Auferstehung heute

17. April 2017

cross-1517092_1280Ostern, habe letzte Woche geschrieben, ist DAS zentrale Fest des Christentums. Denn da geht es um die Botschaft, die auch die Wichtigste für unsere abendländischen Werte ist:

das Leben ist größer als der Tod,

die Liebe ist stärker als die Angst,

das Lachen dauert länger als das Weinen.

Wir glauben an die Macht des Guten, wir wollen Freundlichkeit miteinander leben und erleben, wir wollen einander Gutes tun und Gutes erhalten. Das zeigt sich, indem wir einander beschenken: mit Eiern und Osterhasen, mit Geschenken und Besuchen, mit Zeit und mit Aufmerksamkeit, mit Freundschaft und Liebe.

Das ist Auferstehung heute:

einander dieses Gute zu tun, miteinander Freude zu erleben, die Freundlichkeit ausbreiten, respektvoll miteinander umgehen, sich und andere liebevoll behandeln.

Mehr ist es nicht. Aber weniger auch nicht.

Denn der Hass soll nicht in unserem Leben bleiben, die Angst nicht, das Misstrauen nicht und die Verzweiflung nicht. Nie müssen wir ganz die Hoffnung verlieren angesichts unseres Glaubens daran, dass alles gut ausgehen wird, dass die Dummheit nicht für alle tree-215970_640Zeit regiert, dass die Traurigkeit einer Hoffnung weichen wird, dass der Krieg mit einem Frieden endet und dass der Tod nicht das letzte ist, was von einem Menschen bleibt.

Ich lade Sie zu dieser Auferstehung ein – heute und alle Tage! In diesem Sinn: frohe Ostern, und glauben Sie an die Auferstehung, leben Sie sie!

Christliche Werte – was bedeutet das?

10. April 2017

IMG_0412In dieser Woche feiern wir die Karwoche – was wissen wir darüber?

Viel wird in den letzten Jahren über die sogenannten „christlichen Werte“ gesprochen, die in Gefahr sind. Vermeintlich durch die „islamische Invasion“. Aber ist das so?

Ist nicht das Verschwinden der christlichen Werte eher der Tatsache geschuldet, dass wir uns einfach nicht mehr dafür interessieren, was das Christentum ausmacht, was genau der Hintergrund unserer Kultur ist, worum es bei unserer Religion eigentlich geht?

Was wissen Sie über das Geschehen zu Ostern?

Ostern ist das zentrale Ereignis des Christentums, und da geht es nicht um Hasen und Ostereier, sondern um den Triumph der Liebe. Da geht es auch nicht darum, dass irgendein grausamer Gott ein Opfer braucht und deshalb sein Sohn auf brutale Weise sterben muss sondern darum, dass Liebe auf Dauer gewinnt.

Liebe ist stärker als der Tod.

Die Botschaft von Ostern ist, dass ein Mensch – egal, ob er der Sohn Gottes war oder nicht – sich nicht von der Idee, dass das Gute in der Welt siegen wird, hat abbringen lassen. Er war zutiefst davon überzeugt, dass Gott die Liebe ist, und dass diese Liebe am Schluss gewinnen wird. Er hat vom „Reich Gottes“ gesprochen und das auch gelebt: Liebe in all ihren Ausformungen: zum Nächsten, aber auch zu sich selbst, zu Freunden und Feinden, zu denen, die Gutes tun und zu denen, die darin versagen.

pencils-806604_1280Liebe ist stärker als die Angst.

Und dieser Mensch war bereit, alles für diese Überzeugung zu tun, sogar unter der Bedrohung seines Lebens. Er hat sich gefürchtet, er hat gehofft und gebetet, dass er sein Leben nicht dafür geben muss, dass es anders ausgeht als mit seinem Tod, aber er hat sich auch angesichts des Todes nicht von diesem Glauben an die Liebe, an das freundliche Miteinander, an das Gute in allen Menschen, abbringen lassen.

