Ein gutes Jahr: Fließen 2021

An diesen heißen Sommertagen – die nun endlich da sind, wir mussten lange genug auf sie warten! – ist es angenehm, sich kühles Wasser über den Körper oder die Handgelenke fließen zu lassen. Das erfrischt uns, das kühlt uns, das bringt unsere Lebendigkeit wieder zurück ins Fließen.

Wenn wir das Bild ansehen, das ich heute für den Beitrag als Titelbild gewählt habe, dann sehen wir drei Rohre, aus denen Wasser fließt. Das Wasser sammelt sich im Becken. Den Abfluss daraus kann man nicht erkennen.

Wir wissen auch nicht, ob das Wasser trinkbar ist, woher es kommt, ob es kühl ist, etc. Aber wir sehen es fließen, und wir können uns auch das Geräusch des Plätscherns vorstellen, das es vermutlich macht.

Ins Fließen kommen, nicht festhalten müssen, den Dingen ihren Lauf lassen, Geschichten Freiheit schenken – das alles sind Dinge, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an „Fließen“ denke.

Wenn wir das Leben so fließen lassen, wie es eben fließen mag, ohne ihm besondere Richtungen aufzwingen zu wollen, dass ist es meist leichter als wenn wir uns genaue Vorgaben stellen, die sich dann einfach nicht erfüllen lassen.

Das Wasser fließt immer nur abwärts, das Wasser sucht sich nicht den schweren Weg, gegen die Naturgesetze. Das Wasser staut sich eine Weile, dann fließt es um die Hindernisse herum – das Wasser macht es sich leicht.

Bei dieser „Leichtigkeit“ ist nicht immer alles einfach oder langweilig. Wasser, das sich seinen Weg sucht, macht wunderschöne Dinge: vom Wasserfall über Stromschnellen, ruhigen Becken und idyllischem Plätschern.

Das alles gehört zum Fließen dazu, und das alles wird auch in unseren Leben geschehen, wenn wir das Leben fließen lassen. Es wird nicht automatisch alles leicht, langweilig oder ruhig – es kostet bloß nicht so viel Energie, wie wenn wir uns dagegen sträuben.

Das Wasser, das aus den oben gezeigten Rohren kommt, kann gut oder schlecht schmecken, kann einen langen Weg hinter sich haben oder erst gerade aus der Erde gekommen sein – all das wissen wir ja nicht. Was wir wissen, ist, dass es ohne Anstrengung einfach abwärts rinnt, und darin kann es uns eine Hilfe für unser Leben sein.

Denn am Schluss landet es im Meer, schaukelt dort in einer großen Menge mit anderen Wassern, die aus anderen Rohren gekommen sind, die über Wasserfälle oder durch Seen geflossen sind – und alle zusammen erst machen das Meer aus.

So dürfen auch wir unser Leben sehen: lassen wir das vergebliche Kämpfen gegen die Widerstände, fließen wir lieber um sie herum!

Stürzen wir uns beherzt in die Tiefe, wenn das grade dran ist, oder bleiben wir eine Weile stehen, weil wir in einem Teil eines Sees gelandet sind, der uns das ermöglicht. Plätschern wir gemütlich vor uns hin, nehmen wir auch mal etwas Geröll mit, solange es leicht geht.

Lassen wir das Leben fließen und seien wir gewiss, dass wir unser Ziel erreichen, auch ohne unsere großen Sorgen oder Bemühungen. Am Schluss landen wir alle im Ozean, sind alle unsere Mühen vergessen und wir können gemütlich in bisher unbekannten Wassern schaukeln.

In diesem Sinne: haben Sie eine gute Woche, erinnern Sie sich beim Fließen des Wassers an die Leichtigkeit, die auch Ihr Leben haben kann!

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