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Raunächte 8: 1. Jänner: Gutes Neues Jahr!

1. Januar 2017

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Heißen Sie es einfach willkommen, dieses Jahr!

Lassen Sie sich darauf ein, nachdem Sie sich vom alten Jahr getrennt haben.

Freuen Sie sich  – ein bisschen wie ein Kind – auf all das, was es Ihnen bieten wird.

Willkommen im neuen Jahr!

Alles Gute für 2017!

Raunächte 7: 31. Dezember: Räuchern und Orakeln.

31. Dezember 2016

Das Räuchern:incense-1765739_1280

Einer der wichtigsten Bräuche in den Raunächten ist das Räuchern. Die Wohnräume und die Stallungen wurden geräuchert. Damit wurde das alte Jahr verabschiedet und alles Schlechte, das sich im Laufe des Jahres angesammelt hatte, vertrieben. Gleichzeitig bat man um Segen für das neue Jahr, um Glück und um reiche Ernte. Auch die Vorstellung, Geister und Dämonen abzuwehren, veranlasste Menschen zum  Räuchern.

Früher wurde vor allem mit heimischen Kräutern geräuchert, mit Wacholder, Rosmarin, Salbei oder Thymian, aber auch mit Sandelholz, Fichte und Zeder. Am bekanntesten ist sicher Weihrauch und Myrrhe.

Zum Räuchern wird eine Schale, in die auf eine glühende Kohle der Räucherstoff Ihrer Wahl gegeben wird, durch die Räume getragen, dabei können Sie singen, um Segen bitten oder sich schweigend von allem Alten verabschieden. Anschließend wird kräftig gelüftet, damit das Alte hinaus und das Neue hereinkommen kann.

new-years-day-1838254_1280Orakel und Glücksbringer

Das beliebteste Orakel ist das Bleigießen, bei dem flüssiges Blei in kaltes Wasser gegossen wird. Aus der entstandenen Form wird auf das geschlossen, was im kommenden Jahr geschehen wird.  Einander mit kleinen Glücksbringern wie Schweinchen, Geldbeuteln oder Rauchfangkehrern Glück zu wünschen ist eine Möglichkeit, einander Verbundenheit zu zeigen.

Die Wilde Jagd – die Gesellschaft der Frau Percht – tobt in dieser Nacht laut durch die Gegend. Bekannt ist die Tradition, keine Wäsche hängen zu lassen, damit sie sich nicht in dieser verfangen. Die Legende sagt, dass die bösen Geister sonst ein Wäschestück mitnehmen und im kommende Jahr als Leichentuch verwenden werden – jemand aus diesem Haus würde sterben. Diese Geister mit viel Lärm zu vertreiben ist der Grund für die Feuerwerke, mit denen das neue Jahr begrüßt wird.

Es soll übrigens auch für Glück in der Liebe sorgen, in der Silvesternacht rote Unterwäsche zu tragen. Probieren Sie es, schaden wird es sicher nicht… 😉

Raunächte 6: 30. Dezember. Der Blick zurück.

30. Dezember 2016

new-year-729005_1280Bald ist es vorbei, dieses Jahr. 

Ein paar Tage noch, dann beginnt 2017. Es ist eine der Aufgaben der Raunächte, mit dem Alten abzuschließen, das Vergangene loszulassen, damit wir frei sind für das Neue.

Halten Sie heute einen Rückblick über das Jahr 2016:

Wie zufrieden sind Sie mit diesem Jahr? Was haben Sie erlebt? Worüber haben Sie sich gefreut? Was bedauern Sie? Was hat weh getan und braucht noch Trost oder Heilung? Was waren Ihre Erfolge – die großen und die kleinen, oft von außen kaum zu bemerkenden? Welche Träume haben Sie erfüllt, welche sind noch offen? Was ist mit den Vorsätzen und Projekten, die Sie sich vorgenommen haben? Was möchten Sie davon weiterführen, was abschließen?

Nehmen Sie sich Zeit, setzen Sie sich hin und machen Sie Ihren persönlichen Jahresrückblick, Jahresabschluss, Ihr Resümee. Wenn es Ihnen leichter fällt, nehmen Sie Ihren Kalender und gehen Sie Monat für Monat vor.

