Posts Tagged ‘Selbstliebe’

Bedauern und Verzeihen

20. Februar 2017

face-1190352_1280Was bereust du oder bedauerst du heute, in deinem Leben gemacht oder gerade nicht gemacht zu haben? Was tut dir leid? Wo hast du zu früh umgedreht, wo bist du zu spät draufgekommen, dass du auf einem schlechten Weg bist?

Welche Beziehung hättest du eingehen, welche (früher) beenden sollen? Wo bist du dir selbst nicht treu geblieben, wo deineR PartnerIn nicht?

Was hast du bei deiner Familie nicht gemacht, oder was hast du gemacht, was sich als nicht hilfreich herausgestellt hat? Wo bist du dir und deiner Familie etwas schuldig geblieben?

Und wo hast du dich selbst verletzt, bist dir selbst etwas schuldig geblieben? Wo hast du vergessen, wie gut du bist, wie schön du bist, wie wertvoll du bist? Hast dein Licht „unter den Scheffel“ gestellt, hast dir nicht genommen, was dir zugestanden wäre?

Welche Fehler hast du begangen? Welche waren vielleicht gar keine sondern eine wertvolle Erfahrung auf deinem Weg? Und die, die echte Fehler waren – kannst du sie dir verzeihen? Was hast du daraus gelernt? (Es ist ja keine Tragödie, Fehler zu machen, richtig dumm ist nur, nichts daraus gelernt zu haben!)

map-2038769_1280Stell dich vor einen Spiegel und sei ehrlich zu dir. Es macht nichts mit deinem Wert als Mensch, wenn du einen Fehler zugibst, im Gegenteil: echte Menschen stehen zu ihren Fehlern.

Alle Menschen machen Dinge schlecht, das gehört (leider) zu unserem Leben dazu. Andererseits: aus Fehlern lernen wir. So haben wir gehen gelernt, reden, schreiben, lieben.

Habe den Mut, Fehler zu machen und daraus zu lernen! Liebe dich (trotzdem). Nicht wer keine Fehler macht, ist liebenswert sondern wer ehrlich ist und bemüht, diese in Zukunft zu vermeiden.

Liebe dich – du bist es wert!

 

 

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Partnersuche

9. Januar 2017

online-dating-570216_1280Suchst du oder wünscht du dir eine Partner/einen Partner? Was ist dein Motiv? Was wünscht du dir von ihm/ihr? Was soll er oder sie dir geben, was du jetzt nicht hast? Welche Bedingungen und Erwartungen hast du an ihn oder sie?

Oft entstehen Schwierigkeiten in Partnerschaften dadurch, dass wir uns vom Anderen wünschen, dass er/sie unsere Probleme löst, unsere Wünsche befriedigt, unsere Träume erfüllt.

Aber das ist unsere eigene Aufgabe!

Niemals kann der Partner / die Partnerin unsere Sehnsucht nach Glück (alleine) stillen. Der/die Andere kann Bedingungen schaffen, die es uns erleichtern oder erschweren, glücklich zu sein, aber glücklich MACHEN kann uns niemand. Das ist unsere eigene Aufgabe: ich muss mich mit mir aussöhnen, ich muss mich lieben, mich (mein Leben lang) begleiten, zu mir stehen. Wenn ich diese Aufgabe an jemanden anderen abgebe, klingt das zwar zuerst verlockend, aber es ist auch gefährlich, denn es macht abhängig.

Sind wir nicht immer abhängig von einer PartnerIn?

Ja, insofern, als es uns nicht egal ist, ob wir geliebt werden oder nicht. Als es immer schön und fein ist, gemocht zu werden, in meiner Würde und Schönheit gesehen zu werden. Ich winnie-pandey-1798809_1280will nicht verlassen werden, ich will geliebt werden – von dem Menschen, der meinE
PartnerIn ist. Aber fundamental wichtig ist immer die Beziehung, die ich zu mir selbst habe: wenn ich mich selbst mag, kann ich mich um mich selbst kümmern, dann muss diese Aufgabe nicht jemand anderer für mich erledigen.

Liebe dich selbst – dann ist dein Partner/ deine Partnerin von dieser Aufgabe befreit.

