Ein gutes Jahr: Reinigung 2021

22. Februar 2021

Am vergangenen Mittwoch hat die Fastenzeit begonnen – eine gute Zeit, um alles loszuwerden, was uns belastet. Was auch immer das für Sie bedeutet, jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür.

Fasten – was kann das heute heißen?

Nun, viele Menschen verwenden diese Zeit, um die Weihnachtskekse, die sich auf Bauch und Hüften angelagert haben, loszuwerden. Andere wieder essen kein Fleisch, trinken keinen Alkohol oder rauchen nicht, um sich zu beweisen, dass sie nicht davon abhängig sind. Es gibt Menschen, die die Zeit für einen „inneren Frühjahrsputz“ verwenden, mit Detox und Entschlackung. Oder es gibt auch Etliche, die Auto fasten, Internet oder Fernsehen. Lauter sehr gute Ideen!

Werden wir das los, was wir nicht mehr brauchen (oder eh noch nie wirklich gebraucht haben)! In unserem Körper, aber auch in unserer Seele, schaut es oft aus wie auf dem Bild: vollgestopft mit Zeug, das wir einmal für ganz wichtig gehalten haben, das uns einmal so viel gekostet hat: Anerkennung durch jemanden, die Hoffnung, dass uns jemand liebt / bewundert, eine Fähigkeit, die uns so wichtig war. Das alles hatte seine Zeit – und dann liegt es wie verloren herum.

Lassen wir es los! Wessen Liebe oder Bestätigung wir gerne hätten, welche Erfolge wir uns auch erhoffen – lassen wir es einfach. Das Leben gibt uns genug. Wir müssen nicht immer noch mehr haben, noch reicher werden, noch größere Autos fahren, noch mehr bewundert werden. Die einfachen Dinge sind es, die das Leben mit Freude erfüllen. Es muss keine große Reise sein, kein großes Fest, keine unglaublich tolle Arbeit, keine Super-Beziehung.

Es reicht, wenn es gut ist. (Alles andere ist sowieso auf Dauer zu anstrengend.) Ich „backe gerne kleine Brote“, sage ich. Ich darf normal sein: einen normalen Job machen, mit normalen Menschen arbeiten, einen normalen Haushalt, eine normale FreundInnenschaft, eine normale Beziehung. Was mich besonders macht, ist die Kombination all dieser „normalen“ Dinge. Das reicht. Mehr muss nicht sein.

Die Gier hat uns an den Punkt gebracht, an dem wir jetzt sind: in einer ungerechten Welt, in der der weitaus größte Teil in Hunger, Krieg oder Elend lebt, in der wir „uns nicht leisten können, Kinder aus den Lagern aufzunehmen“, in der wir uns abschotten gegen alles „Böse, das von draußen kommt“.

Geiz ist nicht geil, Geiz ist der Grund für so viel Elend!

Und so lade ich ein, die Fastenzeit heuer damit zu verbringen, sich zu bescheiden, einfach und normal zu sein. Erlauben Sie sich, genau so zu sein, wie Sie eben sind (und nicht großartig, toll, umwerfend – das sind Sie sowieso nur dann, wenn Sie es nicht direkt anstreben),

Sie dürfen einfach Sie sein. Seien Sie mit sich einverstanden. Gehen Sie freundlich mit sich um, seien Sie nett zu sich, obwohl Sie ganz „normal“ sind. Oder genau: weil Sie ganz normal sind.

Sie sind in Ordnung so, wie Sie sind. Nicht fehlerfrei, das habe ich nicht behauptet, aber in Ordnung. Heißt: Sie dürfen so sein, wie Sie sind, das passt schon so!

Schenken Sie sich ein gereinigtes Herz, eine freie Seele, eine gute Zeit.

Ja, auch das Jahr 2021 ist eine gute Zeit. Nutzen wir sie gut, wir wissen nie, wie viel wir noch haben!

Ein gutes Jahr: Gleichgewicht 2021

15. Februar 2021

Es ist Fasching, heute ist Rosenmontag, morgen Faschingsdienstag – Dinge, von denen wir heuer nicht besonders viel mitbekommen. Das mag für die einen eine Erleichterung sein (es gibt Viele, die mit dieser „verordneten Fröhlichkeit“ nichts anfangen können), für die anderen ist es schade: es gibt nicht viele Zeiten im Jahr, in denen es erlaubt ist, lustig, fröhlich, in der Öffentlichkeit humorvoll zu sein.

