Posts Tagged ‘SElbständigkeit’

Marilyn: Home Story (3)

28. Mai 2018

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Marilyn hat John F. gesagt, dass sie sich in Ruhe Zeit nehmen will für ihr Zimmer und dass sie nicht will, dass er es einfach entrümpelt. Die beiden hatten daraufhin Streit und Marilyn kommt traurig in die Therapie.

„Er hat gesagt, ich bin anstrengend und kompliziert. Er will doch nur mit mir eine gute Zeit erleben, er will es schön haben mit mir und mir auch das Leben leichter machen, indem er mir hilft, mein Haus neu zu organisieren. Er versteht überhaupt nicht, warum ich das nicht annehmen will.“

Und Sie: verstehen Sie sich?pair-707502_640

„Auch nicht wirklich. Ich habe mir jahrelang gewünscht, dass wir zusammen sein können, und jetzt, wo es endlich so ist, ist es eine reine Katastrophe. Wir streiten oft, und dann sagt er, er hätte gleich bei seiner Frau bleiben können. Wenn er gewusst hätte, dass ich so mühsam und streitsüchtig bin – das hat er bei ihr auch gehabt.“

Autsch, das klingt ja richtig schmerzhaft! Was sagen Sie darauf?

„Gar nichts. Ich fühle mich wie eine Versagerin. Ich will doch auch, dass wir es gut haben miteinander. Und ich finde es auch angenehm, wenn er Dinge in die Hand nimmt und so aktiv ist. Letztens hat er die Gartenhütte neu gestrichen, das war schon lange fällig, aber ich hätte jemanden dafür bezahlen müssen, so etwas mag ich nicht alleine machen. Es ist gut, einen Mann im Haus zu haben, der von sich aus Sachen macht.“

Ja, das kann ich mir vorstellen.

adult-1822498_640„Und dann ist wieder alles fein, und ich liebe ihn. Will mit ihm schlafen, und wenn wir das tun, ist es immer großartig. Er ist ein super Liebhaber und mir macht es dann auch immer viel Spaß. Aber nicht einmal da ist alles gut: oft will er nicht. Können Sie sich das vorstellen: immer hat er mit mir geschlafen, sobald wir uns irgendwo getroffen haben, immer war er voll Leidenschaft und Sehnsucht! Immer war er ausdauernd und liebevoll, immer hat er gesagt, dass er verrückt ist nach mir. Sex war das Beste an unseren Treffen. Und jetzt: er ist müde, er kann jetzt nicht. Ich verstehe das alles nicht.“

 

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Macht und Ohnmacht

21. November 2016

money-619019_1280Was denkst du über die Mächtigen und Reichen dieser Welt? Über Politiker, Herrscher, Unternehmer und Top-Manager? Über die Entwicklungen der letzten Zeit? Was denkst du darüber? Wie stehst du zum Kapitalismus, zum Nationalismus, zu rechten oder linken Bewegungen?

Wirst du wählen gehen? Warum? Was erwartest du von der Zukunft?

Oder denkst du, dass es egal ist, weil wir sowieso keinen Einfluss haben? Weil „die da oben“ (wer auch immer das sein soll) es sich schon richten werden? (Geh trotzdem wählen: einer gewinnt auf jeden Fall, und die Wahrscheinlichkeit, dass deine Stimme etwas bewirkt, lebt nur, wenn du sie auch abgibst!)

Fühlst du dich machtlos?

Im Moment ist es ziemlich in, wütend zu sein auf „die da oben“, das „Establishment“, auf die, die anscheinend alles machen können. Als Reaktion ziehen sich viele Menschen in ihr Privatleben zurück: wie viele FB-Likes bekomme ich, was brauche ich zu meinem ganz persönlichen Glück, wie kann ich meine Schäfchen ins Trockene bringen? Sie beschäftigen sich nur mit dem, was sie im Moment direkt betrifft, und kümmern sich nur um die, die ihre FreundInnen und ihre Familien sind.

Wir fühlen uns ohnmächtiger als wir in Wirklichkeit sind!

 

away-1020437_1280Es wird uns vorgegaukelt, dass wir keine Macht hätten. Aber Macht kommt von machen: wir können immer etwas machen. Wir können im Kleinen, Privaten, etwas machen, aber auch im Großen, Politischen. Wir sind aufgefordert, Zeichen zu setzen: Freundlichkeit und Offenheit zu leben, Respekt und Toleranz zu zeigen, Freiheit zuzulassen und Großherzigkeit im Geben und Denken zu üben.

Ohnmachtsgefühle werden absichtlich geschürt, aus politischem Kalkül. Wir sind es nicht. Menschen, die sich ohnmächtig fühlen, sind manipulierbar. Denen kann man Angst machen, die sind bereit, sich einem Führer anzuvertrauen. Das entmündigt dann.

Wir sind nur dann ohnmächtig, wenn wir unsere Macht abgeben!

Lass das nicht zu. Sei mündig. Mach etwas! Wir sind stark und mächtig, wir können machen, was wir für richtig finden.