Dann könnt ihr einander frei begegnen, dann ist nicht immer die Frage da, ob du genug bekommst, ob du mehr gibst als du bekommst. Denn dann bist du schon reich, geliebt und geschätzt. Und du kannst deiner PartnerIn auch in Freiheit begegnen, wenn sie/er dich nicht immer mit Vorwürfen bombardiert, weil du seine /ihre Wünsche nicht erfüllt hast.


Eine Beziehung ist keine gegenseitige Verpflichtung zur Versorgung unerfüllter Wünsche,

love-1013708_1280keine Versicherung, keine Wunscherfüllungsmaschine zur Nachbesserung kindlicher Bedürfnisse. Eine Beziehung ist dafür da, den anderen in seiner/ihrer Freiheit, Schönheit und Würde in Liebe zu begleiten, nur dann ist sie frei. Und so eine Form der Beziehung sprengt alle Erwartungs-Rahmen, in die wir einander zu zwängen versuchen, die lässt frei zur gegenseitigen Freude aneinander.

 

Wenn Sie zu diesem oder einem anderen Thema mit mir reden möchten, freue ich mich, Sie kennenzulernen. Bitte rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin aus, und sprechen wir über die Dinge, die Sie beschäftigen. Ich bin überzeugt: reden hilft!

 

 

Dein Blick zurück

31. Oktober 2016

person-731467_1280Wenn du einmal aus deinem Körper gehst, mit welchen Gefühlen und mit welchem Blick zurück auf dein Leben willst du dich verabschieden?

Wie möchtest du aus dieser Welt gehen?

Von welchen Menschen möchtest du dich verabschieden können? Wen willst du gekannt haben, wen hättest du gerne getroffen?

Welche Erlebnisse möchtest du gehabt haben, welche Länder möchtest du gesehen, welche Bücher gelesen, welche Filme gesehen, welche Musik gehört haben? 

Welche Bücher möchtest du geschrieben, welche Musik gemacht, welche Bilder gemalt haben? Welche Ideen sollen von dir bleiben, welche Arbeit, welche Erinnerungen?

Wie viel Familie, wie viele Freunde willst du zurücklassen? Wie möchtest du, dass diese Menschen von dir reden? Was soll auf deinem Grabstein stehen?

Wie soll dein Leben ausschauen, wenn du eines Tages gehst?

tree-648788_1280Worauf möchtest du zurückblicken, sodass du sagen kannst: „Gut war´s! Jetzt kann ich in Frieden gehen.“?

Sicher ist: eines Tages ist es so weit.

Was kannst du heute dazu tun, damit das tatsächlich eintritt? Was tust du, damit dir das Sterben und Abschiednehmen leichter fällt, weil du zufrieden sein wirst mit deinem Leben, deinen Erfahrungen, deinen Beziehungen, mit dir. 

Sterben ist viel leichter, wenn man vor dem Tod gelebt hat!

Ich weiß, dass das keine angenehmen Überlegungen sind, zu denen ich Sie heute anrege. Aber der Tod ist die einzige Sicherheit, die wir im Leben haben, und gerade jetzt ist eine gute Zeit, darüber nachzudenken. Bitte sprechen Sie mit mir darüber, ich freue mich, Ihre Gedanken (und Befürchtungen) zu hören und mit Ihnen nach Möglichkeiten zu suchen, ein gutes Leben zu leben.

Schamgefühle

10. Oktober 2016

little-boy-1635065_1280Im Laufe unseres Lebens erleben wir viel, und nicht auf alles schauen wir später auch zufrieden zurück: manches ist uns peinlich, und wir sind beschämt. Das kann etwas sein, was wir selbst getan haben oder was mit uns geschehen ist.

Was ist diese peinlichen oder unangenehmen Dinge, an die du dich immer noch erinnerst?

Was genau war damals peinlich, wofür hast du dich geschämt? Und wie denkst du heute darüber, welche Bedeutung hat es jetzt noch? Manche Dinge, die uns einmal peinlich waren, sind heute einfach lustige Anekdoten, die wir in geselliger Runde erzählen und über die wir lachen können.