Wir hatten viel zu betrauern in den letzten Monaten, viele Gründe, uns Sorgen zu machen. Viele Veranstaltungen konnten nicht stattfinden, viele Erlebnisse und viele Begegnungen waren nur online möglich. Es gab viel zu weinen – Menschen sind erkrankt und gestorben, Kinder wurden abgeschoben oder sind in Lagern erfroren, Geschäfte sind eingegangen, Beziehungen zu Brüche gegangen, wir sind einsam geworden, traurig, ängstlich, oft auch paranoid (weil man einfach nicht mehr weiß, wem man was glauben soll).

Umso wichtiger ist es, in dem Ganzen den Humor nicht zu verlieren! Und zwar nicht in einer Art, die das Unglück verdrängt / zur Seite schiebt / ignoriert, sondern es achtet und wertschätzt. Nicht im ENTWEDER – ODER, sondern ein UND. In dem Sinne: es gibt Unheil UND es gibt Heil.

Beides kann nebeneinander bestehen bleiben, keine Seite hat (alleine!) Recht, keine (alleine!) Unrecht. Das gilt für alles, das in uns selbst ist, und das gilt auch für uns als Gemeinschaft. Wir haben das Recht, zu feiern, fröhlich zu sein, Spaß zu haben UND auch jeden Grund, traurig zu sein, besorgt, verletzt. „Zwei Herzen wohnen in meiner Brust“, sagte der große Goethe, und ich denke mir oft: Anfänger – nur zwei!

Wir sind – zum Glück – Wesen, die mehr als eine „Seele“ haben, die mehr als ein Interesse haben. Ich möchte gerne viel lesen, ich möchte gerne gute Kontakte mit FreundInnen und Familie haben, ich möchte meine Arbeit gut machen, ich möchte mich bewegen, ich möchte meinen Haushalt in Ordnung halten – das geht sich nie alles aus.

Das macht auch nichts, das ist für alle Menschen gleich. Wir dürfen und müssen eine Auswahl treffen, die unserer momentanen Situation entspricht, ohne dabei die anderen zu vergessen. Jede Entscheidung ist für einen Moment, einen Tag, einen Lebensabschnitt richtig – aber die anderen sind es auch! Alle unsere Seiten haben die gleichen Rechte, keine darf alleine gewinnen.

Erlauben Sie sich die Balance Ihrer verschiedenen Seiten! Finden Sie ein Gleichgewicht von Freude und Sorge, Nähe und Distanz, Arbeit und Entspannung, Lachen und Weinen, Leben und Tod! Leben Sie Ihre Vielschichtigkeit, freuen Sie sich darüber. Bunt ist die Welt, bunt sind die Menschen, bunt ist das Leben!

Freuen wir uns über die Fülle des Lebens!

Ein gutes Jahr: Denken 2021

8. Februar 2021

Wir haben viel Zeit zum Nachdenken, und das ist auch gut so. Denn es wird nicht reichen, einfach abzuwarten, bis die Zahlen gesunken sind, bis alle geimpft sind, bis wir keine große Ansteckungsgefahr mehr haben, bis wir die berühmte „Herdenimmunität“ erreicht haben. Das alles wird gut sein, aber das kann es doch bitte noch nicht gewesen sein! Denken wir doch einmal nach: nicht die Pandemie hat das System ruiniert, sondern die Pandemie hat aufgezeigt, wie kaputt das System ist, in dem wir leben.

Ich werde jetzt nicht die xx.te Anmahnung, die zig.ste (pseudo)politische Botschaft schreiben – das haben andere schon gemacht, davon haben Sie im letzten Jahr schon genug gelesen.

Meine Einladung ist: schauen Sie doch einmal nach, was Sie machen, um in das System „Leistung, Anerkennung, Steigerung, Egoismus, Ausgrenzung, etc..“ zu passen. Wo zwängen Sie sich (noch schnell) hinein, um „noch mehr zu haben, um noch besser zu sein, um noch effektiver, schöner, fitter, besser etc.“. zu sein?