Bevor das Neue kommt sollte das Alte abgeschlossen sein.

 

Verabschieden Sie sich gut von diesem vergehenden Jahr, schreiben Sie einen Abschiedsbrief:

Liebes Jahr 2016!

Du hast mich jetzt beinahe 366 Tage begleitet, und ich muss jetzt leider mit dir Schluss machen. Ich sage es ehrlich: ich habe bald ein neues Jahr.

Wir beide haben viel miteinander erlebt, und dafür danke ich dir. Nicht alle meine Wünsche hast du erfüllt, und so manchen Schmerz hast du mir bereitet. Aber du hast mir auch viel Freude gemacht, wir hatten mitunter echt Spaß miteinander. Es war gut, dass wir so lange zusammen waren, und ich hoffe, wir können Freunde bleiben.

Ich wünsche dir alles Gute dort, wohin du jetzt gehst, bedanke mich für die guten Zeiten, die wir hatten und mache mich jetzt bereit für eine neue Beziehung mit einem neuen Jahr.

Alles Liebe dir, deine NN.

Raunächte 5: 29. Dezember: das Glück in Worte fassen.

29. Dezember 2016

network-1020332_1280Heute können Sie sich fragen, wer oder was Sie glücklich macht. Was bringt Sie zum Strahlen? Worüber freuen Sie sich?

Reise in die Vergangenheit:

Um sich das zu erleichtern, können Sie eine virtuelle Reise in die Vergangenheit machen und sich an all das erinnern, was Ihnen bisher Kraft gegeben und Freude gemacht hat. Dazu kann es hilfreich sein, in 5-Jahresschritten vorzugehen, Tagebücher, Fotoalben oder Soziale Medien zu Rate zu ziehen. Worüber haben Sie sich gefreut, was war gut, was ist Ihnen Gutes erfahren?

Den Menschen (und allen anderen Kräften) dankbar sein.

Denken Sie heute an alle, die Sie bis hierher unterstützt haben: Familie, FreundInnen, UnterstützerInnen aus Beruf, Vereinen oder der Nachbarschaft? Seien Sie dankbar, schreiben Sie nicht nur Sammel-SMS sondern nehmen Sie sich Zeit für einen Anruf, einen Brief, einen Besuch. Bedenken Sie auch Ihr Glaubenssystem – Gott, Allah, Buddha, Frau Percht, Energie, allumfassende Liebe, Engel, Weisenrat, … – auch diesen können Sie in Ihrer Form für ihre Unterstützung danken.

Das Glück in Worte fassen:

Nehmen Sie sich Zeit, all das aufzuschreiben, Ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu geben, vielleicht in einem Ritual allen zu danken, die für Ihr Glück mitverantwortlich sind.

Und vergessen Sie dabei niemals, sich selbst auch kräftig auf die Schulter zu klopfen – Sie sind Ihres Glückes bester Schmied!

Raunächte 4: 28. Dezember: Tag der unschuldigen Kinder

28. Dezember 2016

kinder_gmuendDer Name des heutigen Tages bezieht sich auf die Kinderermordung durch König Herodes, nachdem dieser von der Geburt Jesu Christi erfahren hatte. Er fürchtete die Konkurrenz und ließ daher sicherheitshalber alle neugeborenen Kindern in Bethlehem und Umkreis töten. 

„Verkehrte Welt“

An diesem Tag gab es im Mittelalter den Brauch der „verkehrten Welt“: Kinder nahmen die Rollen der Erwachsenen ein und hatten einen Tag lang das Sagen. Es gibt in manchen Gegenden heute noch den Brauch, Erwachsene zu „schnapn“: die Kinder schneiden Tannenzweige und schlagen damit alle Erwachsenen, möglichst, wenn diese noch im Bett sind, mit den Worten:

„frisch und g’sund, frisch und g’sund
lang lem und g’sund bleim
nix glunzn nix klong 
bis i wieder kum schlong

des christkindl mit die kraussten hoar
wünscht a guates neigs joahr“

Als Dank für ihre Bemühungen gibt es dann ein bisschen Geld oder ein kleines Geschenk.