Und ist dafür sogar gestorben.

(Dass es dabei nicht geblieben ist, dass die Liebe sich letztendlich durchgesetzt hat und dass sie das immer wieder tut, ist die Botschaft von Ostern, und darüber möchte ich dann nächste Woche schreiben.)

Glaube an dich, glaube an deine Überzeugung,

sei bereit, dich dafür einzusetzen! Setz dich für die Liebe, für die Freundlichkeit, für ein gutes Miteinander ein – das sind die Werte, die es zu beschützen gilt. Und zwar nicht vor den „Anderen“, sondern vor uns selbst!

Achtsamkeit – dem Klang der Welt lauschen

3. April 2017

girl-1488663_1920Eine Übung in Achtsamkeit, die mir sehr lieb geworden ist, heißt: dem Klang der Welt lauschen. Dabei geht es genau um das, was es aussagt: was höre ich jetzt gerade?

Und dabei ist es nicht von Bedeutung, ob das, was ich höre, Vogelsang oder Baulärm ist. Es ist nicht wichtig, dass es Ruhe ausstrahlt oder zur Entspannung geeignet ist.

Die Frage ist nur: wie hört sich der Klang der Welt jetzt an, hier, genau in diesem Augenblick? 

Der Klang der Welt ist immer anders: am Land oder in der Stadt, in der Wohnung oder im Freien, im Bett oder auf der Autobahn, in der Arbeit oder im Wald, an einem See oder Meer. In der Straßenbahn oder zu Fuß.

Diese Übung kann man jederzeit machen, dazu braucht es weder eigene Zeit noch eine besondere Meditationspraxis. Nicht einmal Ruhe. Nur meine Aufmerksamkeit.

Wie klingt die Welt jetzt gerade?

crowd-1743344_1280Wir üben uns darin, nicht zu werten: guter Klang – böser Lärm. Wir nehmen nur wahr, was ist: die Kaffeemaschine oder die KollegInnen, die miteinander reden, die tickenden Uhr oder das läutende Telefon. (Ja, auch das geht: wenn das Telefon läutet, einen Augenblick innehalten und zuhören, wie das klingt. Und erst dann abheben und neugierig sein, mit welchem Klang die Welt aus dem Hörer kommt.) Oder das Auto, das Motorrad, das uns sonst stört, über das wir uns ärgern.

Wir nehmen wahr und urteilen nicht. Wir nehmen es als das, was es ist.

Auch die Party in der Wohnung über uns, die Vögel, die uns in der Früh mit ihrem Geschrei wecken. Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln, den Wind in den Bäumen. Regen, der plätschert, den Atem unseres Nächsten, das Blättern der Zeitung, Musik, Gespräche – was auch immer. Wir lauschen, wie die Welt klingt.

Dem Klang der Welt kann man immer und überall lauschen.

Und immer und überall klingt Welt anders. Seien Sie neugierig, was Sie dabei erfahren!

 

Mandala -Meditationspraxis

27. März 2017

mandala-1791741_1280Haben Sie auch schon Mandalas bemalt, vielleicht als Kinder, vielleicht im Erwachsenenalter? Was verbinden Sie damit? Haben Sie versucht, es einmal von innen nach außen, ein anderes mal von außen nach innen auszumalen? Oder erst  alle Felder, die Sie in einer bestimmten Farbe bemalen wollen, dann die nächsten?

Haben Sie Unterschiede bemerkt? Was macht es mit Ihnen, wenn Sie von außen nach innen malen? Oder umgekehrt? Oder nach den Farben? Mögen Sie regelmäßige Formen wie die auf diesem Bild oder lieber formlosere? Was haben Sie lieber: 40 verschiedene Farben oder nur 8? Macht es Sie ruhiger oder regt es Sie auf?

Mandalas sind eine Meditationsform – man nimmt sich Zeit, um sich mit etwas zu beschäftigen, das nutzlos, zweckfrei ist. Wo die Gedanken frei schweben können, wo es kein Richtig oder Falsch gibt. Wo man experimentieren kann, wie es einem besser gefällt.