 Aber manches Peinliche hält lange Zeit an und quält uns heute noch.

Das muss nicht so sein, denn: ES IST VORBEI!

Was auch immer es war, heute ist es nicht mehr, und es hat keine Macht mehr über dich, es sei denn, du hältst daran fest.

  • Wenn du in deiner Kindheit gehänselt worden bist – heute bist du erwachsen: es ist vorbei.
  • Wenn dir schlimme Dinge geschehen sind – heute lebst du in Sicherheit: es ist vorbei.
  • Wenn du (Jugend)Dummheiten begangen hast – heute bist du hoffentlich klüger: es ist vorbei.
  • Wenn du wenig Selbstwertgefühl hattest – das kannst du heute ändern: es ist vorbei.
  • Was es auch ist, das dich immer noch beschämt – es ist vorbei.

Deine Feigenblätter, hinter denen du diese Erlebnisse aufhebst – räum sie weg!

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Geh noch einmal in Gedanken zu diesen Erlebnissen, alleine oder in einem Gespräch mit mir oder jemand anderem, der/die dein Vertrauen hat. Schau freundlich auf das Kind oder den Menschen, der du damals warst und sprich freundlich mit dir: was du damals gefühlt hast und  wie du es heute siehst. Wie schön es ist, dass alles gut ausgegangen ist, denn es ist jetzt vorbei und du bist erwachsen geworden. Verwandle deine Gefühle der Scham, Minderwertigkeit oder Kleinheit durch liebevolle Zuwendung in Quellen deiner Erfahrung.

Du bist heute der Mensch, der du bist, weil alles, was du erlebt hast, dich zu genau diesem Menschen gemacht hat! 

Sei stolz auf dich: du hast so viel gelernt, so viel überlebt, so viel gemeistert! Sonst wärest du jetzt  nicht, wer du heute bist.

Du bist genau richtig, so, wie du bist!

 

 

Wahre FreundInnen

3. Oktober 2016

life-863037_1280Wir sind nicht alleine auf der Welt: wir sind von vielen Menschen umgeben, von einigen umsorgt, von ein paar geliebt. Dazu gehören oft Familienmitglieder, und ganz wichtig:

FreundInnen.

FreundInnen sind Menschen, die uns schon lange oder auch erst seit kurzem begleiten, die uns das Gefühl geben, zuhause und in Ordnung zu sein, mit denen wir Spaß haben können, und die auch in schweren Zeiten bei uns sind. Die dann vielleicht mit uns schweigen und weinen, die es schaffen, dass wir wieder Hoffnung fassen und die sich mit uns freuen, wenn es uns wieder besser geht.

Hast du einen wahren Freund oder eine wahre Freundin?

Wahre FreundInnen finden wir auf verschiedenen Wegen – Facebook oder andere Social Media können ein Weg dazu sein, oft sind sie es allerdings nicht. FreundInnen muss man im echten Leben treffen: Zeit miteinander verbringen, Freud und Leid miteinander teilen, vielleicht das eine oder andere Pferd miteinander stehlen und so manches intensive Gespräch haben. Ich denke, wirklich gute FreundInnen kann man so viele haben wie Finger an einer Hand. Es kann viele Bekannte geben, die man gerne trifft, aber mehr als 12 Menschen findet man meist nicht, die einem 100 Euro leihen würden.

Begegnest du ihm oder ihr wirklich wahrhaftig?face-1013519_1280

Kannst du dich ihm oder ihr gegenüber verletzlich und schwach zeigen? Erlaubst du dir, deine Maske vor diesem Menschen abzulegen? Kannst du über die Dinge reden, die dir wichtig sind, die dir Sorgen machen, über die du dir Gedanken machst, kannst du auch deine Hoffnungen und Freuden erzählen? Zeigst du dich so, wie du wirklich bist oder eine geschönte Version davon, aus Angst, sonst verlassen zu werden? Darfst du der Mensch sein, der du bist, ohne Erwartungen und ohne Rollen zu spielen?

Sei dir zunächst selbst eine wahrere FreundIn und werde dir selbst gegenüber ehrlich.