Die traurige Wahrheit: Unschuldige Kinder heute.

forward-1799923_1280Aber heute hat dieser Tag noch einen anderen, sehr traurigen Aspekt: Tausende Kinder leiden – unschuldig! – an Kriegen, weltweit. Sie müssen schreckliche Dinge erleben, werden als Kanonenfutter und Kindersoldaten missbraucht, leiden und verstehen dabei so wenig. Denken wir heute, in all unserer Sicherheit und Reichtum, auch an diese Kinder und vielleicht, was wir für sie tun können.

Raunächte 3: 27. Dezember: Über die Raunächte.

27. Dezember 2016

full-moon-1809630_1280Woher kommen die Raunächte?

Entstanden ist diese Tradition und ihr Brauchtum vor langer Zeit, wahrscheinlich aus der Beobachtung des Jahreskreises. Denn die Erde bewegt sich in 365 Tagen um die Sonne, der Mondumlauf um die Erde dauert aber nur 354 Tage – das bedeutet, es bleiben genau 11 Tage und 12 Nächte, um diesen Unterschied auszugleichen.

Vorchristliche Bräuche wurden übernommen.

Viele Bräuche aus dieser Zeit gelten als heidnisch und wurden von der Kirche als Riten übernommen, die den Menschen hilft, die Zeit gut zu gestalten. Die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wurde als „Mutternacht“ bezeichnet, die in vorchristlicher Zeit der Muttergöttin Percht, und damit dem Kampf zwischen Licht und Dunkel geweiht war. Nicht von ungefähr wird an diesem Tag seit dem Einzug des Christentums Weihnachten gefeiert, in dem diese Symbolik aufgegriffen wird: Christus, das Licht der Welt.

Ruhepause für alle!

Aber egal, woher dieser Brauch kommt und wie alt er ist: jeder Mensch soll in dieser Zeit die Möglichkeit haben, zur Ruhe zu kommen und sich neu auszurichten, das Vergangene abzuschließen, damit er das Neue gut beginnen kann. Daher kommt wohl auch der Brauch, in dieser Zeit nur die nötigsten Arbeiten zu verrichten. 

Auch die Natur kommt in dieser Zeit zur Ruhe, sie sammelt Kraft, um sich auf das Frühjahr vorzubereiten: auch wenn es so aussieht, als ob alles still stünde, sind diese Zeiten die wichtigsten, da hier „im Untergrund“ das meiste passiert.

Raunächte 2: 26. Dezember. Wünsche und Geschenke

26. Dezember 2016

gifts-570821_1280Der große Weihnachtstrubel ist vorbei, heute werden die empfangenen Geschenke freudig (oder auch weniger erfreut) angeschaut:

Was haben Sie bekommen?

Haben Sie sich das gewünscht? Ist es so, wie Sie es sich vorgestellt haben, freuen Sie sich darüber?

Was haben Sie nicht bekommen, obwohl Sie sich darüber gefreut hätten?

Was machen Sie mit den nicht so passenden Geschenken? Oft wird entschieden, sie in den nächsten Tagen umzutauschen oder zurückzugeben.

Für die gelungenen Geschenke bedanken Sie sich am Besten, indem Sie sie verwenden: 
Beschäftigen Sie sich heute bewusst mit Ihren Weihnachtsgeschenken: spielen Sie dieses Spiel, lesen Sie dieses Buch, kosten Sie die Pralinen, tragen Sie Ihren neuen Schmuck! Wann, wenn nicht heute?

Wenn Sie nicht bekommen haben, was Sie sich gewünscht haben – womit hängt das zusammen? Haben Sie es nicht gut kommuniziert? In den Raunächten ist vieles möglich: auch, sich zu überlegen, wie man das in Zukunft besser machen könnte und Schritte in diese Richtung zu setzen.

Für den Rest der Welt: 
Abgesehen von Ihren persönlichen Geschenken – machen Sie sich Gedanken über Ihre Herzenswünsche für sich, für Ihre Lieben, für die Welt. Friede den Menschen auf der ganzen Erde, ein Ende des Hungers und des Elends, gleiche Rechte für alle, eine gesunde Umwelt für unsere Kinder, Gerechtigkeit und Gesundheit.