Nehmen Sie sich gelegentlich Zeit, die „keinen Sinn“ hat, in der es um nichts geht. Unser Gehirn kann das gut brauchen. Vielleicht tut es auch gut, wenn Sie sich mit einschlafen schwer tun, das kann helfen, ruhiger zu werden, „herunter“ zu kommen.

Geben Sie sich Zeit – Ihr Gehirn, Ihre Konzentration, Ihre Geduld werden es Ihnen danken.

Tag- und Nachtgleiche

20. März 2017

 

day-1552119_1280Heute haben der Tag und die Nacht die gleiche Länge: gleich lange ist es hell wie dunkel. 

Ich habe ja den Eindruck, dass das fast programmatisch für das Leben ist: (mindestens) gleich oft ist es dunkel wie hell, gleich oft leicht wie schwer. 

Ich höre oft, dass viele Menschen meinen, dass es mehr Schlechtes als Gutes auf der Welt gibt, dass die Welt „früher besser“ war als heute, dass alles „den Bach hinuntergeht mit unserer Zeit und Kultur“. Ich sehe das nicht so. Wenn das so wäre, dann müsste die Welt schon längst untergegangen sein, denn Aussagen wie diese finden wir schon bei den alten Römern (“ o tempora, o mores“ – Welche Zeiten, welche Sitten!)

Im Gegenteil: die meisten von uns bemühen sich, das Gute zu tun, richtig zu handeln, gutepeople-1209916_1280 Dinge für sich und ihre Lieben zu bewirken. Und viel mehr Dinge im Alltag gelingen als scheitern. Wir dürfen dabei die vielen kleinen Situationen im Blick behalten: dass wir erfolgreich aufgestanden sind, uns gewaschen haben und etwas zum Anziehen gefunden haben. Und das geht den ganzen Tag so weiter: wir kommen in die Arbeit, erledigen unsere Aufgaben, ganz besonders die kleinen, unauffälligen, sind in Kontakt mit den KollegInnen, finden Lösungen, essen ohne alles zu verschütten, kommen heim, sind in Beziehungen, bei denen wir die meiste Zeit nicht in Konflikt sind, etc. 

Ich weiß, das sind keine HeldInnentaten. Aber das müssen sie auch nicht sein. Sie sind uns
gelungen, um das geht es. Denn die kleinen Misserfolge bewerten wir ja auch, und werten sie meist sehr viel stärker. Wenn wir zB einen Fleck auf die Kleidung machen, finden wir das schlimmer als die Tatsache, dass wir das an anderen Tagen nicht haben. Wenn wir bei einer Aufgabe scheitern erklären wir uns zu VersagerInnen, nicht aber zu SiegerInnen, wenn wir eine gut gelöst haben.

Erlauben Sie sich also, die hellen Seiten Ihres Lebens zu sehen, glauben Sie an das Gute in Ihnen, in Ihren Handlungen. Ich habe letztens den schönen Satz von Macrina Wiederkehr  gelesen: 

Hilf mir, die Wahrheit über mich selbst zu glauben,
egal, wie schön sie ist.
Das wünsche ich Ihnen: glauben Sie an das Schöne.
In sich, in Ihrer Umgebung, in der Welt, im Leben.

 

Glück

13. März 2017

laughter-449781_1280Nicht die glücklichen Menschen sind zufrieden, sondern die zufriedenen Menschen sind glücklich.

Diesen Spruch habe ich letztens gelesen und er gefällt mir sehr gut: Glück ist nicht etwas, dem wir nachlaufen müssen, und Glück ist kein „Vogerl“. Glück ist planbar, machbar – auch für Sie!

Viele Menschen meinen, sie würden dann glücklich sein, wenn sie bestimmte Ziele erreicht haben: eine Beziehung, Kinder, einen Job, eine Gehaltsstufe, eine neue Wohnung, einen Traumurlaub, ein bestimmtes Gewicht, ein bestimmtes Alter, …

Die Zahl der Ziele ist unendlich, und völlig unbedeutend!