Dann kannst du FreundInnen anziehen. Menschen, die sich selbst gerne haben, sind wie Magnete: alle wollen mit ihnen befreundet sein! Menschen, die mit sich im Reinen sind, die nicht von ihrer Umgebung Bewunderung oder Bedürfnisbefriedigung erwarten sondern die einfach mit sich zufrieden sind, sind unheimlich anziehend für Ihre Umwelt. 

Du bist … liebenswert (?)!

26. Juli 2016

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Egal, was du machst, auch wenn es nicht unbedingt immer zielführend oder gewinnbringend oder gar besonders intelligent ist – du bist liebenswert!

Was macht denn einen Menschen liebenswert? Etwa seine großen und tollen Eigenschaften und Fähigkeiten? Das alles ist gut, aber es macht Menschen bewundernswert.

Die kleinen Unvollkommenheiten sind es, die Menschen „menschlich“ machen – und das macht sie liebenswert!

Wo bewunderst du dich, wo liebst du dich?

Was findest du an dir bewunderswert und was liebenswert? Was macht dich aus? Wer bist du? Welche Eigenschaften, Verhaltensweisen, Vorlieben hast du?

Was ist mit deinen Schwächen, deinen (kleinen) Unvollkommenheiten, den Dingen, womit du dich plagen musst?

Nutze die Sommerzeit, um dich mit dir liebevoll auseinander zu setzen!

Schau auf das, was du gut kannst, worauf du stolz bist, wo du Fähigkeiten und Fertigkeiten hast, über die du dich freust. Das müssen keine außergewöhnlichen Dinge sein, ich freue mich, wenn ich die Wäsche gewaschen habe und sie gut riecht, wenn ich eine Runde geschwommen bin oder wenn ich eine Arbeit fertig bekommen habe.

Und schau auf das, was deine „Schattenseiten“ sind: wo du deine Stärke vergessen, deine Schönheit verleugnet und deine Fähigkeiten versteckt hast. Mach dir bewusst, dass alles zu dir gehört: Licht und Schatten!

Wenn Sie über das oder ähnliches mit mir reden möchten, dann bitte rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin mit mir aus. Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu sprechen und Ihnen – so gut ich kann – zu helfen!

 

 

Der wichtigste Mensch

20. Juni 2016

Ich bin gerne mit einem lieben / interessanten / lustigen Menschen zusammen – deshalb bin ich so gerne alleine. 🙂

girl-1317084_1280Kannst du dir erlauben, das selbst zu sein? Macht es dir Freude, so von dir zu denken? Verbringt du gerne Zeit mit dir alleine? Was machst du dann?

Wie geht es dir – mit dir? Bist du eine angenehme Gesellschaft für dich? Ist es gut für dich, mit dir zu sein? Kannst du ein paar Stunden oder sogar Tage ohne Freunde / Familie / Gesellschaft sein?

Oder meidest du solche Situationen, sind sie für dich unangenehm oder sogar unaushaltbar? Fühlst du dich unwohl in deiner Gegenwart?

Kannst du es aushalten, nur mit dir zu sein? Ohne Ablenkung durch andere, Radio, TV oder Internet? Wie geht es dir, wenn du mit dir bist?

Es zahlt sich aus, sich kennenzulernen!

Schließlich bist du der einzige Mensch, der bis zu deinem Tod 100% bei dir sein wird. Tag und Nacht, jede Stunde, Jahr für Jahr. Du wirst dich selbst nicht los, kannst nicht Urlaub von dir nehmen, dich nicht von dir trennen.

Wenn man schon mit sich zusammen leben muss, dann ist es viel angenehmer, mit jemandem zu sein, der freundlich und wohlgesinnt ist als mit eineR FeindIn!

tent-1208201_1280Nur wer das Alleinsein genießen kann, wird auch für andere genießbar.

Denn wer zu sich selbst streng und verurteilend ist, wird in Gefahr kommen, das auch anderen gegenüber zu sein. Natürlich sind wir anderen gegenüber niemals so grausam wie zu uns selbst, aber der freundliche Umgang mit sich ist auf jeden Fall ein Gewinn. Du wirst noch lange mit dir leben…

Der Mensch, der dich dein Leben lang begleiten wird, dieser wichtigste Mensch in deinem Leben – er braucht deine Zuneigung, deine Zeit, dein Wohlwollen, ja sogar deine Liebe. Gönn dir das!

