder nicht. Als es immer schön und fein ist, gemocht zu werden, in meiner Würde und Schönheit gesehen zu werden. Ich winnie-pandey-1798809_1280will nicht verlassen werden, ich will geliebt werden – von dem Menschen, der meinE
PartnerIn ist. Aber fundamental wichtig ist immer die Beziehung, die ich zu mir selbst habe: wenn ich mich selbst mag, kann ich mich um mich selbst kümmern, dann muss diese Aufgabe nicht jemand anderer für mich erledigen.

Liebe dich selbst – dann ist dein Partner/ deine Partnerin von dieser Aufgabe befreit.

Dann könnt ihr einander frei begegnen, dann ist nicht immer die Frage da, ob du genug bekommst, ob du mehr gibst als du bekommst. Denn dann bist du schon reich, geliebt und geschätzt. Und du kannst deiner PartnerIn auch in Freiheit begegnen, wenn sie/er dich nicht immer mit Vorwürfen bombardiert, weil du seine /ihre Wünsche nicht erfüllt hast.


Eine Beziehung ist keine gegenseitige Verpflichtung zur Versorgung unerfüllter Wünsche,

love-1013708_1280keine Versicherung, keine Wunscherfüllungsmaschine zur Nachbesserung kindlicher Bedürfnisse. Eine Beziehung ist dafür da, den anderen in seiner/ihrer Freiheit, Schönheit und Würde in Liebe zu begleiten, nur dann ist sie frei. Und so eine Form der Beziehung sprengt alle Erwartungs-Rahmen, in die wir einander zu zwängen versuchen, die lässt frei zur gegenseitigen Freude aneinander.

 

Wenn Sie zu diesem oder einem anderen Thema mit mir reden möchten, freue ich mich, Sie kennenzulernen. Bitte rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin aus, und sprechen wir über die Dinge, die Sie beschäftigen. Ich bin überzeugt: reden hilft!

 

 

… für immer und ewig …

9. Mai 2016

Mein Sohn wird in ein paar Tagen heiraten. Das macht mich stolz und glücklich, ich freue mich auf dieses Fest mit ihm, seiner Braut und allen Freunden und Familienangehörigen.

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Aber darf man sich angesichts der Scheidungszahlen noch darüber freuen? Müsste ich die beiden nicht warnen, sie davon abhalten?

Wie kann das gelingen – (möglichst) ein Leben lang zusammen zu bleiben? Wie wird man gemeinsam glücklich? Ist das überhaupt möglich? Worauf können wir hoffen? Was können wir von einander erwarten? Und warum scheitern so viele Ehen und Partnerschaften?

Wie kann Beziehung gelingen?

Meine Erfahrung ist, dass es wichtig ist, von der PartnerIn nicht die Rettung zu erwarten. JedeR ist für sein/ihr Glück selbst verantwortlich, und unsere Aufgabe in der Partnerschaft ist es, die/den anderen dabei zu unterstützen. Bei ihm/ihr zu sein, wenn sie/er es schwer hat, die Hand zu halten und den Rücken zu stärken, miteinander zu reden, über alles im Gespräch zu bleiben.

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Aber die eigenen Probleme sind immer die eigenen, und nur man selbst kann sie lösen. Das scheint unangenehm zu sein – „mach mich glücklich!“ ist so viel leichter. Aber das Problem ist: es funktioniert nicht. Nur man selbst kann die eigenen Probleme lösen – wenn der Partner/die Partnerin in mir etwas auslöst, muss ich selbst damit fertig werden. Nicht „Du musst dich ändern“ sondern „aha, ich hab da ein Problem, das muss ich jetzt lösen“.

Ich arbeite oft und gerne mit Paaren, sowohl denen, die einfach nur möchten, dass ihre Kommunikation besser wird oder die bereits in echten Schwierigkeiten stecken. Falls Sie dazu gehören, scheuen Sie sich nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen, telefonisch oder direkt online. Ich rede gerne mit Ihnen darüber.

… und jetzt gehe ich mich für die Hochzeit umziehen …!

Allerheiligen: Loslassen oder Abschied nehmen?

2. November 2015

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Es ist November, die Zeit, in der wir an die denken, die wir verloren haben:

  • an Verstorbene, die wir geliebt haben
  • an Menschen, die noch leben, aber von denen wir uns trennen mussten
  • an Menschen, von denen wir uns entfernt haben
  • an Menschen, von denen wir innerlich getrennt sind
  • aber auch an Ideen, Projekten, Plänen, Hoffnungen, Träumen, …

Dinge gehen zu Ende, nichts ist in Stein gemeißelt. Alles verändert sich, nur nicht die Abschiede. Es wird immer Abschiede geben, und sie sind nie leicht. Wir hängen an Menschen, an Träumen, Vorstellungen, Plätzen und Orten, an Idealen..