Ein Ziel ist gut, es spornt uns an, es gibt Vorfreude und Energie (wenn es erreichbar ist)! Ohne Ziele wären wir wohl leicht gelangweilt oder planlos.

Aber glücklich macht uns kein Ziel, das funktioniert leider nicht. Verstehen Sie mich richtig: es kann wirklich schön sein, wenn man etwas erreicht, wofür man gearbeitet hat, was Mühe bereitet hat oder worauf man gewartet hat. Das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl, es ist die Erfüllung eines Traums, einer Anstrengung, der Geduld, …

Glücklich macht es aber (leider) nicht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir wissen alle: das hält nicht sehr lange an. Daher auch der Spruch, dass das Glück ein Vogerl sei. Das Problem ist nämlich: ein Ziel ist nur so lange ein Ziel, als man es nicht erreicht hat. Dann ist es (nur noch) ein Punkt im Leben. Und weil es uns nicht (lange) glücklich macht, werden wir bald ein neues Ziel setzen, in der Hoffnung, dass das dann glücklich machen wird. Das ist eine nie endenden Geschichte, eine Endlosspirale auf der Suche nach dem Glück.

Glück ist: zu sehen, was ich habe.

Dankbar zu sein für die vielen Dinge, die mir geschenkt sind: in mir, um mich, in der Nähe und der Ferne. Mich über meinen Körper freuen, bei dem so vieles so anstandslos funktioniert. Meine Begabungen sehen, auch die kleinen, unbedeutenden. Meine UnterstützerInnen erkennen, in der Gegenwart und der Vergangenheit, von der Kindheit bis heute: Familie, FreundInnen, KollegInnen, NachbarInnen, PartnerInnen. Anerkennen, wie gut das System funktioniert, in dem wir leben: Sicherheit, Natur, Wasser, Luft, …

Glücklich ist, wer erkennt, wie gut es ihm/ihr geht.

Was nicht bedeutet, dass alles gut wäre, dass wir „positiv denken“ müssen, dass es keine Fehler bei mir oder meine Umgebung gäbe. Aber all diese Dinge machen die guten Sachen nicht unwahr!

 

Sorglosigkeit – Zuversicht

6. März 2017

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Kurt erzählt von seinen Nächten: er macht sich Sorgen. Über seine Gesundheit. Über seine Beziehung. Über seine Kinder . Über seine berufliche Zukunft. Über die politische Situation. Darüber, dass er nicht ausgeschlafen sein wird, wenn er nicht genug schläft. Dass er, unausgeschlafen, nicht so leistungsfähig sein wird wie er sollte….

Das geht lange so, stundenlang manchmal. Wenn er ist der Früh aufsteht, fühlt er sich gerädert, müder als am Vorabend, und nur mit Mühe kommt er auf. Dann schleppt er sich durch den Tag, und viele seiner Befürchtungen treten ein: er ist weniger achtsam, fühlt sich ausgelaugt und wenig aufnahmefähig.

Was geht in den nächsten 60 Minuten?

checklist-1766064_1280Aber wir sollten uns immer nur mit den Dingen beschäftigen, bei denen wir innerhalb der nächsten Stunde eine Veränderung herbeiführen können (langfristige Planungen mit konkreten Inhalten sind davon ausgenommen). 

Was genau kann ich jetzt sofort ändern? Woran kann ich heute noch arbeiten? Alle anderen Dinge belasten nur und bringen nichts außer schlaflosen Nächten (mit denen wir uns ein anderes Mal beschäftigen werden, versprochen). Alles, was ich gleich in Angriff nehmen kann, ist gut. Auch, wenn es nur kleine Schritte sind. Dann darf ich drüber nachdenken – und auch Taten setzen.

Setzen Sie eine Handlung!