In dem ganzen Kreisen um MEHR verlieren wir uns selbst, bleiben wir selbst auf der Strecke (ganz zu schweigen von den Vielen, die die offensichtlichen VerliererInnen des Systems sind). Aber auch wir, die wir „ganz normal“ sind, die wir nicht in Armut leben, in Gefahr, abgeschoben zu werden oder so krank sind, dass unser Leben bedroht ist – auch wir selbst verlieren uns. Wir wollen immer mehr: Geld, Zeit, Freundschaften, Gesundheit, Lebensfreude, Spaß, Freiheit…

Was wir dabei verlieren?

Die Dankbarkeit, am Leben zu sein.

Das Staunen über die wunderschöne Welt, in der wir leben.

Die Freude über die Menschen, die uns umgeben.

Die Freiheit, die entsteht, wenn wir uns bewusst machen, dass wir genug haben.

Die Fülle, die wir in uns selbst vorfinden.

Die Entlastung, uns selbst so mögen zu dürfen, wie wir jetzt gerade sind – und nicht erst, wenn wir das oder jenes getan/erreicht haben werden – wir sind gut, so wie wir sind!

Just imagine – it’s a wonderful world!

Ein gutes Jahr: Ausdauer 2021

1. Februar 2021

Das ist ein gutes und wichtiges Motto für das aktuelle Jahr, denn wir werden noch eine Menge Geduld und Ausdauer brauchen, bis wir wieder so etwas wie Normalität erleben. Was hilft uns dabei, wie können wir Ausdauer bekommen, damit wir durch diese Zeit psychisch (halbwegs ohne schlimme Langzeitfolgen) kommen können? Wie bereitet man sich auf eine Ausdauersportart wie zB einen Marathon, eine Expedition, ein größeres Projekt oder eine längere Ausbildungszeit etc. vor?

Zuerst einmal muss man einen Plan machen, wie man sich die Zeit bis dahin einteilen will. Wann will man welche Teilziele erreicht haben, wie viel an Anstrengung wird das kosten, welche Ressourcen wird man dazu brauchen? Welche Fähigkeiten hat man schon, welche braucht man noch? Wer kann einem helfen?

Dann geht es an die echte Vorbereitung: man muss sich langsam immer mehr aufbauen, dabei immer nur sehr kleine Schritte vorwärts machen, weil jede Überforderung die Motivation schmälern würde. Das kommt einem am Anfang lächerlich vor, aber die Botschaft an das Unterbewusstsein ist: ich schaffe das!

Der Trick dabei ist: dranbleiben. Jeden Tag neu anfangen, immer wieder einen Neustart machen, immer wieder den Glauben daran erneuern, dass das große Ziel eines Tages erreicht sein wird. Stellen Sie sich vor, wie es sein wird, wenn Sie dort sein werden, wie toll es sich anfühlen wird!

Und dann: fangen Sie an. Tun Sie es, statt immer nur davon zu reden oder zu träumen. Oder darüber zu jammern, dass Sie es nicht erreichen können. Leben Sie so, dass Sie in einem Jahr zufrieden sind mit dem, was Sie heuer erreicht haben! Dinge kommen selten von allein, es braucht das, was man heute „embodyment“ nennt – etwas in den Körper bringen, real werden lassen.

Wir werden heuer jede Menge Ausdauer brauchen, und es ist manchmal unglaublich schwierig, die Geduld nicht zu verlieren (das passiert uns allen gelegentlich, aber das macht auch nichts, wenn wir uns da auch wieder herausholen)!

Wir können uns darauf verlassen, dass alle momentanen Schwierigkeiten eines Tages vorüber sein werden, und dass wir in ein paar Jahren auf diese Zeit schauen werden – mit welchen Erinnerungen und Gefühlen?

Das hängt (auch) von uns selbst ab: werden wir sagen, das war eine harte Zeit, aber wir haben sie gut genutzt, denn wir konnten etwas Wichtiges daraus mitnehmen, oder werden wir sie einfach als schrecklich und sinnlos bezeichnen (das wäre doch schade, schließlich ist es trotz allem UNSERE Lebenszeit)? Das liegt in unserer Hand.

Alles hat zwei Seiten, und wir haben die Möglichkeit, auf jede der Seiten zu schauen. Das bedeutet nicht, dass wir uns etwas schönreden sollten, wohl aber, dass wir uns darauf einlassen können, zuzugeben, dass es eine gute UND eine schlechte Seite gibt. Worauf wollen Sie schauen?