“Du musst loslassen”,

hören wir oft. Müssen wir das? Was bedeutet das?

Wir bekommen gesagt, dass es “Zeit sei, weiterzugehen”, dass wir uns “neu orientieren” müssten, dass wir “nicht an Altem klammern” sollten. Weiß eigentlich irgendjemand, wie das gehen soll?

Ich glaube, es ist eher umgekehrt:

Nimm den Menschen fest ins Herz!

Was schwierig ist, sind all die offenen Rechnungen, die ungesagten Worte, die zu kurz gewordene Zeit. All das ist ja wirklich traurig. Die gute Nachricht ist, dass es nie zu spät ist dafür. Wir können mit einem Menschen viel wieder gut machen, auch wenn dieser Mensch nicht mehr direkt bei uns ist. Was wir an Vorwürfen im Herzen tragen, ist das Problem; unsere Gefühle sind es, die uns belasten.

Sagen Sie alles, was Sie sagen wollten, schreiben Sie es auf!

Finden Sie einen Platz, schreiben Sie einen Brief, machen Sie ein Ritual für diese Dinge! Betrachten Sie ein Foto, zünden Sie Kerzen an.

Und vergeben Sie sich selbst!

So kann Abschied gelingen. Es wird weh tun, ja, es wird immer wieder kommen, ja, aber es wird leichter werden. Manche Abschiede gelingen erst nach einer Zeit, und werden lange schmerzen, lassen Sie sich Zeit.

Aber lassen Sie liebe Menschen oder Träume nicht los – behalten Sie sie in Ihrem Herzen. Dort ist der beste Platz. Wir wollen Menschen nicht loswerden, wir wollen sie nahe am Herzen tragen.

Abschied nehmen, nicht nur Loslassen!

Wenn Sie mit mir darüber reden wollen, dann bin ich gerne bereit dazu! Rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin aus. Ich freue mich darauf, mit Ihnen sprechen zu können.

„Schuldige“ und „Arme Opfer“

14. Mai 2015

Beziehungsdiskussionen

Wir drehen uns in Beziehungen gerne im Kreis:

Wir geben einander die Schuld an Problemen, wir fühlen uns als arme Opfer, die ja nur auf die Aggression der/des anderen reagieren:

Du hast angefangen!

Ich habe einmal eine Übung gemacht, die sehr spannend war: zwei Menschen sollten einander gegenüberstehen und gar nichts tun. Nur, wenn sie am anderen eine Bewegung bemerkt hatten, sollten sie diese nachmachen, und sie ein ganz kleines bisschen vergrößern. Das hat zwangsweise dazu geführt, dass in sehr kurzer Zeit beide sehr große Bewegungen gemacht haben. Aber beide waren überzeugt, dass sie nur reagiert und nicht begonnen hatten. Weil man immer IRGENDEINE Bewegung macht, die man weder beabsichtigt noch bemerkt hat – und so geht der Kreislauf los.


So wird man sich nicht einigen. Auch wenn es uns noch so schwer fällt: solange wir mit der Frage beschäftigt sind, wer angefangen hat, werden wir aus dem Kreislauf nicht herauskommen. Es haben in einer Beziehung IMMER beide ihren Anteil an dem Geschehen. JedeR handelt so, wie er/sie glaubt, es richtig zu machen, so, wie er/sie bis jetzt gute Erfahrungen gemacht hat. Niemand macht etwas zuerst einmal aus einer bösen Absicht heraus, um den/die Andere zu verletzen. Das passiert allerdings, das ist so gut wie unvermeidlich. Leider. Und so beginnt das Spiel: ich mach etwas, weil ich mich verletzt fühle, damit bringe ich dich in Bedrängnis oder in Not, verletze dich, und du handelst aus deiner Not und Verletzung heraus, was wiederum mich verletzt. KeineR wollte es, jedeR fühlt sich unschuldig und im Recht …

Aber: wollen wir in unseren Beziehungen eigentlich RechthaberInnen oder LiebhaberInnen sein? Der Weg aus diesem Kreislauf ist nicht schwer, und aber gleichzeitig sehr schwer: Lassen wir die Schuldzuweisungen hinter uns: “Es ist schief gelaufen zwischen uns, was können wir tun, um in Zukunft solche Probleme zu vermeiden?”

Was kann ICH tun, um dich nicht mehr zu verletzen?

So kommen Sie aus der “Schuldenfalle” heraus, und wieder aufeinander zu. Probieren Sie es, es zahlt sich wirklich aus!

Wenn Sie mit mir darüber reden wollen, wenn Sie alleine oder gemeinsam aus diesem Kreislauf aussteigen wollen, dann sind Sie sehr willkommen, das zu tun! Rufen Sie an oder machen Sie online einen Termin aus. Ich freue mich darauf, mit Ihnen daran zu arbeiten!