Fragen Sie sich: kann ich jetzt etwas ändern? Was genau kann ich jetzt tun? Können Sie innerhalb der nächsten 60 Minuten etwas machen, damit Sie beruflich vorankommen, gesund bleiben oder Ihre Beziehung verbessern? Wenn Ihnen dazu etwas einfällt – dann setzen Sie eine Handlung: lesen Sie eine Studie zu Ihrem beruflichen Thema, stehen Sie auf und machen Sie einen Spaziergang, reden Sie mit IhreR PartnerIn, schreiben Sie Tagebuch.

unsure-315080_1280Der Rest muss warten.

Alle Dinge aber, die Sie jetzt nicht ändern können, denen geben Sie keinen Platz in Ihrem Kopf. Es hat keinen Sinn, sich Sorgen zu machen, wenn Sie keine Konsequenzen daraus ziehen können.

Schlafen Sie, mehr können Sie im Moment nicht tun. Und brauchen Sie auch nicht. Oft ist das Beste, was Sie tun können, sich umzudrehen, den Sorgen eine gute Nacht zu wünschen und zu schlafen. Dann sind Sie, was auch immer morgen kommen wird, was auch immer die Zukunft bringt, wenigstens gut ausgeruht und in der Lage, sich mit den Problemen des Tages zu beschäftigen.

 

 

Panikattaken: wenn alles eng wird

27. Februar 2017

the-offence-2048413_1280Es gibt Ängste: sich Sorgen machen, viel nachdenken oder grübeln, alles zu planen versuchen, stundenlang über das nachdenken, was gewesen ist, was man gesagt hat.

Aber es gibt auch Panikattacken: ganz plötzlich, völlig unvorbereitet wird einem heiß oder kalt, alles wird eng, die Luft bleibt einem weg, das Herz rast und die Hände zittern. Die Angst (vor dem Sterben) frisst sich durch das Gehirn, gegen alle gute Einsicht. Man will ins Freie, weil man keine Luft bekommt oder wieder hinein, weil man in Sicherheit sein will. Man ruft den Notarzt, geht in die Notaufnahme – und die beruhigen einen: es ist nichts (Organisches): man hat eine Panikattacke.

Damit sind Sie nicht alleine: wenn Sie in der U-Bahn oder einem Flugzeug sind – zählen Sie bis 5, ja, der Mensch dort drüben hat im Moment die gleichen Gefühle wie Sie. Wenn Sie im Lift fahren, schauen Sie sich unauffällig um – eineR der MitfahrerInnen fühlt sich vermutlich genauso unwohl wie Sie. Wenn Sie in einer Schlange anstehen, machen Sie das auch – es ist sehr verbreitet. Sie sind nicht alleine, und man sieht es Ihnen vermutlich genauso wenig an wie den anderen.

Atmen Sie.

IMG_2437Denken Sie an eine beruhigende Szene: ein weißes Zimmer, eine weite Wiese, eine kuschelige Höhle, ein Meeresufer, ein Berggipfel (das sind Beispiele von meinen KlientInnen).

Warten Sie, atmen Sie.

Vermeiden Sie, andere Situationen derselben Art zu erinnern, das verlängert die Situation nur. Bleiben Sie ganz hier, ganz jetzt: nur diese einzige Panikattacke zählt jetzt.

Atmen Sie „im Viereck“:

Stellen Sie sich ein Viereck vor und atmen Sie: entlang der Längsseite (4 Takte einatmen), dann hinauf (2 Tage Luft anhalten), die obere Längsseite zurück (4 Takte ausatmen), die kurze Seite herunter (2 Takte Luft anhalten). Machen Sie das, bis es leichter wird. Nichts anderes: atmen und zählen. 

Jede Attacke dauert nur ein paar Minuten.

Die sich wie eine Ewigkeit anfühlen, ich weiß. Aber es nicht sind. Nie. Es geht vorüber. Immer.

Und man stirbt daran nicht.