Denn: alles hat auch gute Seiten. Gehen Sie danach auf die Suche!

Bleiben Sie dran!

Teilen 2021

25. Januar 2021

Die Luft geht uns schon langsam aus nach all diesen langen Einschränkungen, Lockdowns, Kürzungen, Pressekonferenzen, neuen Bestimmungen – ab heute FFP2 Masken für alle! Es wird uns langweilig zuhause, die Kinder nerven, verlangen so viel von uns, die Sorgen um die Zukunft, um das Geld, um die Arbeit bedrängen uns. Wie soll da ein Teilen möglich sein, wieso spreche ich gerade jetzt vom Teilen, und wie soll das im Jahr 2021 gelingen, mit all der Unsicherheit in uns?

In der Hand steht: sei großzügig, teile mehr, tausche aus, konsumiere weniger, arbeite zusammen, lebe einfach, höre mehr zu, sei dankbar, lebe langsamer, genug ist genug … Das ist, was ich unter „teilen“ verstehe – ein bewusster, freundlicher, nachhaltiger Umgang mit uns, miteinander und mit der Welt.

Dann werden wir „uns wundern, was möglich ist“! Wir erleben, wir sehen, wir hören das, was wir erwarten. Wenn wir vom Leben, von den Mitmenschen, von der Welt erwarten, dass sie liebevoll, großzügig und freundlich sind, dann werden wir auch genau das erleben. Wenn wir aber Kleingeistigkeit, Gier und Lüge erwarten, werden wir auch das erfahren!

Der Unterschied ist der Fokus unserer Aufmerksamkeit. Das Leben hat beides zu bieten, das Gute und das Schwere, die Frage ist nur, welcher Seite wir die größere Beachtung schenken.

Daher lade ich ein, gerade jetzt, gerade in Zeiten wie diesen, besonders großzügig zu sein. Denn: wie Sie in die Welt hineinrufen, so wird sie Ihnen auch antworten. Das ist kein eigenartiges (esoterisches) Gesetz, sondern schlicht eine Frage der Erwartung und der Aufmerksamkeit. Also: seien Sie großzügig, verteilen Sie ohne Sorge – es ist genug für alle da!

Angst sät Angst, aber Freude sät Freude! Großzügig teilen sät ebenfalls Großzügigkeit.

Teile offen, verschenke großzügig, gib ohne Sorge – Lächeln, Freundlichkeiten, Aufmerksamkeit, Liebe, Zärtlichkeit. Aber auch Ängste, Leiden und Schwächen – bleib auch damit nicht alleine, versteck dich nicht damit. Auch hier gilt: wer menschlich ist und sich so zeigt, wird Menschlichkeit erfahren!

Wenn wir teilen, erleben wir, wie sich Gutes so schnell und weit ausbreiten kann wie ein Virus! Teilen wir Freude und Leid, teilen wir Verantwortung für uns und die Welt, teilen wir reichlich aus, dann werden wir auch alle gemeinsam reichlich beschenkt.

Feiern 2021

18. Januar 2021

Feiern im Jahr 2021 – wird das überhaupt möglich sein? Wenn wir hören, dass der x. Lockdown bis zum Tag x verlängert wird, und die Befürchtung besteht, dass er durch den x+1. Lockdown gefolgt sein wird – wem ist da schon noch nach feiern zumute? Wenn wir im Jahr 2020 noch gedacht haben, wir verschieben einfach alles um ein Jahr, dann wird uns langsam klar, dass es so einfach nicht sein wird. Auch für dieses Jahr ist eine Planung ausgesprochen schwierig.

Dazu kommt noch die Unsicherheit in finanzieller Hinsicht – wer kann sich schon noch leisten, eine Feier zu machen? Wie wird es mit der Wirtschaft weitergehen? Wer wird / soll das alles bezahlen, was diese Schließungen, die jetzt schon beinahe ein ganzes Jahr mehr oder weniger aktuell sind, kosten? Angesichts all dieser Unsicherheiten und auch Ärgernisse, die uns belasten – wie kann ich da eine Geschenkebox als „Überschrift“ haben, und vom Feiern reden? Ist das nicht eine Frechheit für alle, die sich sorgen oder die belastet sind?