Schwach sein dürfen

30. Mai 2016

Schwäche zu fühlen oder gar zu zeigen ist für viele Menschen sehr bedrohlich. Sie haben dann den Eindruck, verletzbarer zu sein als sonst. Ist das so?

Sind wir tatsächlich verletzbarer, wenn wir Schwäche zulassen?

Wir alle sind immer wieder erschöpft, müde und kraftlos. Was gerechargeable-battery-145215_1280schieht, wenn wir das nicht zulassen, uns das nicht erlauben? Sind wir deshalb stark? Werden wir stark, wenn wir nicht zeigen, dass wir erschöpft sind? Ich nicht. Ich bin dann zwar – noch eine Weile lang – aktiv und funktionstüchtig, aber innerlich werde ich immer kraftloser. Und irgendwann geht es dann gar nicht mehr – ich werde krank oder depressiv, je nach Verfassung.

Und egal, ob in der Phase, in der ich noch dagegen ankämpfe oder danach, wenn ich krank bin – verletzbarer als sonst bin ich in beiden Phasen. Weil ich keine Ressourcen habe, um mich zu wehren.

hammer-682767_1280Eine Verletzung tut weh, wie auch nicht?

Verletzungen können wir nicht vermeiden, aber sie wollen versorgt werden. Dazu brauche ich Kraft. Meine Kraft. Bei körperlichen Verletzungen muss ich die Wunde reinigen, vielleicht nähen lassen, pflegen und mich schonen. Bei seelischen Verletzungen ist das ebenso, sie wollen betrachtet, behandelt und betrauert werden. Dazu brauche ich – vor allem meine eigene – Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Die eigene Zuwendung heilt am besten!

Wenn Sie sich also einmal schwach fühlen, dann wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit sich selbst zu. Nehmen Sie sich einen Tag oder ein paar Stunden Zeit, um nachzudenken, was Ihnen helfen könnte und das auch zu tun.

Wenn Sie gerne mit mir darüber reden möchten, freue ich mich. Ich kann Ihnen dabei helfen, sich leichter anzunehmen, sich wichtig zu nehmen und nett zu sich zu sein. Rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin für ein Erstgespräch mit mir aus.

Schon ein paar Tage alt

12. Januar 2016

baby-659476_1280Es ist schon ein paar Tage alt, dieses Jahr. Wie ist es bis jetzt gelaufen? Sind Sie zufrieden?

Wenn ja, was macht Ihre Zufriedenheit aus?

Wenn nein, was werden Sie tun, damit Sie zufriedener werden?

Würden Sie gerne zufrieden sein? Dürfen Sie das überhaupt? Kann man jemals zufrieden sein, angesichts des eigenen und fremden Versagens?

„Könnt ich zum Augenblicke sagen, verweile doch, du bist so schön…“

lässt Goethe Faust sagen. Eine schwierige Sache ist das mit der Zufriedenheit: wann sind wir zufrieden? Gibt es jemals diesen Augenblick, in dem einfach alles passt? Und selbst, wenn in meinem Leben einmal alles, wirklich alles passen würde (und das bezieht auch den Hormonstatus, die Mondphase und den Kontostand ein), bleibt dann nicht immer noch der Nahe Osten, die Klimaerwärmung und der Hunger auf der Welt?

Macht Zufriedenheit faul? Ist Selbstzufriedenheit nicht eine Ausrede?

Ich glaube, dass wir uns alle entwickeln wollen, dass wir ständig auf der Suche sind nach dem Besseren, dem guten Leben. Mit sich zufrieden zu sein bedeutet nicht, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben sondern aufzuhören, sich ständig selbst zu kritisieren und damit zu blockieren.

Selbstliebe: mit sich einverstanden sein, gerade, wenn nicht alles toll ist.