Wenn Sie das öfter haben, bitte holen Sie sich Hilfe. Es gibt wirklich gute Techniken, wie Sie lernen können, damit fertig zu werden, bzw wie es dazu kommt, dass Sie immer wieder in diese Situationen kommen. Ich habe mit vielen Menschen erfolgreich gearbeitet, die Panikzustände hatten, und den allermeisten geht es heute nicht mehr so. Reden Sie mit mir, machen Sie einen Termin aus, so soll das Leben nicht sein!

Bedauern und Verzeihen

20. Februar 2017

face-1190352_1280Was bereust du oder bedauerst du heute, in deinem Leben gemacht oder gerade nicht gemacht zu haben? Was tut dir leid? Wo hast du zu früh umgedreht, wo bist du zu spät draufgekommen, dass du auf einem schlechten Weg bist?

Welche Beziehung hättest du eingehen, welche (früher) beenden sollen? Wo bist du dir selbst nicht treu geblieben, wo deineR PartnerIn nicht?

Was hast du bei deiner Familie nicht gemacht, oder was hast du gemacht, was sich als nicht hilfreich herausgestellt hat? Wo bist du dir und deiner Familie etwas schuldig geblieben?

Und wo hast du dich selbst verletzt, bist dir selbst etwas schuldig geblieben? Wo hast du vergessen, wie gut du bist, wie schön du bist, wie wertvoll du bist? Hast dein Licht „unter den Scheffel“ gestellt, hast dir nicht genommen, was dir zugestanden wäre?

Welche Fehler hast du begangen? Welche waren vielleicht gar keine sondern eine wertvolle Erfahrung auf deinem Weg? Und die, die echte Fehler waren – kannst du sie dir verzeihen? Was hast du daraus gelernt? (Es ist ja keine Tragödie, Fehler zu machen, richtig dumm ist nur, nichts daraus gelernt zu haben!)

map-2038769_1280Stell dich vor einen Spiegel und sei ehrlich zu dir. Es macht nichts mit deinem Wert als Mensch, wenn du einen Fehler zugibst, im Gegenteil: echte Menschen stehen zu ihren Fehlern.

Alle Menschen machen Dinge schlecht, das gehört (leider) zu unserem Leben dazu. Andererseits: aus Fehlern lernen wir. So haben wir gehen gelernt, reden, schreiben, lieben.

Habe den Mut, Fehler zu machen und daraus zu lernen! Liebe dich (trotzdem). Nicht wer keine Fehler macht, ist liebenswert sondern wer ehrlich ist und bemüht, diese in Zukunft zu vermeiden.

Liebe dich – du bist es wert!

 

 

Valentinstag

13. Februar 2017

IMG_0279Wie zeige ich meine Liebe? Wie drücke ich gut aus, was ich für die andere Person empfinde? Was ist eine gute Liebeserklärung, die auch als solche ankommt?

„Was wünscht du dir als Zeichen meiner Liebe? Was kann ich tun, um dich glücklich zu machen?“

Was braucht meine PartnerIn, um sich geliebt zu fühlen?  Man kann nie von sich auf die/den Anderen schließen: was mich glücklich macht, ist nicht automatisch das, was die andere genauso freut. Das braucht eine Portion Demut, selbst wenn wir einander schon lange kennen, kann ich nachfragen.

Vielleicht ist das schönste Geschenk zum Valentinstag heuer nicht das, was du willst sondern das, was deine PartnerIn sich wünscht? Blumen, Essen, Geschenke sind Dinge, die gerne verschenkt werden – nicht so gerne ist, die Garage aufzuräumen, das Bild aufzuhängen, die Klospülung zu reparieren oder einmal ganz anderen Sex zu haben.

Nur deine Frau / dein Mann kann sagen, wann er/sie sich geliebt fühlt. Mach heuer eine Liebeserklärung, die überraschend anders ist! Und lass dich überraschen von dem, was dann möglich ist. Echte Liebe macht immer mehr möglich als wir denken. 

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