Wir müssen eine Balance finden zwischen dem, was unser Verstand und unsere Gefühle uns vermitteln, das ist immer die Herausforderung. Denn oft erscheinen uns die Sorgen und Befürchtungen, die uns die Gefühle vermitteln, wie rationale Bedrohungen (und sie kommen doch aus dem Unbewussten, aus schlechten Erfahrungen und Erlebnissen). Und umgekehrt ist es oft so, dass wir unsere vernünftigen Überlegungen mit Emotionen vermischen (und dann können wir nicht mehr vernünftig und rational denken). Wichtig erscheint mir: beide haben das Recht, da zu sein, aber keine der beiden Seiten hat alleine Recht (wenn sie uns das auch immer vermitteln wollen). ICH bin diejenige, die zwischen den beiden Seiten vermittelt. Beide wollen ernst genommen werden, beide wollen angehört werden, aber automatisch richtig ist keine der beiden.

So kann das obige Bild für die rationale Seite bedeuten, dass das Wetter schlecht ist, dass man Schnee schaufeln muss, dass es kalt ist, dass diese Person auf dem Bild friert und noch einen weiten Heimweg hat. Es kann aber auch die Gefühlsseite angesprochen sein, die sich in diese Situation so einfühlt, dass sie sich nach so viel Schnee sehnt oder froh ist, dass sie nicht in dieser Situation ist. Es kann also Sehnsüchte und Hoffnungen, oder Befürchtungen und sogar traumatische Erfahrungen auslösen. Das heißt: beides ist richtig, beide Seiten haben absolut Recht mit ihren Beiträgen. Wie ich mich aber selbst nun verhalte, das liegt in meiner Verantwortung, meiner Autonomie. Es ist das große UND: man muss Schnee räumen UND das kann (zB) eine schöne Erfahrung sein.

Was hat das alles mit Feiern zu tun? Ich finde, es ist wichtig, sich selbst (und andere) in ihren Sorgen und Ärgernissen ernst zu nehmen, sich und anderen zu erlauben, frustriert, erzürnt oder verängstigt zu sein, denn sonst verdrängen wir etwas. Aber es gibt auch das UND. Und trotzdem dürfen wir uns immer wieder am Leben erfreuen. Trotzdem ist es ein neues Jahr, mit neuen Hoffnungen und Chancen, und mit jeder Menge „Perlen“, die wir auch heuer wieder einfangen dürfen.

So wünsche ich Ihnen: dass Sie dieses Jahr feiern, in einer Art, wie es heuer eben möglich sein wird. Das Leben ist reich an Freuden, jeden Tag gibt es so viel zu entdecken und zu feiern. Das Leben ist alles: Freud UND Leid, Hoffnung UND Sorge, Lachen UND Weinen, Winter UND Sommer. Das Leben ist gut, und es ist gut, am Leben zu sein. Und das alleine ist ein Grund, zu feiern, auch und besonders 2021!

Freiheit 2021

11. Januar 2021

Wir haben das Neue Jahr gestartet, und wir sind mitten im Lockdown Nr.x. Ob es der letzte sein wird, daran haben wir zu zweifeln gelernt. Die Impfung scheint zu kommen, aber wann das für uns alle Wahrheit sein wird, und ob sich genug Menschen impfen lassen werden, damit es zu einer Abnahme der Fallzahlen kommt – all das scheint in den Sternen zu stehen. Wir jedenfalls wissen es nicht und können nur hoffen.

Warum also gerade dieses Jahr mit dem Thema „Freiheit“ anfangen? Ist das nicht die falsche Botschaft, fühlt sich denn wirklich jemand frei in diesen Zeiten der Pandemie / Lockdowns / Unsicherheit? Ich lade ein zu der Unterscheidung von „frei sein von“ und „frei sein zu“.

Wir können gefangen sein von äußeren oder inneren Zwängen: dem Lockdown, der Ausgangssperre, im schlimmsten Fall dem Gefängnis, oder unseren Ängsten, unseren Gedanken, unseren Sorgen, Befürchtungen, Verpflichtungen. Das alles sind ernsthafte Einschränkungen, von denen wir uns mehr oder weniger leicht befreien können. Die äußeren Einschränkungen haben wir meist nicht wirklich unter Kontrolle, an den inneren können wir arbeiten.