Liebe bedeutet, jemanden so anzunehmen, wie er/sie ist. Und das gilt auch für sich selbst. Es bedeutet nicht (nur), sich großartig zu finden, sich für toll oder super zu halten sondern es bedeutet, dass man sich so, wie man eben heute drauf ist, akzeptiert und nicht verurteilt. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wenn Sie sich darüber oder über ein anderes Thema gerne mit mir unterhalten wollen, bitte kontaktieren Sie mich: rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin aus. Ich freue mich, mit Ihnen zu arbeiten!

Das Innere Kind versorgen 1

8. Juni 2015

child-554357_1280 Dem “inneren Kind” liegt die Erfahrung zugrunde, dass alles, was wir erlebt haben, angenehm oder unangenehm, als Erinnerung in uns gespeichert ist. Wir können selbstverständlich die Vergangenheit nicht verändern, wohl aber das, was in uns davon als Erinnerung leben bleibt.

Wie geht das?

Wichtig ist, dass ich mich mir selbst zuwende. Ich bin die Einzige, die immer, bis an mein Lebensende, garantiert bei mir bleiben wird, und die 24 Stunden, 7 Tage die Woche mit mir zusammen ist. Ich bin also die ideale Bezugsperson für dieses innere Kind, niemand anderer sonst kann das so gut wie ich.

Und: heute bin ich erwachsen und groß. All die Erfahrungen, so schmerzhaft sie auch gewesen sein mögen, sind vorbei. Als diese Erwachsene wende ich mich dem Kind zu, das ich einmal war.

Ich fange damit an, dass ich ein Foto von mir als Kind anschaue, um mich in die Situation von damals hineinzuversetzen. Und dann beginnt erst einmal der angenehme Teil: ich darf dieses Kind liebevoll umsorgen. Was habe ich als Kind gerne gemacht? Was hat mich getröstet, beruhigt? Womit konnte man mich aufheitern? Was habe ich gerne gespielt? 

Ich erinnere mich daran und mache erst einmal genau das, was mir früher schon gut getan hat, oder was ich mir vielleicht immer gewünscht habe. Ich versorge mich mit Spielsachen, Spaß, Annehmlichkeiten, Essen. Ich tue, was Spaß macht, was mir Freude macht.

Dass ich dabei immer auch erwachsen bin, behalte ich stets im Auge: ich gönne mir nicht einfach alles, was sich ein Kind wünscht, sondern ich beurteile als Erwachsene, ob das, was sich das Kind wünscht, auch mit meinem momentanen Leben vereinbar ist. Wenn sich also mein inneres Kind ein Prinzessinnenkleid wünscht, werde ich mir das wahrscheinlich nicht zulegen mögen, aber als Kompromiss kann ich buntes Gewand anziehen.

Ich nehme so oft als möglich Kontakt mit diesem inneren Kind auf, frage es, wie es ihm geht, was es braucht, ob es sich etwas wünscht. Ich rede mit ihm, nur so kann es beginnen, Vertrauen zu mir aufzubauen, damit es später auch in der Lage ist, mit mir über die schlimmeren Dinge zu sprechen, die es erlebt hat.

Als einen weiteren Schritt lade ich das Kind ein, mit mir in meine aktuelle Welt zu kommen: ich zeige ihm, wo und wie ich heute lebe, dass mir heute niemand mehr weh tun darf, dass ich mich selbst um mich kümmern kann, dass ich gut für mich sorge. Ich kann es in die Arbeit „mitnehmen“, es mit mir Auto fahren lassen, ich zeige ihm meine Familie und meine Freunde. Dazu kann es hilfreich sein, dieses Kind als Symbol mit mir herumzutragen: ein kleines Auto, eine kleine Puppe, ein Stein – irgendetwas, was ich leicht einstecken oder auf meinen Schreibtisch legen kann. Das macht es leichter, sich immer wieder während des Tages daran zu denken.

Wenn Sie mit mir darüber reden wollen, wie Ihnen das gut gelingen kann, wenn Sie Hilfe dabei brauchen, weil Sie nicht alleine dem inneren Kind begegnen wollen oder weil es sehr bedürftig ist und sich nicht leicht versorgen lässt, dann arbeite ich gerne daran mit Ihnen. Rufen Sie mich an oder machen Sie online einen Termin mit mir aus. Ich freue mich darauf, Sie dabei zu unterstützen.