Wir sind aber auch frei ZU etwas, und das ist immer sehr viel: wir sind frei, zu denken, was wir wollen, (meist) unsere Zeit einzuteilen, wir sind frei, unsere eigenen Einstellungen und Haltungen einzunehmen, wir sind frei, die Menschen zu sein, die wir sein wollen. Wir sind nicht an alte Traditionen gebunden (2021 weniger als jemals zuvor), wir sind frei, neue Angebote anzunehmen, wir sind frei, liebevoll und freundlich zu sein – all das macht das Leben schön, und ist viel entscheidender als alle Zwänge.

Wozu wollen Sie Ihre Freiheit im Jahr 2021 nutzen?

Was sind Ihre Ziele für die kommenden Tage, Wochen und Monate?

Wozu wollen Sie frei sein?

Wie schaut Ihre Art von Befreiung aus, was brauchen Sie dazu, um sich frei zu fühlen von äußeren und inneren Zwängen?

(Wenn Sie Hilfe bei einer dieser Fragen oder Antworten brauchen, bin ich gerne für Sie da, auch online Termine sind im Moment leicht möglich. Bitte schicken Sie mir ein Email, wir vereinbaren dann gerne etwas.)

In diesem Sinne: machen Sie sich frei, so zu leben, wie Sie das gerne möchten: seien Sie der Mensch, der Sie gerne sein wollen, an dem Sie sich freuen und auf den Sie stolz sein können. Das macht zufriedener als Vieles, was im Moment nicht (leicht oder legal) möglich ist!

Eine (gute) Zeit für ein (gutes) Wort zum (guten) neuen Jahr!

4. Januar 2021

Herzlich willkommen im neuen Jahr!

Ich habe im letzten Jahr sehr häufig über den Beginn des vergangenen Jahres nachgedacht und über die „Naivität„, mit der wir das Jahr 2020 begrüßt haben. Wir haben in diesem Jahr gelernt, dass Vieles sehr viel anders sein kann als wir es uns erwartet haben, und dass das Leben immer noch Überraschungen für uns bereit hat, wo wir schon lange alles als plan- und kalkulierbar gedacht haben.

Das alles könnte uns in Angst und Schrecken versetzen, weil wir nicht unbedingt davon ausgehen können, dass es im kommenden Jahr / im weiteren Leben anders sein wird. Warum also auf dieses Jahr irgendeine Art von Hoffnung setzen? Warum – wieder so naiv wie im letzten Jahr – annehmen, dass alles bald wieder vorbei und alles beim Alten sein wird?

Was kann unser Neujahr 2021 retten? Wie können wir jemals wieder voll Erwartung und Hoffnung in die Zukunft schauen, wenn wir doch schmerzhaft erleben mussten, wie viele unserer Träume nur Schäume sind?

Ich finde, es ist im Jahr 2020 nur klarer und deutlicher geworden, was sowieso immer schon klar war: dass Leben nicht vorhersehbar oder gar planbar ist, weil es immer nur eine Illusion ist, wenn wir denken, wir hätten es unter Kontrolle.

Und so möchte ich zu Offenheit und Neugier ermutigen: genauso, wie es im letzten Jahr viele „Perlen“ gegeben hat, die wir einsammeln konnten (denn es war wirklich nicht alles nur schlecht), wird es auch weitergehen! Es wird gute Zeiten geben, in denen das Leben leicht und luftig erscheint, und schwierige, mühsame, in denen es uns einfach nicht so viel Spaß machen wird, weil das Leiden eben auch zum Leben dazu gehört.

Und ganz viel liegt in unserer eigenen Hand: wie wir jeden Tag gestalten, sodass er am Ende des Tages einer ist, mit dem wir zufrieden sein können, weil wir Dinge getan haben, die – für uns – richtig und wichtig waren. Ob das für andere auch wertvoll und wichtig war, das liegt nicht in unserem Einfluß, aber es fühlt sich das ganze Leben besser an, wenn wir die Dinge tun, die für uns gut sind.

In diesem Sinne: ich wünsche Ihnen ein gutes und schönes Jahr 2021!

Videos aus der Quarantäne, 23. April 2020

23. April 2020
aus der psychotherapeutischen Praxis
aus der Hypnotherapie

Videos aus der Quarantäne, 22. April 2020

22. April 2020
aus der psychotherapeutischen Praxis
aus der Hypnotherapie